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Steuern für Selbstständige: So vermeiden Sie hohe unerwartete Nachzahlungen

Für jeden Selbstständigen ist es wichtig, sich mit dem Thema Steuern auseinanderzusetzen. Zu den wichtigsten Steuerarten gehören beispielsweise die Einkommensteuer, Gewerbesteuer sowie die Vor- und Umsatzsteuer. Welche Steuer für Sie relevant ist und worauf Sie dabei achten müssen, hängt dabei auch von der Rechtsform ab. Wir haben die wichtigsten Steuern hier für Sie zusammengefasst.

Einkommenssteuer für Selbstständige

Personengesellschaften (z.B. Einzelunternehmer, GbR, OHG ) werden, im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften, nicht separat besteuert. Die relevanteste Steuerart für Selbstständige mit einer Personengesellschaft ist die Einkommensteuer.

Zum Einkommen zählt der Gewinnanteil (nach Abzug der Betriebskosten), der auf den jeweiligen Gesellschafter entfällt. Nicht vergessen werden dürfen weitere Einkommensarten des Selbstständigen, z.B. aus unselbstständiger Arbeit oder Vermietung.

Der Gewinn wird, zusammen mit anderen Einkünften des Selbstständigen, mit dem Einkommenssteuersatz (unter Berücksichtigung des persönlichen Steuerfreibetrags) besteuert.  Auch Selbstständige mit Kapitalgesellschaften zahlen Einkommenssteuer, sofern Sie sich ein Geschäftsführergehalt auszahlen.

Gewerbesteuer für Selbstständige

Selbstständige Gewerbetreibende sind dazu verpflichtet Gewerbesteuer an die Kommune zu entrichten. Die Höhe der Gewerbesteuer richtet sich dabei nach dem jeweiligen Hebesatz der Kommune und dem Unternehmensertrag. Für Personengesellschaften und natürliche Personen gilt ein Freibetrag von 24.500 Euro pro Jahr. Bei Kapitalgesellschaften beträgt dieser Freibetrag 5.000 Euro. Selbstständige, die freiberuflich tätig sind, zahlen keine Gewerbesteuer.

Gewerbesteuer muss quartalsweise vorausgezahlt werden und kann nicht als Betriebsausgabe bei der Berechnung der Einkommens- und Körperschaftsteuer geltend gemacht werden.

Körperschaftsteuer für Selbstständige

Selbstständige mit einer Kapitalgesellschaft (z.B. GmbH, UG , AG) müssen Körperschaftssteuer auf den Gewinn der Gesellschaft abführen. Dieser Gewinn wird mit 15, 5 % besteuert zzgl. einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % des Steuerbetrages. Wird der Gewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet, so  wird außerdem eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zzgl. 5,5, % Solidaritätszuschlag auf die Steuer fällig. Auch die Körperschaftssteuer wird vierteljährig vorausgezahlt.

Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuer für Selbstständige

Sowohl Personen- als auch Kapitalgesellschaften sind umsatzsteuerpflichtig. Dies bedeutet, dass beim Verkauf von Waren und Dienstleitungen Umsatzsteuer (oder auch Mehrwertsteuer) abgeführt werden muss. Der allgemeine Satz in Deutschland beträgt 19 %. Ein ermäßigter Satz von 7 % gilt beispielsweise für Hoteliers und Journalisten.

Von der Umsatzsteuerschuld kann die Vorsteuer abgerechnet werden, die auf (fast) alle unternehmensbezogenen Einkäufe bezahlt wird.

Tipp: Alle Kleinunternehmer können Sie sich von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen.

Lohnsteuer für Selbstständige 

Wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen, sind Sie als Selbstständiger dazu verpflichtet, die Lohnsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. 

Unerwartete Steuernachzahlungen rechtzeitig verhindern

Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit fühlen sich viele Gründer mit dem Thema Steuern überfordert. Um unerwartete Steuernachzahlungen zu vermeiden, sollten Sie diszipliniert und gewissenhaft mit dem Thema Steuer umgehen und zusehen, dass Sie genug Mittel „auf der hohen Kante“ haben, um ihren Steuerverpflichtungen nachzukommen. In jedem Fall sollten Sie einen Steuerberater zur Rate ziehen.

19. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Nina Tack
Von: Nina Tack. Über den Autor

Nina Tack ist Volkswirtin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Wirtschaft und Finanzen.