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Steuern: Das ändert sich für Sie in 2016

Niemand wird in Traurigkeit verfallen, wenn er weniger Steuern an das Finanzamt zu zahlen hat. Durch die Steueränderungen, die ab 2016 wirksam werden, könnte genau das eintreten. Denn der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt und das Kindergeld wird leicht erhöht.

Von den nun in Kraft getretenen Erleichterungen wird jeder Steuerpflichtige profitieren, auch wenn sich die finanziellen Vorteile oft in Grenzen halten. Denn dabei handelt es sich letztlich in erster Linie um eine Anpassung an gestiegene Lebenshaltungskosten.

Steueränderungen 2016: Anstieg des Grundfreibetrags der Einkommensteuer

Im Jahr 2015 war bei der sehr geringen Erhöhung des Grundfreibetrages für die Steuerzahler nicht viel herausgekommen. Zum damaligen Zeitpunkt bewirkte die leichte Anhebung von 8.354 auf 8.472 €, dass sich die Einkommensteuer für Singles um bis zu 23 € (für gemeinsam veranlagte Paare bis zu 46 €) reduzierte.

Dagegen fällt der Erhöhung des Grundfreibetrages der Einkommensteuer für 2016 (von 8.472 € um 180 € auf 8.652 €) deutlich üppiger aus. Um der so genannten „kalten Progression“ entgegen zu wirken, wird darüber hinaus der Einkommenssteuertarif um 1,48 % „nach rechts“ verschoben.  Steuerzahler können sich auf bis zu 156 € weniger Abgaben gegenüber 2014 freuen.

Steuerpflichtiges Einkommen in €Steuer 2016 in €weniger Steuern als 2014 in €
für Singles
30.0005.46890
40.0008.826114
50.00012.636144
60.00016.805156
für gemeinsam veranlagte Paare
40.0005.120148
60.00010.936180
80.00017.652228
120.00033.610312

Ein Onlinerechner wie beispielsweise der des Bundesministeriums für Finanzen zeigt Ihnen, wie viel Lohn­steuer je nach Steuerklasse fällig wird. Für Allein­erziehende ist es empfehlenswert, Steuerklasse II zu beantragen, dadurch zahlen sie weniger Lohn­steuer. Einmal pro Jahr kann ein Wechsel der Steuerklasse beim Finanz­amt beantragt werden.

Erhöhung der Kinderfreibeträge, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags

Auch bei der Anhebung der Kinderfreibeträge, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags handelt es sich um eine Maßnahme zum Ausgleich der gestiegenen Lebenshaltungskosten. Der Kinderfreibetrag, auf den jedes Elternteil Anspruch hat, steigt in 2016 von 2.256 € um 48 € auf 2.304 €. Unverändert bleibt der zusätzliche Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf von 1.320 € pro Kind.

Zu Beginn des Jahres 2016 steigt auch das Kindergeld. Für das 1. und das 2. Kind erhöht es sich von 188 € um 2 € auf 190 €, für das 3. Kind von 194 € um 2 € auf 196 € und für das 4. Kind von 219 € ebenfalls um 2 € auf 221 €. Der zusätzliche Kinderzuschlag für bedürftige Familien wird ebenfalls angehoben. Dieser steigt um 20 € von 140 € auf 160 €.

1. Februar 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.