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Steuererklärung für Vereine: Das muss beachtet werden

Der Kelch der alljährlichen Steuererklärung zieht an niemandem vorbei, egal ob Angestellter oder selbstständiger Freiberufler.

Auch gemeinnützige Vereine müssen eine Steuererklärung abgeben. Wir erläutern die Besonderheiten, die dabei beachtet werden sollten.

Die Steuererklärung im Verein ist Aufgabe des Vorstandes

Die Vorsitzenden eines Vereins haben es doppelt schwer: Zum einen kann die Vereinsarbeit manchmal langwierig und anstrengend sein. Und als wenn das nicht schon genug wäre, müssen sie auch noch die Steuererklärung für den Verein machen.

Diese ist aber besonders für gemeinnützige Körperschaften wichtig, denn das Finanzamt überprüft anhand der Angaben, ob der Verein die Voraussetzungen für diese Bezeichnung überhaupt erfüllt. Ist das so, dann winken steuerliche Vergünstigungen wegen der gemeinnützigen Ausrichtung.

Ein großer Vorteil dabei ist, dass diese so genannte „Körperschaftsprüfung“ nicht jedes Jahr durchgeführt wird. In der Regel begnügt sich der Fiskus mit einer Überprüfung der Dokumente alle 3 Jahre. Die Angaben müssen dann allerdings den gesamten Zeitraum umfassen, auch wenn das Hauptaugenmerk auf dem aktuellen Jahr liegt.

Steuererklärung für Vereine: Überprüfung der wirtschaftlichen Tätigkeiten

Zur Überprüfung der Gemeinnützigkeit geht es in erster Linie natürlich um alle wirtschaftlich relevanten Tätigkeiten des Vereins.

Die Vorgaben und Voraussetzungen für die steuerlichen Vorteile unterscheiden sich je nach Art der Körperschaft. So werden zum Beispiel Wohlfahrts-, Künstler- oder Sportvereine jeweils unterschiedlich besteuert und in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit bewertet.

Doch egal, um welche Art von Verein es sich handelt, es werden in jedem Fall bestimmte Formulare benötigt, die auch als Vorlagen im Internet gefunden werden können. Das Kernstück ist dabei der so genannte Körperschaftssteuerbescheid.

Je nach Notwendigkeit kommt dann noch eine oder mehrere Spendenbescheinigungen dazu und natürlich die Überschussermittlung in Form einer Bilanzierung aller Einnahmen und Ausgaben.

Hierbei ist zu beachten, dass ein gemeinnütziger Verein am Ende der Rechnung lediglich geringfügige Gewinne erwirtschaften darf. Die Obergrenze liegt hier bei maximal 35.000 € pro Jahr.

Steuererklärung: Vereine dürfen nur begrenzte Einnahmen haben

Eine Ausnahme besteht, wenn die Rücklagen erwiesenermaßen zur Fortführung der gemeinnützigen Tätigkeit oder zur notwendigen Instandhaltung von vereinsbezogenen Räumlichkeiten oder Geräten verwendet werden. Diese Verwendung muss dann allerdings möglichst direkt und zeitnah umgesetzt werden.

Grundsätzlich unterscheidet das Finanzamt bei Vereinen nämlich zwei Sorten: wirtschaftliche Geschäftsbetriebe und reine Zweckbetriebe. Ein Verein, der als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb agiert, darf zwar Gewinne erzielen. Er erhält die Steuervorteile jedoch nur, wenn diese unterhalb der 35.000 €-Grenze liegen.

Der Zweckbetrieb dagegen bezeichnet eine gemeinnützige Körperschaft, die sämtliche Einnahmen umgehend in Aktivitäten fließen lässt, die den Zielsetzungen des Vereins entsprechen. Ein genauerer Blick in die eigene Vereinssatzung vor Ausfüllen der Steuererklärung kann daher oftmals nützlich sein.

6. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.