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Standortfaktoren: Tourismus als Wirtschafts- und Standortfaktor

Der Tourismus ist in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftszweig. Daher ist es nicht erstaunlich, dass er für Unternehmen auch als Standortfaktor immer wichtiger wird.

Allerdings betrifft Tourismus nicht nur Unternehmer, die sich für eine bestimme Region interessieren. Die Bewohner der Region, die Touristen selbst und die Wirtschaft dieser Region sind immer direkt betroffen – sowohl positiv als auch negativ.

Standortfaktor Tourismus: Auch für Unternehmen interessant

Man unterscheidet zwischen harten und weichen Standortfaktoren. Der Tourismus zählt zu den harten Standortfaktoren, da er leicht messbar ist und seine Auswirkungen auf ein Unternehmen in der Regel kalkulierbar sind.

Tourismus in einer Region kann für Unternehmen bei einer Niederlassung von großem Vorteil sein. Als Standortfaktor verspricht Tourismus eine gut ausgebaute Infrastruktur und ständigen Kunden-Fluss.

Den Kern von Tourismuspolitik bilden ökonomische, ökologische, kulturelle und infrastrukturelle Ziele. Das bedeutet, dass die Tourismuspolitik einer Kommune einem ansässigen Unternehmen fast immer zugute kommen wird.

Aufgrund ihrer positiven Einkommens-, Arbeitsplatz und Deviseneffekte zählt die Tourismuswirtschaft zu einem bedeutenden Standortfaktor für Unternehmen.

Seit wann gibt es Tourismus?

Das Reisen gibt es, seit es die Menschen gibt. Die ersten Reisenden in Deutschland waren Pilger, die von einer religiösen Stätte zur nächsten gewandert sind. Heute ist der Tourismus ein bedeutsamer Wirtschaftszweig, der bei der Entwicklung von Gesellschaft und Kultur eine wichtige Rolle spielt.

In den 1980er Jahren begann ein regelrechter Tourismus-Boom. Seitdem verdrängte das Wort „Tourismus“ den Begriff „Fremdenverkehr“.

Mittlerweile ist Tourismus in Deutschland besonders in schwach entwickelten Regionen ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft. Bis heute wächst der deutsche Reisemarkt stetig weiter.

Tourismus als komplexer Wirtschaftszweig: Vor- und Nachteile

Der Tourismus bietet für Regionen oder Städte aus ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht Probleme, aber auch große Chancen.

Durch Tourismus können naturbelassene Räume durch den Ausbau der Infrastruktur zerstört werden und Wildtieren der Lebensraum genommen werden. Hinzu kommt, dass Kapazitäten im Tourismus oft nur saisonal genutzt werden.

Auf diese und andere Kritik antwortet der sogenannte „nachhaltige Tourismus“. Ziel des Konzepts ist es, den Tourismus in den Regionen schonend an die vorherrschenden Gegebenheiten anzupassen. Sowohl die Natur als auch die Einwohner werden bei einem nachhaltigen Tourismus stärker in die Planung großer Projekte einbezogen.

Allerdings bietet der Tourismus auch viele Vorteile. Unter günstigen Umständen entstehen sehr viele Arbeitsplätze durch Reisebüros, das Gastgewerbe, den Immobilienhandel und auch die Werbung.

Besonders in strukturschwachen Regionen übernimmt der Tourismus eine regionale Ausgleichsfunktion. Als wichtiger Wirtschaftsfaktor bildet er die Existenzgrundlage der Bevölkerung und verhindert Abwanderung.

4. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.