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Stamm- und Vorzugsaktien: Was Sie darüber wissen sollten

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, warum einige Unternehmen mit mehreren Aktien-Gattungen an der Börse vertreten sind und was es damit auf sich hat.

Ich gebe Ihnen hier nicht nur die Antwort auf diese Frage, sondern erkläre Ihnen auch, wie Sie davon profitieren können.

Einige Unternehmen sind mit 2 Aktien-Gattungen (Stammaktien und Vorzugsaktien) an der Börse vertreten.

Wenn die Kurs-Unterschiede zwischen den Aktien-Gattungen ungewöhnlich hoch sind, deutet das hierauf hin:

dass eine Aktien-Gattung gerade besonders begehrt ist (z. B. aufgrund einer geplanten Übernahme) oder von den Anlegern kurzzeitig vernachlässigt wurde.

Beide Erklärungen sprechen dafür, dass die günstigere Gattung eine Aufholjagd starten wird – und das relativ unabhängig vom Gesamtmarkt.

Stammaktien sind mit einem Stimmrecht ausgestattet

Stammaktien besitzen – anders als Vorzugsaktien – auf der Hauptversammlung ein Stimmrecht.


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Wer auf der Hauptversammlung die meisten Stimmen hat, kann den Kurs des Unternehmens bestimmen. Wird eine Übernahme geplant, muss sich der Investor die Stimmrechte sichern.

Daher wird ein Käufer zunächst die Stammaktien einsammeln und ist im Regelfall auch bereit, einen Preisaufschlag für das Stimmrecht zu zahlen.

Bei Unternehmen mit Übernahme-Phantasie notieren die Stammaktien häufig deutlich höher als die Vorzugsaktien.

Vorzugsaktien bieten dafür eine höhere Dividende

Ein höherer Kurs bedeutet jedoch nicht automatisch eine bessere Performance. So erhalten Besitzer von Vorzugsaktien als Ausgleich für das fehlende Stimmrecht eine höhere Dividende.

Diesen „Mehrertrag” sehen Sie nicht im Kursverlauf, wohl aber auf Ihrem Kontoauszug.

Bei der Bewertung von Stamm- und Vorzugsaktien müssen Sie daher immer die Gesamt-Performance (Kursveränderung und erhaltene Dividenden-Erträge) betrachten.

Achten Sie auf Index-Zugehörigkeit und Liquidität

Grundsätzlich verdient die Aktien-Gattung, die in einem Index vertreten ist, einen Bewertungs-Aufschlag. Der Grund: Diese Aktien werden stärker nachgefragt.

Die Börsen-Regeln schreiben vor, dass nur eine Gattung in einem Index vertreten sein darf.

Daher steht immer eine Gattung im Rampenlicht und eine im Schatten (das führt oft zu einer Unterbewertung der Aktien-Gattung, die nicht in einem Index vertreten ist).

Ein weiterer Punkt ist die Liquidität. Fast immer wird eine Aktien-Gattung wesentlich stärker an der Börse gehandelt.

Aktien, die an der Börse stärker gehandelt werden und daher leichter zu kaufen und verkaufen sind, verdienen ebenfalls einen Aufschlag.

Nutzen Sie Fehlbewertungen für Ihren Anlage-Erfolg

Bewertungs-Unterschiede von 10 – 20% können angemessen sein, Differenzen von 30 – 50% weisen dagegen auf eine Fehlbewertung hin, die Ihnen eine attraktive Anlage-Chance bietet.

Es lohnt sich für Sie, die Kursunterschiede zwischen Stamm- und Vorzugsaktien zu beobachten und zuzuschlagen, wenn sich eine Gattung plötzlich deutlich schwächer entwickelt als die andere.

Ein Beispiel eines mittelständischen deutschen Unternehmens mit 2 Aktien-Gattungen ist der Schmiermittel-Hersteller Fuchs Petrolub.

Die Vorzugsaktie notiert im Nebenwerte-Index MDax, die Stammaktie ist in keinem Index vertreten.

13. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.