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Steuerklassen: Rechner des Finanzministeriums schafft Klarheit

Es ist bekannt – eine Hochzeit kann auch finanzielle Vorteile bringen, wie auch der Vergleich der Steuerklassen im Rechner des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) zeigt.

So werden zwar beide Ehepartner zunächst gemeinsam in die Steuerklasse 4 eingeordnet, ein Wechsel in die Steuerklassen 3 und 5 kann sich jedoch lohnen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn beide Ehepartner unterschiedlich gut verdienen und somit monatlich deutlich verschiedene Steuerabgaben zu leisten haben.

Durch den Wechsel in die Steuerklasse 3 kann der Besserverdienende auf die doppelten Freibeträge zurückgreifen. Die Steuerlast sinkt dadurch deutlich. Im Gegenzug verzichtet der Partner jedoch auf seinen Grundfreibetrag sowie alle möglicherweise anfallenden Kinderfreibeträge.

Hier kann in jedem Fall ein Blick in den Rechner des Finanzministeriums lohnend sein, um die passenden Steuerklassen zu errechnen.

Steuerklassen-Rechner: Lohnsteuer einfach vergleichen

Um Ihre Lohnsteuer zu berechnen, klicken Sie auf der Seite des BMF-Steuerrechners auf „Berechnung der Lohnsteuer“. Dort können Sie nun – erneut unter „Berechnung der Lohnsteuer“ das in Frage kommende Jahr auswählen und nach einem weiteren Klick Ihre Daten eingeben. Sind alle Daten korrekt, berechnet der Steuerrechner die anfallenden Kosten. Diesen Rechner können Sie also nutzen, um die beste Steuerklasse für Sie und Ihren Ehepartner zu finden.

Steuerklassen-Rechner im Beispiel

Ein Beispiel: Sabine und Manfred Schultze wurden nach der Hochzeit automatisch durch das Finanzamt in die Steuerklassen 4 eingeordnet. Während Frau Schultze einen monatlichen Bruttolohn von 2.500 € erwirtschaftet, erhält Herr Schultze ein Monatsgehalt in Höhe von 1.200 € brutto. Mit Hilfe des Steuerklassen-Rechners kann das kinderlose Ehepaar nun die für sie am besten geeignete Steuerklassen-Kombination ausrechnen.

In Steuerklasse 4 muss Frau Schultze nun als Mitglied der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung ohne gesonderte Freibeträge eine Lohnsteuer von 335,58 €, einen Solidaritätszuschlag von 18,45 € sowie Kirchensteuer in Höhe von 26,84 € zahlen. Die gesamten steuerlichen Abgaben belaufen sich also auf 380,87 €. Bei Herrn Schultze belaufen sich die Steuern unter den gleichen Voraussetzungen auf insgesamt 41,75 €. Insgesamt zahlt das Ehepaar in Steuerklasse 4 demnach monatliche Abgaben in Höhe von 422,62 €.

Wechsel der Steuerklasse lohnt in vielen Fällen

Wechselt Frau Schultze hingegen als deutlich Besserverdienende in Steuerklasse 3, belaufen sich ihre monatlichen Abgaben auf nur noch 122,16 € für die Lohnsteuer sowie 9,77 € für die Kirchensteuer. Der Solidaritätszuschlag entfällt komplett.

Die Steuerabgaben für Herrn Schultze steigen hingegen an. So zahlt er nun monatlich Gesamtabgaben in Höhe von 181,11 €. Insgesamt beläuft sich die Steuerlast für das Ehepaar jedoch auf nur noch 303,27 € – eine monatliche Ersparnis von 119,35 €.

Der Einsatz des Rechners kann sich also vor dem Wechsel der Steuerklassen durchaus lohnen. Auch bei Gehältern, die deutlich näher beieinander liegen als in unserem Beispiel, kann eine Umstellung immer noch zu Ersparnissen im zweistelligen Bereich führen – und das monatlich.

Die Umstellung an sich ist dabei relativ einfach. Diese muss einfach schriftlich beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Das Formular hierfür kann auf der Seite des Bundesfinanzministeriums heruntergeladen werden.

13. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.