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Steuererklärung: Diese Änderungen erwarten Sie 2015

Viele empfinden sie als lästig, gemacht werden muss sie trotzdem: die Steuererklärung. Bereits im Vorfeld zu wissen, dass am Ende eine Steuerrückzahlung ansteht, erleichtert den Aufwand etwas. Dafür muss jedoch erst alles richtig ausgefüllt werden.

Jedes Jahr gibt es neue Regelungen was die Steuerzahlung angeht, weshalb sich Steuerzahler im Vorfeld gründlich informieren sollten. Auch für die Steuererklärung 2015 gibt es einige Neuerungen, die für Steuerzahler wichtig zu wissen sind. Die Kirchensteuer, Unterhaltszahlungen und Lebensversicherungen sind von den Neuerungen betroffen.

Sparer aufgepasst: Ab 2015 gelten neue Regeln für die Kirchensteuer

Eine Neuerung in der Steuererklärung 2015 betrifft die Kirchensteuer für Kapitalerträge. Hatten Sparer bisher die Wahl, ob der Abzug der Kirchensteuer über die Einkommensteuererklärung erfolgen oder ob die Bank die Kirchensteuer einbehalten soll, so nimmt der Fiskus Sparern diese Entscheidung ab 2015 ab. Ab dem 01. Januar 2015 erfolgt der Einzug der Kirchensteuer automatisch über die Bank. Das heißt für alle Sparer mit Kirchensteuerpflicht, dass Schummeln ab diesem Datum nicht mehr möglich ist.

Wichtig ist, dass beim Finanzamt hinterlegt ist, ob jemand kirchensteuerpflichtig ist oder nicht. Gehört ein Sparer keiner Konfession an, kann er anhand seiner letzten Gehaltsabrechnung überprüfen, ob alles richtig eingetragen ist. Vom Finanzamt holen sich die Banken die Informationen über die Religionszugehörigkeit und ziehen auf Basis dieser die Kirchensteuer ein.

Wollen Sparer nicht, dass ihre Daten automatisch von den Banken beim Finanzamt eingeholt werden, können sie dagegen Widerspruch einlegen. Formulare dafür gibt es unter www.formulare-bfinv.de.  In diesem Fall sind Anleger verpflichtet, ihre Kirchensteuer über die Einkommenssteuer zu bezahlen.

Weitere Neuerungen für die Steuererklärung 2015

Der Grundfreibetrag, bis zu dem keine Steuern gezahlt werden müssen, wurde 2014 von 8.130 € auf 8.354 € erhöht. Erst ab dem 8.355. Euro müssen Einkünfte im Jahr 2014 versteuert werden. Für das Jahr 2015 soll der Steuerfreibetrag aller Voraussicht nach ebenfalls wieder erhöht werden. Der genaue Betrag ist aber noch unklar.

Für Unterhaltszahlungen, die in der Steuererklärung geltend gemacht werden können, soll ab 2015 die Steueridentifikationsnummer der unterhaltenen Person vermerkt werden. Die Identität dieser Person soll somit ohne Zweifel festgestellt werden können.

Eine weitere mögliche Neuerung betrifft Lebensversicherungen. Nach dem Verkauf dieser sollen die Auszahlungen beim Eintritt des Versicherungsfalls steuerpflichtig sein. Vor 2015 waren sie steuerfrei. Wird eine Lebensversicherung aufgrund einer Scheidung oder eines Todesfalls übertragen, dann sind die Auszahlungen steuerfrei.

Was Steuerpflichtige für ihre Steuererklärung 2015 wissen müssen

Die größte Neuerung in der Steuererklärung dürfte für Sparer die gesonderte Regelung für den Abzug der Kirchensteuer sein. Prinzipiell müssen sie sich dabei um nichts kümmern, außer wenn sie dieser Regelung widersprechen wollen. Bei Fragen dazu können sich Betroffene mit ihrer Bank oder mit dem Finanzamt in Verbindung setzen.

Die Frist für die Steuererklärung 2015 ist wie immer der 31. Mai. Lassen Steuerpflichtige ihre Steuererklärung von einem Steuerberater erstellen, dann gilt eine Frist bis zum 31. Dezember.

5. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.