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Steuererklärung: Auch Lehrer können einiges absetzen

Seine Steuererklärung auszufüllen und Belege für eventuelle Abzüge geltend zu machen, kostet viele Angestellte hohe Überwindung. Da zumindest die Lohnsteuer bei Festangestellten automatisch abgezogen wird, wollen sich viele den zusätzlichen Aufwand sparen.

Dabei können auch festangestellte Arbeitnehmer wie zum Beispiel Lehrer einige Punkte zur Senkung der Steuerlast heranziehen.

Durch entsprechende Belege kann die Steuererklärung auch Lehrern bares Geld sparen

Das Problem: Die Meisten wissen nicht, welche Kosten sie als berufsbedingte Aufwendungen vom Finanzamt anerkannt bekommen können. Gerade bei Lehrern ist das eigentlich eine ganze Menge: Der erste Punkt sind Arbeitsmittel. Jeder Gegenstand, der in erster Linie für berufliche Zwecke angeschafft und verwendet wird, kann als Werbungskosten abgezogen werden.

Dazu gehören typischerweise Schreib- und Beschriftungsmaterialien, Aktentaschen, -ordner und andere Ordnungssysteme, Druckerpatronen, Kopierkarten und natürlich der eigene Computer.

Steuererklärung für Lehrer: Arbeitsmittel, Fachliteratur und Arbeitszimmer als Werbungskosten abziehbar

Zweitens: Fachliteratur. Bücher und Zeitschriften, die sich inhaltlich mit dem eigenen beruflichen Themengebiet befassen, können als Fachliteratur den Werbungskosten zugeschlagen werden. Hierbei sollten die Kaufbelege aber im besten Fall die vollständigen Titel enthalten.

Drittens: Kosten für Fernkommunikation. Hierunter fallen sowohl Ausgaben für Telefon- als auch Internetbenutzung.

Wenn Sie als Lehrer vieles per Telefon erledigen oder koordinieren müssen (Klassenausflüge, Elterngespräche, Konferenzen) oder das Internet für die Unterrichtsvorbereitung nutzen, können diese Kosten anteilig als Werbungskosten geltend gemacht werden. 20€ im Monat bekommt man dabei meist ohne Einzelnachweise durch.

Viertens: Versicherungskosten. Die Aufwendungen für Rechtsschutz- oder Unfallversicherungen, die im direkten Zusammenhang mit der Tätigkeit als Lehrer stehen, können zu Teilen angerechnet werden.

Selbst ohne eine gesonderte Bescheinigung des Arbeitgebers erkennt der Fiskus in der Regel 50% der Beiträge an, zum Beispiel, wenn es sich um eine Unfallversicherung für den Weg zur Arbeitsstätte handelt.

Fazit: So sparen Sie als Lehrer bares Geld durch die Steuererklärung – mit Arbeitszimmer und Co.

Fünftens: Das Arbeitszimmer. Die gesetzlichen Bestimmungen hierzu sind in den letzten Jahren mehrfach geändert worden. Doch immer noch gilt, dass Sie ein Zimmer, das hauptsächlich dem Arbeiten dient, inklusive Einrichtung (Schreibtisch, Regale, etc.) als Werbungskosten von der Steuer abziehen können.

Voraussetzung ist aber, dass es sich dabei wirklich um einen baulich abgetrennten Raum handelt, der in erster Linie für Ihre berufliche Tätigkeit genutzt wird.

Da Lehrer natürlich mehr als die Hälfte ihrer Tätigkeit in der Schule ausüben, kann das Arbeitszimmer nicht komplett abgesetzt werden. Es bleibt aber die Obergrenze-Regelung. Sie besagt, dass 1.250€ pro Jahr abgesetzt werden können, allerdings nur mit entsprechenden Belegen. All dies sind Möglichkeiten für Lehre, etwas von ihrer Steuer abzusetzen.

16. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.