MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Steuerfreibetrag: Studenten können steuerfrei hinzuverdienen

Einen Steuerfreibetrag kann man grundsätzlich von der Höhe der Einkünfte abziehen – man zahlt also auf dieses Einkommen in keinem Fall Steuern. In Deutschland liegt der Einkommenssteuerfreibetrag 2013 bei 8130 Euro. 2014 wird er gemäß den Empfehlungen den Neunten Existenzminimumberichts auf 8354 Euro steigen.

Steuerfreibetrag hilft Studenten bei Finanzierung des Studiums

Durch den Steuerfreibetrag können zum Beispiel Studenten neben dem Studium abgabenfrei etwas hinzuverdienen, um zum Beispiel Studiengebühren und Lehrmittel zu finanzieren.

Der Steuerfreibetrag funktioniert anders als die Steuerfreigrenze. Bis zu einer gewissen Einkommenshöhe zahlt man durch sie keine Steuern. Übersteigt man diesen Betrag, muss man auf seine gesamten Einkünfte Abgaben leisten.

Abzüge: geringere Einkommensgrenze bei Bafög

Studenten, die Bafög bekommen, sollten jedoch möglichst nicht mehr als 400 Euro im Monat verdienen. Kommen sie nämlich über diese jährliche Grenze von 4800 Euro, zieht der Staat 78 Prozent des Bruttoeinkommens vom Bafög ab. Letzteres ist in der Regel zur Hälfte ein Zuschuss und zur Hälfte ein zinsloses Darlehen.

Zum persönlichen Einkommen gehören übrigens auch Verdienste aus freiwilligen Praktika. Verdienen Studenten zwischen 400 und 800 Euro im Monat, müssen sie – wie andere Geringverdiener – neben eventuellen Bafögminderungen auch 20 % Lohnsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag in Kauf nehmen.

Außerdem müssen sie einen Arbeitnehmerbeitrag von 9,95 % für die Rentenversicherung leisten. Wenn Studenten jedoch nicht das ganze Jahr über arbeiten, lohnt es sich eventuell, eine Steuererklärung auszufüllen, um einen Teil der Lohnsteuer zurückzubekommen.

Steuerfreibetrag – Studenten können Sonderausgaben geltend machen

Zudem können Studenten ihren Steuerfreibetrag ausweiten. Kosten für das Erststudium können sie unter gewissen Bedingungen bis zu einer Grenze von 6000 Euro pro Jahr als Sonderausgaben anrechnen lassen. Dafür darf der Studienort nicht Lebensmittelpunkt sein. Dieser muss woanders sein – zum Beispiel bei den Eltern.

Indizien dafür sind regelmäßige Besuche am Wochenende, Mitgliedschaft in Vereinen oder auch ein eingetragener Erstwohnsitz. Kosten für das Erststudium sind zum Beispiel die Miete, Fahrtkosten oder auch die Ausgaben für einen neuen Computer.

Steuerfreibetrag Studenten: Hoffnung auf Anrechnung als Werbekosten

Diese Regelung ersetzt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2011, das zwei Klägern – einem Piloten und einer Ärztin – die Anrechnung des Erststudiums als Werbungskosten gewährte. Der Vorteil davon: Die Kosten der letzten 4 Studienjahre können die beiden Kläger als Verluste auf die Einkommen ihrer ersten Berufsjahre vortragen.

Diese Entscheidung hebelte der Bundestag jedoch kurze Zeit später aus. Schließlich hätte eine solche Werbungskosten-Regelung den Bund Milliarden gekostet. Als Trostpflaster erhöhte das Parlament den Maximalbetrag für Sonderausgaben um 2000 Euro.

Trostpflaster ist „Mogelpackung“

Lohnsteuerhilfevereine bezeichneten die Entscheidung des Bundestags als Mogelpackung. Schließlich kann man Sonderausgaben nur im laufenden Jahr geltend machen. Werbungskosten hingegen kann man auf einkommensstärkere Jahre vortragen. Studenten hoffen deshalb immer noch auf eine Revision der Entscheidung des Bundesregierung.

28. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.