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Das sind die Steuern bei Hausverkauf, Erbe oder Schenkung

Der Gesetzgeber sieht Steuern bei Hausverkauf, Erbe oder sogenannten Privatgeschäften vor. Die Kenntnis der Vorschriften lohnt sich. Bei jeder Transaktion in Deutschland verdient der Staat mit: über die Mehrwertsteuer bei Waren und Dienstleistungen, über den Abschlag auf Kapitalerträge, bei Immobilienkäufen und in Erbschaftsangelegenheiten.

Steuern beim Hauskauf oder Erbe sind jedoch schwerer zu standardisieren. Deswegen gilt hier eine Reihe von besonderen Festlegungen. Für Immobilienkäufer und Erben ist es sinnvoll, ihre Transaktionen nach diesen Regelungen auszurichten, um evtl. überflüssige Zahlungen an das Finanzamt zu vermeiden. Schenkungen zu Lebzeiten beispielsweise sind steuerfrei.

Steuern beim Hausverkauf – Erbe der Spekulationsbegrenzung

Beim Erwerb eines Hauses wird die Grunderwerbsteuer fällig, die jedoch zu Lasten des Käufers geht. Damit ist der Staat (in diesem Fall die Länder) bereits zu mindestens 3,5% an der Transaktion beteiligt, wobei immer mehr Länder diesen Satz erhöhen.

Aber auch der Hausverkäufer wird zur Kasse gebeten, wenn das Finanzamt mit Gewinn rechnet. Dazu gibt es die sogenannte Spekulationsfrist von 10 Jahren. In dieser Zeit sind Steuern beim Hausverkauf grundsätzlich vorgesehen.

Sie zahlen nur dann keine Steuern, wenn das Haus ohne zusätzlichen Gewinn verkauft wird oder Sie das Haus innerhalb der Spekulationsfrist als eigenes Wohneigentum genutzt haben. Als Mindestzeit werden dafür das Jahr der Veräußerung und die beiden vorangegangenen Jahre angesehen.

Steuern beim Hausverkauf: Berechnung

Im Falle des Zugewinns ohne eigene Wohnnutzung geht der Verkauf als Einnahme in die Steuererklärung des betreffenden Jahres ein. Die Höhe der zu zahlenden Steuer für den Hausverkauf wird dann von Ihrem Einkommensteuersatz abhängig gemacht. Der persönliche Einkommensteuersatz richtet sich nach dem zu versteuernden Einkommen.

Sie können sich über Ihren Einkommensteuersatz, der sich neben Ihrem Arbeitseinkommen oder Erträgen aus Kapital bzw. Vermietung dann auch aus dem Hausverkauf ergibt, online informieren.

Steuern beim Erbe, Schenkungen zu Lebzeiten steuerfrei

Auch beim Erben ist der Staat beteiligt, sofern der Nachlass aus Immobilien, Bargeld oder Vermögensgegenständen besteht. Allerdings richtet sich die Höhe der Steuern beim Erbe nach dem Wert des Nachlasses und nach dem Verwandtschaftsgrad der Erben. Das Erbrecht sieht dafür die Festsetzung von Freibeträgen und die Einordnung der erbberechtigten Personen in Steuerklassen vor.

Ehegatten können bis zu 500.000 €, Kinder bis zu 400.000 € und Enkel bis 200.000 € steuerfrei erben. Beträge darüber hinaus werden in der Steuerklasse I veranlagt. Die Bedingungen für Geschwister und alle übrigen Erben sowie die Höhe der Erbschaftssteuer nach Vermögenswert können Sie dieser Aufstellung entnehmen.

Steuern beim Hausverkauf aus Erbe

Bei der Festlegung der Steuern beim Hausverkauf aus Erbe wird der Verkehrswert zugrunde gelegt. Dieser wird aus allgemeinen Kriterien gewonnen. Es empfiehlt sich daher, ein eigenes Gutachten zu beauftragen, um wertmindernde Sachverhalte in die Beurteilung des Verkehrswerts einbringen zu können.

Das kann einige Tausend Euro Steuer sparen. Keine Erbschaftssteuer zahlen Sie, wenn der Erblasser die Immobilie bis zum Eintreten des Erbfalls selbst genutzt hat oder der Erbe mindestens 10 Jahre ab Übernahme selbst in der Immobilie wohnt.

24. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.