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Steuern bei GmbH: Die Besonderheiten im Beispiel dargestellt

Die Steuern sind für eine GmbH, wie für jedes Unternehmen, eine wichtige Komponente der Finanzplanung.

Für die Gesellschaftsform der GmbH gibt es bei den Steuern einige Faktoren, die sich von anderen Gesellschaftsformen wie der GbR oder der OHG unterscheiden.

Beispiel Körperschaftsteuer

Eine in Deutschland beheimatete GmbH zahlt auf erzielte Gewinne Körperschaftsteuer. Der Steuersatz beträgt hier 15%. Dazu kommen noch 5,5% Anteil der ermittelten Körperschaftsteuer als Solidaritätszuschlag. Zusammen ergibt dies eine steuerliche Belastung von 15,825%.

Verdeckte Gewinnausschüttungen wie beispielsweise Leistungen an den Gesellschafter, die nicht berechnet werden, dürfen nicht gewinnmindernd angesetzt werden.

Sollte das Unternehmen Verluste erzielen, können diese bei einer GmbH bis zu einer gewissen Grenze ins Vorjahr oder ins Folgejahr übertragen werden. Der Aufwand für die Körperschaftsteuer einer GmbH ist nicht als Betriebsausgabe absetzbar.

Beispiel Gewerbesteuer

Im Unterschied zu den Gesellschaftsformen der OHG, der GbR und der KG gibt es für die GmbH bei der Gewerbesteuer keinen Steuerfreibetrag. Aus dem Gewinn, dem Gewerbeertrag, wird die Gewerbesteuer wie folgt ermittelt: Zunächst wird der Gewerbeertrag auf volle 100 abgerundet.

Dieses Ergebnis wird dann mit dem Pauschalsatz von 3,5% und dem für jede Gemeinde einzeln festgesetzten Hebesatz multipliziert. Dieser Hebesatz beträgt, als Beispiel, für die Stadt Köln 475%. Für eine in Köln beheimatete GmbH würde sich damit eine Gewerbesteuerbelastung von 3,5% * 475% = 16,625% ergeben. Die aktuellen Hebesätze für die Gewerbesteuer sind bei der jeweiligen Gemeinde zu erfragen.

Geschäftsführergehalt und Gewinnausschüttung in den Steuern einer GmbH

Das Gehalt des Geschäftsführers ist bei einer GmbH, anders als bei anderen Gesellschaftsformen, steuerlich absetzbar, sofern es sich um eine angemessene und regelmäßige Gehaltszahlung handelt, die auch vertraglich festgelegt wurde. Der Geschäftsführer hat auf dieses Gehalt dann die entsprechenden Steuern, die bei Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit anfallen, abzuführen.

Werden entstandene Gewinne nicht zur Bildung von Rücklagen verwendet, sondern an die Gesellschafter ausgeschüttet, unterliegen diese der Abgeltungssteuer. Der Gesellschafter hat für diese Zuflüsse Einkommensteuer in Höhe von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer zu entrichten.

Steuern für GmbH im Beispiel berechnet

Umsatzerlös der GmbH: 200.000,00 €
Personalkosten (inkl. Geschäftsführergehalt):100.000,00 €
sonstige Kosten: 80.000,00 €
Gewinn vor Steuern: 20.000,00 €
Körperschaftsteuer: 3.000,00 €
Solidaritätszuschlag: 165,00 €
Gewerbesteuer (Beispiel Köln):325,00 €

Steuern für GmbH in der Praxis

Die hier gezeigte Beispielrechnung ist natürlich eine sehr verkürzte Darstellung der Thematik rund um die Steuern einer GmbH. In der Praxis ist es immer anzuraten, die Unterstützung durch Fachleute, die alle aktuellen Vorgaben parat haben, zu Hilfe zu nehmen.

2. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.