MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Steuern: 2014 kommen neue Regeln für Reisekosten

Für die Steuererklärung 2014 stehen schon jetzt einige Änderungen fest. Beim Reisekostenrecht soll es zu einer deutlichen Erleichterung für Steuerzahler kommen.

Unter anderem wird dabei die Pendlerpauschale deutlich eindeutiger gefasst. Ab 2014 ist hier nämlich nicht mehr die Rede von einer „regelmäßigen Arbeitsstätte“. Ersetzt wird dieser Begriff durch die „erste Tätigkeitsstätte“.

Pendler 2014 nur noch mit einer Arbeitsstelle

Dies bedeutet, dass jeder Pendler nur noch eine Tätigkeitsstätte hat, für die die Pendlerpauschale gilt. Alle anderen Berufsorte fallen somit unter eine Berufsreise, für die Reisekosten anteilig oder komplett erstattet werden müssen.

Falls mehrere Arbeitsstätten existieren, muss der Arbeitgeber entscheiden, welcher Ort zukünftig als „erste Tätigkeitsstätte“ gelten soll. Bei dieser muss es sich zwingend um einen festen Ort handeln. Um diese Tätigkeitsstätte auch vor dem Finanzamt anerkennen zu können, muss der Arbeitnehmer dort mindestens 48 Monate, besser noch unbefristet oder zumindest bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses arbeiten. Bei einer auf unter 48 Monate befristeten Tätigkeit an diesem Ort gilt der gesamte Aufenthalt als Auswärtstätigkeit.

Finanzielles Plus bei Auswärtstätigkeit

Besucht der Arbeitnehmer eine Arbeitsstelle, die nicht als erste Tätigkeitsstelle gilt, kann er Fahrtkosten in Höhe von 30 Cent pro Kilometer berechnen. Hinzu kommen Verpflegungspauschbeträge für die ersten drei Monate sowie mögliche Unterkunftskosten. Beträgt die Auswärtstätigkeit mehr als 48 Monate, können jedoch nur maximal 1.000€ im Monat für Unterbringungskosten abgerechnet werden. Nebenkosten wie Bahnfahrten können ebenfalls abgerechnet werden.

Zahlt der Arbeitgeber diese Kosten nicht, kann der Berufstätige diese in seiner Steuererklärung 2014 als Werbungskosten absetzen. Während einer Dienstreise steht jedem Arbeitnehmer eine Pauschale für seine Verpflegung zu. Diese ist in drei Stufen gestaffelt.

Der zu berechnende Satz richtet sich dabei nach der Abwesenheit von der üblichen Wohnung oder Berufsstätte und schwankt ab 2014 zwischen 12 € bei einer Tätigkeit von mindestens 8 Stunden bis hin zu 24 € für einen gesamten Tag.

Bund befürchtet Steuerminus

Von der neuen Regelung profitieren vor allem Arbeitnehmer ohne feste Tätigkeitsstätte. Dazu zählen zum Beispiel Taxi- oder LKW-Fahrer. Dass die neue Regelung überhaupt in Kraft treten kann, war übrigens lange unklar.

Grund hierfür sind befürchtete Mindereinnahmen in Höhe von 220 Millionen Euro, die der Bund an Steuereinnahmen verbuchen kann. Erst im Dezember 2012 kam dann doch die Entscheidung für die neuen Reisekosten.

Aber nicht nur diese Änderung ist bereits gesichert und wird sich auf die Steuererklärung 2014 auswirken. Genau wie 2013 wird auch 2014 der Steuerfreibetrag weiter ansteigen. Dieser steigt im zweiten Schritt von aktuell 8.130€ auf dann 8.354€ an. Für einen Durchschnittsverdiener bedeutet das ein Plus von rund 2€ im Monat.

5. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.