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Standardisierte Bankauskunft durch Vordrucke

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Wer eine neue Geschäftsbeziehung eingeht, möchte sich im Vorfeld meist gerne über den neuen Geschäftspartner informieren.

Bankauskünfte sind dafür ein beliebtes Mittel und folgen einem standardisierten Muster. Diese Vordrucke zur Bankauskunft beinhalten lediglich allgemein formulierte Aussagen und verstoßen so auch nicht gegen das Bankgeheimnis.

Festgelegter Vordruck bei Bankauskunft

Die Bankauskunft ist neben der Selbstauskunft und der Anfrage einer Wirtschafts-Auskunftei die dritte Möglichkeit, sich ein besseres Bild über die Kreditwürdigkeit eines Geschäftspartners machen zu können.

Mehr zum Thema: SCHUFA-Auskunft: Sinn und Zweck der Auskunfteien

Handelt es sich hierbei um eine Privatperson, darf die Bankauskunft nur mit der ausdrücklichen Genehmigung des Bankkunden erteilt werden.

Bei juristischen Personen kann diese Information hingegen auch ohne explizites Einverständnis weitergegeben werden, sofern keine Weisung zur Nichterteilung besteht.

Die Bekanntgabe der Vermögensverhältnisse folgt dann klaren Regeln, die auch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken festgelegt sind.


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Der Vordruck der Bankauskunft ist seit 1987 standardisiert, alle Geldinstitute arbeiten seit diesem Zeitpunkt mit einem identischen Formular.

Vorgefertigte Fragen können angekreuzt oder weggelassen werden, weiterführende Bemerkungen entfallen jedoch.

Inhalt der Bankauskunft

Der Inhalt der Bankauskunft ist sehr allgemein gehalten. Der Bank ist es zudem nicht erlaubt, weitergehende Recherchen über den Kunden einzuholen, sondern muss sich an den bekannten Informationen orientieren.

So entfallen auch Auskünfte über eventuelle Steuer- oder Strafverfahren.

Konkrete Zahlen sucht man im Vordruck der Bankauskunft vergeblich, ausschließlich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie die wahrscheinliche Kreditwürdigkeit werden bescheinigt.

Mehr zum Thema: Wie die eigene Kreditwürdigkeit verbessert werden kann

Inhaltlich bestätigt die Bankauskunft die vorhandene Geschäftsbeziehung und die ordnungsgemäße Führung des Kontos. Angaben zu Grund- und Immobilienbesitz sind ebenfalls Teil der Bankauskunft.

Detaillierte Aussagen über die Höhe von Sparguthaben, Verschuldungen oder Kreditsummen dürfen in einer Bankauskunft jedoch nicht vorkommen. Somit bleibt auch das Bankgeheimnis gewahrt.

Deutung der Bankauskunft

Trotz der Standardisierung der Vordrucke bieten Bankauskünfte Interpretationsmöglichkeiten – und zwar durch das Nichtausfüllen einzelner vorformulierter Textpassagen.

Das bloße Fehlen einer Aussage wird in den meisten Fällen schon als vorsichtige negative Bescheinigung angesehen.

Haftungsfragen

Geldinstitute sind hinsichtlich ihrer Auskünfte generell gewissenhaft. Falsche Angaben haben für Banken nämlich schnell haftungsrechtliche Folgen.

Wird einem Kunden aufgrund einer fehlerhaften Bankauskunft zum Beispiel ein Kredit verweigert, muss die Bank Schadensersatz leisten. Und auch die Gegenseite kann die Bank bei fehlerhaften Auskünften in Haftung nehmen.

Von einer sorgfältigen Prüfung der Kreditwürdigkeit des Bankkunden ist seitens der Banken demnach auszugehen. Ein leichtfertiger Umgang mit den Daten der Bankkunden kann Banken ansonsten teuer zu stehen kommen.

5. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.