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Steuerfreibeträge – die wichtigsten Änderungen für 2014

Auch in 2014 stehen wieder einige Änderungen in Sachen Steuerfreibeträge und Bemessungsgrenzen an. Dabei gibt es auch durchaus erfreuliche Neuerungen für Steuerpflichtige.

Erhöhung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer

Eine gute Nachricht für alle Steuerzahler ist die Erhöhung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer um 224 € auf nun jährlich 8.354 € pro Einkommensteuerpflichtigem bzw. 16.708 € pro Ehepaar.

Hintergrund der Anhebung ist, dass das Bundesverfassungsgericht ein höheres gesichertes Existenzminimums fordert.

So werden vor allem Geringverdiener und Minijobber durch die Anhebung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer entlastet. Alle anderen mit einem regelmäßig höheren Einkommen werden diese Entlastung dagegen eher kaum spüren.

Reform des Reisekostenrechts

Vor allem Arbeitnehmer, die vielfach dienstlich reisen, werden sich über die Änderungen des Reisekostenrechts freuen. Pendler sind vor allem von der Einführung der „ersten Tätigkeitsstätte“, die die „regelmäßige Arbeitsstätte“  ersetzt, betroffen. Dabei muss die „erste Tätigkeitsstätte“ zwingend ein bestimmter fester Ort sein.

Künftig ist der tägliche Arbeitsweg von der Wohnung zur „ersten Tätigkeitsstätte“ nach wie vor über die Entfernungspauschale absetzbar. Für alle sonstigen Fahrten bzw. Arbeitstätigkeiten außerhalb der Wohnung und der „ersten Tätigkeitsstätte“ jedoch gilt von nun an die günstigere Dienstreisenpauschale.

Darüber hinaus gelten ab 2014 neue Verpflegungspauschalen bei Dienstreisen. Die Höhe der Pauschale ist dabei von der Dauer abhängig. Für alle Auswärtstätigkeiten ab 8 bis 24 Stunden gibt es 12 €, für solche ab 24 Stunden gibt es 24 €. Hinzu kommt bei mehrtägigen Dienstreisen eine Pauschale für den An- und Abreisetag von jeweils 12 €, wobei die Dauer der Reise unerheblich ist.

Doppelte Haushaltsführung schwerer steuerlich nutzbar

Schwieriger wird es dagegen bei doppelter Haushaltsführung. Hier wird der monatlich geltend zu machende Betrag auf 1.000 € gedeckelt. Hinzu kommen striktere Bedingungen; Künftig muss der Arbeitnehmer belegen können, dass er sich mit mindestens 10% an den Hauptwohnsitzkosten beteiligt, um eine Steuerbegünstigung für den Zweitwohnsitz zu erhalten.

Neue Beitragsbemessungsgrenze für Pflege-, Krankenversicherung und Rentenversicherung

Bei der Pflege- und Krankenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze 2014 um 1.350 € auf nun jährlich 48.600 €. Für die meisten Steuerzahler wird sich diese Anhebung jedoch eher weniger bemerkbar machen.

Die Beitragsbemessungsgrenze bei der Rentenversicherung steigt in den alten Bundesländern um ganze 1.800 € auf nunmehr 71.400 € pro Jahr. In den neuen Bundesländern sind es nun 60.000 € pro Jahr. Diese Änderungen betreffen daher in erster Linie Besserverdiener.

Fazit – nicht alle Änderungen sind für jeden relevant

Durch die Anhebung des Grundfreibetrags profitieren alle Einkommensteuerpflichtigen, auch wenn die Ersparnis unterschiedlich stark ins Gewicht fällt. Von der Reformierung der Reisekosten haben dagegen nur Steuerzahler etwas, die dienstlich unterwegs sind. Und für alle mit Zweitwohnsitz wird die steuerliche Begünstigung bei doppelter Haushaltsführung schwieriger.

Von der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze der Pflege- und Krankenversicherung sind nur wenige Steuerpflichtige betroffen. Die Änderungen der Bemessungsgrenze der Rentenversicherung berühren vornehmlich Besserverdiener.

19. März 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.