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Ihre Steueridentifikationsnummer können Sie leicht finden

Ab Januar 2008 wurde die Steuer-Identifikationsnummer – neudeutsch auch Taxification Identification Number (TIN) – schrittweise an alle Bundesbürger ausgeteilt.

Doch was passiert, wenn Sie diese Nummer verlieren?

So bringen Sie Ihre TIN in Erfahrung

Glücklicherweise erwartet sie beim Verlust der Steuer-Identifikationsnummer kein Marsch durch den Behördendschungel.

Sie müssen lediglich zum Telefonhörer greifen und die Hotline anrufen, die Sie unter der Nummer 01805-43783837 erreichen.

Dort geben Sie an, dass Sie Ihre persönliche Identifikationsnummer verloren bzw. vergessen haben.

Steuer-Identifikationsnummer wo?: Diese Daten werden benötigt

Folgende Daten müssen Sie angeben, damit Ihnen ihre Steuer-Identifikationsnummer erneut zugeschickt werden kann:

  • Name
  • Vorname
  • Adresse
  • Geburtsort
  • Geburtsdatum

Als Alternative zum Anruf bei der Hotline bietet sich der praktische Weg per E-Mail an.

Senden Sie Ihre Daten an info@identifikationsmerkmal.de und teilen Sie mit, dass Sie Ihre Steuer-Identifikationsnummer verloren haben.

Sie können Ihre Daten auch per Post an das Bundeszentralamt für Steuern an folgende Adresse schicken:

Bundeszentralamt für Steuern

Referat St II 3

53221 Bonn

Da die Steuer-Identifikationsnummer dem Datenschutz unterliegt, wird Sie Ihnen ausschließlich schriftlich mitgeteilt.

Bitte beachten Sie dabei, dass es aufgrund des hohen Anfragevolumens zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann.

Auch wenn Sie mit wenig Aufwand Ihre eigene Steuer-Identifikationsnummer wieder in Erfahrung bringen können, sollten Sie vorsichtshalber eine Kopie Ihrer TIN machen.

Ideal ist es auch, die TIN digital auf Ihrem PC abzuspeichern – so können Sie jederzeit auf Sie zugreifen.

Ihre Steuer-Identifikationsnummer finden Sie auch auf der aktuellen Lohnsteuerkarte 2010 oder sie ergibt sich aus dem letzten Einkommenssteuer-Bescheid.

Ab 2012 werden Daten elektronisch zur Verfügung gestellt

Die relevanten Daten fließen beim Bundeszentralamt für Steuern in eine Datenbank zusammen.

Ab spätestens 2012 soll es dann ganz in der Verantwortung der Finanzverwaltung liegen, dem Arbeitgeber alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die zur Besteuerung erforderlich sind.

Statt der Lohnsteuerkarte benötigt der Arbeitgeber nur noch die Steuer-Identifikationsnummer.

Auf einen Beweis für seinen besonders trockenen Humor wollte das Bundesministerium für Finanzen in seiner Mitteilung nicht verzichten: Die Abschaffung der Lohnsteuerkarte hat keinerlei Auswirkungen auf die Steuererklärung – sie muss also weiterhin wie gewohnt gemacht werden.

Das Finanzministerium dreht den Pappkarten den Rücken zu und wendet sich mit ELStAM dem Bürokratieabbau entgegen.

Mehr zum Thema: Wo finde ich meine Steuernummer auf der Lohnsteuerkarte?

Der Wechsel zu einem elektronischen und papierlosen Verfahren hat mehrere Vorteile:

  • Arbeitnehmer müssen künftig keine Lohnsteuerkarte mehr beim Arbeitgeber abgeben
  • Wird der Zeitplan eingehalten, so fällt ab dem 1. Januar 2011 die getrennte Zuständigkeit von Finanzämtern und Gemeinden weg, wenn Lohnsteuer-Abzugsmerkmale geändert werden sollen
  • Die Gemeinden sparen Geld, weil sie keine Lohnsteuerkarten mehr drucken und versenden lassen müssen – jährlich wurden bislang mehr als 40 Millionen Lohnsteuerkarten verschickt
  • Arbeitgeber können Lohnsteuerdaten jederzeit abrufen und überprüfen

6. November 2009

Von: Tino Hahn. Über den Autor