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Startup als Investition – Risiken sind vorhanden

In den letzten Jahren – insbesondere bis zur großen Finanzkrise – sind Startups beinahe wie Pilze aus dem Boden geschossen. Neu daran waren nicht nur der neudeutsche Begriff für die Existenzgründung, sondern häufig auch Motivation und Art des Startups.

Gerade in Deutschland gilt der Wunsch nach mehr beruflicher Autonomie als Antrieb für den Schritt in die Selbstständigkeit.

Immer häufiger ist aber auch der Mangel an Alternativen Anlass für eine Unternehmensgründung. 2010 wurde beispielsweise gut ein Drittel aller Startups aus dieser Motivation heraus gegründet.

Während früher viele Unternehmen gegründet wurden, um darin etwas zu produzieren oder klassische Dienstleistungen zu verkaufen, hat sich dies mit dem Ausklang des 20. Jahrhunderts zunehmend geändert.

Ende 1990er Jahre waren die meisten Startups sogenannten Dotcom-Unternehmen. Ein weiteres neues Phänomen bildete zwischen 2003 und 2006 in Deutschland die „Ich-AG“. Diese wurde in 2006 vom „Gründungszuschuss“ abgelöst.

Hinzukommen Startups in neuen oder stark wachsenden Branchen wie etwa der Solartechnik und Windenergie.

Mehr zum Thema: Dot.com-Blase: Vom weltweiten Boom zum Börsencrash

Investments in Startups

Typischerweise spricht man von einem Startup, wenn sich das Unternehmen noch im Anfangsstadium befindet und durch das Kapital der Gründer finanziert wurde.

Häufig ist auch noch nicht ganz klar, wie hoch die Nachfrage nach dem Produkt oder der Dienstleistung des Startups ist. Aufgrund hoher Kosten und begrenzter Einkünfte benötigen die meisten Startups langfristig Fremdkapital, um überleben zu können.

Und hier kommen Investoren und Privatanleger ins Spiel. Bedenkt man das Risiko des Scheiterns eines Startups, so wird schnell deutlich, dass ein Startup als Investition ebenfalls ein Risiko darstellt. Natürlich birgt es aber auch Chancen.

So verringert sich das Risiko beim Investieren in Startups

Möchte man in ein Startup investieren, so sollte man sich zuerst gründlich über das Unternehmen informieren. Gerade bei sehr hoch gehypten Startups und Börsengängen gilt dies umso mehr.

Als Anleger sollte man nicht einfach blind mit dem Strom schwimmen und gutgläubig in vielversprechende Startups investieren, solange man keine harten Fakten hat.

Nur wenn die eigenen Recherchen mit den Tatsachen übereinstimmen und die Zahlen tatsächlich Prognosen und Erwartungen stützen, sollte investiert werden.

Zudem bewährt sich ein langer Atem. Keinesfalls sollte man auf das schnelle Geld hoffen. Da gerade bei Startups das Risiko sehr hoch ist, dass es nicht allzu lange überleben wird, ist auch das mit der Investition in ein Startup verbundene Risiko sehr hoch.

Rund 90% aller börsennotierten Startups scheitern. Das Risiko, das investierte Geld zu verlieren, ist entsprechend hoch.

Daher gilt die Devise: Abwarten und Tee trinken und erst einmal sehen, wie sich das Unternehmen schlägt.

Mehr zum Thema: Dropbox: Junges Start-Up mit Milliardengewinnen ist vielversprechend

Wenn alles für eine Investition spricht, so ist auch dann Geduld das oberste Gebot. Denn wenn man in ein Startup investiert, kann es auch bei Erfolg Jahre dauern, bis sich die Investition rentiert.

Aufgrund des hohen Risikos von Startups ist also angeraten, sich vor der Investition gründlich zu informieren, einen langen Atem zu bewahren und schließlich nur so viel in Startups zu investieren, wie man notfalls verschmerzen könnte zu verlieren.

2. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.