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Steuererklärung: Tipps zur fristgerechten Abgabe 2012

Der 31. Mai 2012 gilt als fester Abgabetermin für die Steuererklärung. Tipps können jedoch im Ernstfall zu einer Fristverlängerung führen. Die Strafen für eine Nicht-Abgabe der Steuererklärung sind immens. Bis zu 25.000 € können in diesem Fall vom Finanzamt als Zwangsgeld eingefordert werden.

Kein Wunder also, dass sich der Großteil der Steuerzahler um eine fristgerechte Einreichung der Erklärung bemüht. Diese erfolgt in jedem Jahr bis spätestens zum 31. Mai.

Steuererklärung: Mit Tipps schneller zum Geld

Um früher an Ihr Geld zu kommen, sollten Sie die Abrechnung jedoch so früh wie möglich nach dem Jahreswechsel erledigt und abgeschickt haben. Die Bearbeitung der eingegangenen Formulare beginnt bei den Finanzämtern nämlich bereits im März – die entsprechenden Bescheide werden kurz darauf verschickt.

Wichtig ist: Diese Frist gilt nur für diejenigen unter den Steuerzahlern, die ihre Steuererklärung nicht auf freiwilliger Basis abgeben. In einem solchen Fall würde die Frist komplett entfallen.

Zur Abgabe verpflichtet sind hingegen Ehegatten, die sich in der Steuerklasse III oder VI befinden. Auch Angestellte, die über Nebeneinkünfte verfügen oder ihren Lohn von verschiedenen Arbeitgebern ausbezahlt bekommen, sind von der Pflicht betroffen. Wer die rechtzeitige Abgabe trotz bestehender Pflicht nicht einhalten kann, sollte sich rechtzeitig um eine Fristverlängerung bemühen.

Mit formlosem Schreiben zur Fristverlängerung

Hierzu genügt ein formloses Schreiben, das die Steuernummer und die Phrase „Antrag auf eine Fristverlängerung für die Einkommenssteuererklärung des Jahres XY“ enthält. Damit diesem Antrag stattgegeben wird, sollten Sie natürlich einen Grund eingeben. Neben einer Krankheit oder einer längeren Dienstreise kann auch bei fehlenden Unterlagen eine Fristverlängerung erbeten werden.

Ganz wichtig: Diesen Grund sollten Sie bei Nachfragen natürlich auch belegen können. Oftmals wird darauf hingewiesen, dass der Abgabetermin auch per Telefon nach hinten verschoben werden kann. Diese Tipps zur Steuererklärung sollten Sie allerdings nicht ernst nehmen, weil Sie bei Problemen später keine schriftliche Belege vorweisen können.

Vorsicht bei vermeintlichen Fehlern im Bescheid

Seien Sie übrigens sehr vorsichtig bei vermeintlichen Fehlern in Vermerken auf Ihrem Steuerbescheid, der im Normalfall eine Verlängerung der Einspruch-Frist auf ein Jahr zur Folge hätte.

Im vergangenen Jahr hatte eine Frau vor dem Finanzgericht Münster geklagt, weil in ihrem Vermerk ein Hinweis auf eine Einspruchsmöglichkeit per E-Mail fehlte. Daher sei die Rechtsbehelfsbelehrung im Anhang nicht mehr fehlerfrei gewesen und somit ungültig.

Das Gericht folgte dieser Ansicht jedoch nicht. Die Rechtsbehelfsbelehrung sei auch ohne den Vermerk rechtskräftig, da die abgedruckten Sätze an sich keine Fehler enthielten. Ein Einspruch vor dem Bundesfinanzhof wurde nach der Verhandlung zwar angekündigt, ist bisher jedoch noch nicht verhandelt worden.

Ersparen Sie sich also im besten Fall den Stress und halten Sie die Fristen des Finanzamtes ein. Gelingt Ihnen das nicht, greifen Sie zu den einfachen Tipps für eine Fristverlängerung der Steuererklärung.

19. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.