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Steuern absetzen – Hausbau und Objektnutzung

Für das privat genutzte Wohneigentum gibt es nur begrenzte steuerliche Hilfe. Richtig Steuern absetzen? Hausbau für gewerbliche Zwecke! Die Möglichkeiten, Steuern im Zusammenhang mit einer Immobilie zu sparen, sind ausgesprochen vielfältig. Aber die Vorteile für den Steuerpflichtigen ergeben sich nicht so sehr aus dem Bau selbst, sondern aus den Funktionen, die damit verbunden werden können.

Diese Grundkonstellation bedingt aber auch, dass selbst genutztes Wohneigentum kaum Möglichkeiten für steuerliche Vorteile birgt. Für Steuern absetzen beim Hausbau, der für Vermietungszwecke vorgesehen ist, gibt es dagegen schon per se Vorteile, denn Vermietung stellt eine gewerbliche Nutzung dar.

Steuern absetzen beim Hausbau für eigene Wohnzwecke

Der Hausbau selbst ist nicht steuerlich absetzbar.

Vom Staat gibt es jedoch eine Reihe von Zuschüssen und Förderungen.

Die bekannteste Förderung ist das so genannte Wohn-Riester-Modell, das zur Schaffung von Wohneigentum als Altersvorsorge eine günstige Finanzierung darstellt.

Staatliche Förderung beim Hausbau in verschiedenen Bereichen

Staatliche Unterstützung gibt es auch bei der energetischen Ausstattung eines Hauses oder bei der Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange.

Eine echte steuerliche Absetzbarkeit gibt es nur für Kosten beim Grundstückserwerb oder Immobilienkauf beim Notar oder beim Grundbucheintrag. Diese können als Werbungskosten abgesetzt werden.

Steuerhilfe bei der Objektnutzung

Darüber hinaus können Hausbesitzer 20% des Handwerkerlohns (nicht des Materials!) für haushaltnahe Dienstleistungen bis zu einer jährlichen Gesamthöhe von 1.200 € steuerlich geltend machen. Bis zu 4.000 € Gesamtausgaben für 20% des Lohns von Haushalthilfen, Gärtnern oder Reinigungskräften können ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden.

Steuern absetzen beim Hausbau ist zudem möglich, wenn erneuerbare Energien in die eigene Wohnimmobilie integriert werden. Der Betreiber einer Photovoltaikanlage etwa wird im Sinne des Steuerrechts zum Kleinunternehmer und kann so Abschreibungen vornehmen wie bei einem Objekt mit gewerblichem Zweck.

Steuern absetzen – Hausbau für gewerbliche Zwecke

Ist der Hausbau mit dem Erzielen von Einkünften verbunden, ändert sich die Haltung des Finanzamtes sehr deutlich. Denn das Vermieten von Wohnraum stellt eine gewerbliche Tätigkeit dar, und wird nach den Prämissen der Gewinnermittlung besteuert. Danach sind alle laufenden Ausgaben für das Vermietungsobjekt in voller Höhe steuerlich absetzbar.

Das betrifft Renovierungen genauso wie Modernisierungen, aber auch Schuldzinsen, die Grundsteuer, die Müllabfuhr, die Reinigung des Schornsteins, die Treppenreinigung, die Hausversicherung oder die Abschreibung technischer Geräte und Einrichtungen. Selbst bei Leerstand hilft das Finanzamt: Werbungskosten, die zur Vermietung des Leerstandes notwendig sind, werden vom zu versteuernden Gewinn abgezogen.

Fazit: Teilweise Vermietung kann sich lohnen

Steuern absetzen beim Hausbau wird attraktiv, wenn bei der Nutzung die Vermietung ins Spiel kommt. Es ergibt daher Sinn, auch für das eigene Wohneigentum eine teilweise Vermietung einzuplanen. Dann können laufende Kosten oder Renovierungen zumindest teilweise steuerlich geltend gemacht werden.

24. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.