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So sparen Sie Steuern in der Geldanlage

Aktien, Immobilien, Edelmetalle: Sie alle gelten als Formen der Geldanlage. In fast jeder Anlage findet sich jedoch auch Potenzial zum Steuern sparen.

Ausländische Geldanlage mit Sparpotenzial

Wer Geld im Ausland anlegt, zahlt auch darauf Steuern – sofern ein Unternehmen Dividenden auf Aktien oder Anleihen ausschüttet. Da es teils Doppelbesteuerungsabkommen gibt, teils nicht, sind die Regelungen unterschiedlich. Einige Steuerzahlungen können Sie in Deutschland anrechnen lassen, andere nicht. Auch dies kann in Ihre künftigen steueroptimierten Investitionen einfließen.

Falls Sie zu einem Staat und der Handhabung der Steuerzahlungen beziehungsweise zur Anrechenbarkeit Fragen haben, wenden Sie sich an die Internetseite des Bundeszentralamtes für Steuern.

Dort finden Sie Links auf ausländische Quellensteuer-Regelungen oder Antragsformulare für den Umgang mit den Steuern in fremden Ländern. Dort finden sich zudem detaillierte Hinweise auf die Regelungen zu ausländischen Investmentfonds, bei denen es einige Komplikationen geben kann.

Beim Umgang mit diesen Instrumenten ist entscheidend, ob die Dividenden einbehalten werden oder ausgeschüttet und wo der Hauptsitz der Verwaltungsgesellschaft ist. Informationen dazu erhalten Sie auch beim Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen.

In der folgenden Tabelle finden Sie die Regelungen zu den Dividenden sowie Zinsen und unter Vorbehalt deren Anrechenbarkeit.

Aktien: Quellensteuern und Anrechenbarkeit

LandQuellensteuer DividendenAnrechenbar
Ägypten0%0%
Argentinien0%20%
Australien0%15%
Belgien15-25%15%
Bosnien-Herzegowina0-10%0%
China0-20%10%
Dänemark15-28%15%
Finnland28%15%
Frankreich25%15%
Griechenland21%21%
Großbritannien0%0%
Indien0-10%10%
Irland0%0%
Island20%15%
Israel20-25%25%
Italien12.5%-27%15%
Japan7%15%
Kanada25%15%
Kroatien0%0%
Lettland10%10%
Litauen20%15%
Luxemburg15%15%
Mexiko0%0%
Neuseeland15-30%15%
Niederlande15%15%
Norwegen0-25%0%
Österreich25%15%
Polen19%15%
Portugal20%15%
Russland15%15%
Schweden30%15%
Schweiz35%15%
Serbien10%0%
Singapur0%0%
Slowakei0%0%
Spanien19%0%
Südafrika0%0%
Südkorea20%15%
Tschechien15%15%
Türkei15%15%
USA15%15%

In Sachen Anleihen

In den vergangenen Jahren haben Steueroptimierer regelmäßig Anleihen empfohlen, für die es ohne weitere Nachweise Steuergutschriften beim deutschen Finanzamt gab. Diese Steuergutschriften haben dann die Rendite erhöht, wenn beispielsweise weniger Steuern fällig waren.

Wir empfehlen, diese Wertpapiere nicht zu erwerben. Denn immer mehr der entsprechenden Abmachungen werden inzwischen einkassiert. Das heißt: Sie können sich nicht darauf verlassen, dass die Regelungen auch in einem Jahr noch gelten.

Quellensteuern und Anrechenbarkeit von Anleihen

LandQuellensteuer ZinsenAnrechenbar
Ägypten20%15%
Argentinien15-35%15%
Australien0-10%10%
Belgien15%15%
Bosnien-Herzegowina8-10%0%
China0-20%15%
Dänemark0%0%
Finnland0%0%
Frankreich0%0%
Griechenland0-20%10%
Großbritannien0-20%0%
Indien10-20%10%
Irland20%0%
Island20%0%
Israel0-15%15%
Italien0-27%10%
Japan15%10%
Kanada0-25%0%
Kroatien0-35%0%
Lettland0-10%10%
Litauen0-15%10%
Luxemburg0-35%0%
Mexiko4,9-30%10%
Neuseeland0-15%10%
Niederlande0-15%0%
Norwegen0%0%
Österreich0-35%0%
Polen20%5%
Portugal8,6-21,5%15%
Russland0-30%0%
Schweden0%0%
Schweiz0-25%0%
Serbien0-10%0%
Singapur0-15%8%
Slowakei19%0%
Spanien0-19%10%
Südafrika0%0%
Südkorea20%10%
Tschechien15%0%
Türkei0-15%15%
USA0-30%0%

Abgeltungssteuer kostet mehr als 50% der Erträge

Dabei ist es wertvoll, Steuern zu sparen. Denn der Steuersatz von 25% plus Kirchensteuer (je nach Bundesland 8% oder 9% auf die gezahlte Steuer) sowie der Solidaritätszuschlag summieren sich zu etwa 28%.

Dies ist jedoch allenfalls die halbe Wahrheit. Denn die Steuer ist rechnerisch noch einmal deutlich höher. Dazu können wir eine Musterrechnung entwickeln.

Angenommen, Sie erhalten eine Verzinsung von 5% oder eine entsprechende Dividende auf Aktien. Diese 5% unterliegen theoretisch der Abgeltungssteuer von 30%, wie wir überschlägig kalkulieren. Dies wäre ein Abzug von 1,5%-Punkten, den Sie auf jeden Fall zahlen müssen. Allerdings wird die Inflationsrate in Deutschland von zumindest 2,5% Ihre Rendite deutlich reduzieren.

Die Rechnung lässt sich umstellen. Wenn Sie beachten, dass Sie netto nach Inflation, aber vor Steuern lediglich 2,5% Ertrag haben, sind 1,5%-Punkte Steuer bezogen auf diese 2,5% bereits 60% Steuersatz.

Da Sie in fast keiner anderen Anlageform eine höhere Rendite erwirtschaften – mit Ausnahme von Aktien, wie noch zu zeigen sein wird -, ist diese Besteuerung fast gang und gäbe. Fällt die Bruttorendite noch geringer aus, werden die faktischen Steuern noch höher ausfallen.

 Faktische Besteuerung bei unterschiedlichen Zinsen

ZinsenInflationsrateWirkliche Steuer
4,00 %2,50 %80,00 %
3,50 %2,50 %105,00 %
3,00 %2,50 %180,00 %
2,51 %2,50 %7530,00 %

Das bedeutet: Sobald sich Ihre Verzinsung der Inflationsrate nähert, verlieren Sie faktisch Alles an den Staat.

Umgekehrt bedeutet dieser Hinweis auch, dass die Abgeltungssteuer bezogen auf die Realrendite gigantische Ausmaße annehmen wird und es deshalb wichtig ist, die Abgeltungssteuer selbst auch hohe Nettorenditen nach Inflationsrate zu optimieren. Daraus ergeben sich zunächst „Verbote“, die Ihre Geldanlage optimieren werden.

Meiden Sie diese Geldanlagen

Zur Erinnerung: Es kostet Sie hohe bis höchste Abgeltungssteuern, wenn die Nettorendite nach Abzug der Inflationsrate zu gering ist. Selbst wenn die Inflationsrate von 1,9%, die für Ende 2012 in Deutschland ausgewiesen wurde, noch 2013 gültig wäre: viele Anleihen schaffen noch nicht einmal dann eine akzeptable Rendite. Denn:

Wenn Sie 2% Zinsen kassieren, werden daraus etwa 0,6% für die Abgeltungssteuer fällig. Selbst, wenn die Nettorendite noch 0,1% beträgt, werden Sie nach Abzug der Abgeltungssteuer eine negative Rendite erzielen. Die Abgeltungssteuer bei 0,6% von 0,1%-Punkten wäre demnach zudem eine Belastung in Höhe von 600%.

Daraus ergeben sich aus steuerlicher Sicht folgende Empfehlungen:

  • Investieren Sie nicht in kurzlaufende Anleihen – unabhängig davon, ob diese von Unternehmen oder scheinbar attraktive Staatsverzinsungen entstehen.
  • Investieren Sie nicht in langlaufende Anleihen, wenn diese nicht mindestens 5% Rendite bringen. Denn: Darauf würden 1,5%-Punkte Steuern fällig. 1,5%-Punkte auf Nettorenditen von 3,1% sind indes immer noch viel zu hoch. Zudem beachten Sie bitte: Hohe Zinsen wie hier 5% sind in der Regel mit höheren Risiken verbunden. Deshalb wäre die Anforderung: Zinsen von 5% und mehr und Ratings von „A“ oder besser.
  • Investieren Sie nicht in Mittelstandsanleihen, wenn es um „Steuersparen“ geht. Denn die Zinsen sind zwar oft hoch (7% und mehr), aber die Risiken werden meist unüberschaubar sein. Wenn, kaufen Sie Mittelstandsanleihen, sofern Sie diese hinreichend kennen.
  • Kaufen Sie – wenn es um niedrige Steuern geht – keine Discount-Zertifikate oder Bonus-Zertifikate mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr. Die Renditen können zwar höher als bei 8% liegen, indes müssten Sie sofort die Inflationsrate abziehen und wären dann beispielsweise bei 6%. Eine Abgeltungssteuer von 2,5%-Punkten auf 6% jedoch entsprechen wieder einer fast 50%igen Versteuerung, sodass unter steuerlichen Gesichtspunkten Langfristanlagen die bessere Alternative sind.
  • Vermeiden Sie unter diesem Aspekt zudem vor allem Aktien-Anleihen, die jetzt wieder stärker beworben werden. Diese lauten auf die Aktien von Unternehmen wie etwa Siemens oder der Deutschen Telekom. Allerdings sind die scheinbaren Zinsen von beispielsweise 12% eine Obergrenze für Ihre Gewinne und Sie tragen Kursrisiken. Denn sinken die Aktienwerte unter bestimmte Marken, werden Sie mit Aktien beliefert. Deren Nominalwert liegt dann allerdings deutlich über dem richtigen Marktwert, sodass Verluste entstehen.
  • Meiden Sie Steuersparmodelle, die mit Verlusten beginnen – sofern es nur um die Steuerersparnis geht. Denn in vielen Fällen lässt sich nicht kaufmännisch seriös kalkulieren, ob überhaupt die Gewinnzone erreicht wird.

Steuersparmöglichkeiten mit verschiedenen Geldanlagen

Immobilien im Steuercheck

Eine Möglichkeit, mit Immobilien bares Geld zu sparen, ist die Vermietung an Angehörige. Denn hierbei können Sie erhebliche Vorteile einstreichen. Dabei haben sich die steuerlichen Voraussetzungen seit 2012 geändert.

Bis dato mussten Vermieter aus Sicht des Finanzamtes zumindest 56% der ortsüblichen Vergleichsmiete erheben. Dabei geht es darum, dass Werbungskosten anerkannt werden sollen.

Höhere Vergleichsmiete bringt bares Geld

Inzwischen hat sich die Höhe der ortsüblichen Miete auf 66% erhöht. Allerdings genießen Sie dabei einige Vorteile gegenüber den bisherigen Regelungen. Denn sind diese Mietzinsen tatsächlich erreicht, können Sie als Vermieter

  • Abschreibungen (auf Anschaffungen zugunsten der Vermietung)
  • Versicherungen
  • Erhaltungsaufwendungen
  • Grundsteuer
  • Schornsteinfeger

steuerlich geltend machen. Wenn Sie weniger als 66% verlangen, können Sie die o.g. Kosten nur zu einem entsprechend niedrigeren Prozentsatz geltend machen. Dies war in früheren Jahren anders.

Hier wurde eine „Totalüberschussprognose“ verlangt, wenn die Miete nur zwischen 56% und 75% lag. Deshalb ist die neue Regelung günstiger. Entscheidend ist die „ortsübliche Miete“.

Ortsübliche Mieten ergeben sich für Wohnungen in „gleicher Lage“ und gleicher Ausstattung. Maßgeblich sind die Mietspiegel, die es für Ihre Kommune gibt oder für die Nachbarkommune gibt. Das heißt:

  • Orientieren Sie sich im Zweifel auch an der Kommune, für die Sie günstigere Mietspiegel erhalten.
  • Dabei sind die Mietspannen innerhalb der Mietspiegel nicht wie oft vom Finanzamt angewandt Richtlinien für Durchschnittswerte. Sondern Sie können sowohl die untere als auch die obere Grenze für die korrekte Miete anwenden.

Im Beispiel sieht das folgendermaßen aus: Wenn Sie eine Wohnung an Ihre Eltern vermieten und die ortsübliche Miete für eine solche Wohnung bei 10 € pro Quadratmeter liegt, können Sie bei einem Mietspiegel-Ausweis von 9,20 € – 10,80 € wie folgt kalkulieren: 9,20 * 66% = 6,07 Euro pro Quadratmeter sind die Grenze, um jeden Cent an Aufwendungen abzusetzen.

Außergewöhnliche Belastungen

Auch außergewöhnliche Belastungen durch eine Sanierung lassen sich steuerlich geltend machen. Es ist damit zu rechnen, dass der Staat im Zuge der Sanierung auch diese Maßnahmen kassiert. Daher bietet es sich, schnellstmöglich zu agieren.

Dabei kommen verschiedene Gründe in Betracht:

  • Krankheiten – fordern Sie hier jedoch ein amtsärztliches Attest ein (hier ist ein BFH-Urteil vom 19. April 2012 maßgeblich, Aktenzeichen: VIR 74/10).
  • Hochwasserschäden
  • Brände
  • private außergewöhnliche Belastungen

Verluste aus Vermietung geltend machen

Wenn Sie in einem Jahr Verluste erwirtschaften, etwa weil die Immobilie leer gestanden hat oder Aufwendungen höher als die Erträge waren, können Sie diese steuerlich geltend machen. Dies geschieht in zwei Verfahren:

  • Verluste aus mehreren Objekten verrechnen Sie gegeneinander.
  • Wenn Sie nur mit einer Wohnung vermieten, können Sie die Miete mit anderen Einkünften wie etwa Einkommen aus der Arbeitstätigkeit verrechnen.
  • Wenn die Verluste die Einkommen übersteigen, werden Verluste automatisch in das vorhergehende Steuerjahr rückübertragen. So werden Ihnen – in dem Fall als Vermieter – die zuviel bezahlten Steuern vom Finanzamt zurücküberwiesen.

Offene oder geschlossene Immobilienfonds

Es ist aus unserer Sicht falsch, Immobilienfonds – ob in geschlossener oder offener Form – zu kaufen.

Denn die möglichen Verluste, die anders als in vielen früheren Jahren auch bei offenen Immobilienfonds inzwischen auftreten, gleichen über die anfänglichen steuerlichen Gewinne durch ausfallende respektive verschobene Steuerzahlungen nicht aus.

So lassen sich die Fonds an den Fondsbörsen inzwischen kaum noch verkaufen. Vor allem geschlossene Fonds sind mit deren Anteilen auch an den Fondsbörsen wie in Hamburg kaum handelbar und damit illiquide.

Wer Steuern mit Immobilien sparen möchte, ohne eigene Immobilien zu kaufen, wird mit Immobilienaktien die besseren Investitionen vollziehen.

Immobilienaktien halten Sie dabei bitte am besten so lang wie möglich und nutzen damit den Steuerspareffekt über die Stundung der jährlichen Abgeltungssteuer. Die Aktienauswahl sollte sich an folgenden Kriterien orientieren:

  • Die Aktie sollte ein niedriges KGV aufweisen, also ein günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis in der Nähe von 10.
  • Am besten sind Immobilien mit einem hohen NAV aufgestellt. Dies betrifft die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen und spiegelt das Anlagevermögen wider.

Edelmetalle als weitere Steuerspar-Möglichkeit

Auch mit Edelmetall-Investitionen können Sie Steuern sparen. Dabei legen Sie in Silber oder Gold an und lassen die noch geltende Regelungen zur Einkommenversteuerung gegen oder für sich gelten.

Das heißt:

  • Noch gilt die Regelung, dass Sie nach Einkommensteuersatz und nicht nach der Abgeltungssteuer besteuert werden. Dabei sind die meisten Investoren über die Einkommensteuer zunächst schlechter gestellt, wenn dieser Satz höher ist als der Abgeltungssteuersatz.
  • Allerdings bedeutet diese Regelung, dass Sie auch nach einem Jahr diese Form der Spekulationssteuer nicht mehr entrichten müssen. Im Gegenteil:
  • Sie werden nach einem Jahr steuerfrei gestellt. Dies gilt allerdings nur für physische Edelmetalle und deren Erträge und nicht für Zertifikate oder andere Formen der Anleihen auf Edelmetalle.
  • Zudem zahlen Sie Mehrwertsteuer: Für Gold bis zu kleinen Münzgrößen sind dies 7%, für Barren ab einer Unze werden 19% fällig. Silber unterliegt generell der höheren Mehrwertsteuer von 19%.

Das hat für die Geldanlage Folgen: Kaufen Sie Gold und Silber möglichst in Form von physischen Geldanlagen und nicht als Zertifikate, wenn Sie an Edelmetalle glauben.

Einschub: Gold und Silber vor steigenden Kursen

Für 2013 spricht Vieles dafür, dass Sie mit steigenden Gold- und Silberpreisen rechnen dürfen. Technische Analysten haben bei beiden Edelmetallen Aufwärtstrends diagnostiziert. Zudem sind fundamental die Aussichten gut, weil Währungen offensichtlich durch den neuen und zunehmenden Druck von neuem Papiergeld schwächer werden.

Lediglich in Phasen von Wirtschaftswachstum mit noch höheren Raten wird Papiergeld theoretisch Wert behalten können. Dabei gilt, dass Sie auch bei der Mehrwertsteuer Geld und damit Steuern sparen können.

Bei Silber können Sie wählen: Wer in der Schweiz kauft, zahlt keine Mehrwertsteuer. Erst, wenn Sie das Edelmetall wieder über die Grenze nach Deutschland einführen, müssen Sie Mehrwertsteuer zahlen.

Sie sparen diese Last also, wenn Sie jenseits der Grenze kaufen und in einem der Freilager halten. Informationen dazu erhalten Sie direkt nach der Grenze in der Schweiz.

Barren lohnen nur bei hohen Geldbeträgen

Die Gold-Mehrwertsteuerbelastung können Sie dementsprechend reduzieren, wenn Sie sich auf Münzen konzentrieren. Barren bieten sich dann an, wenn Sie große Geldmengen investieren können.

Denn die Produktionskosten für die Barren sind geringer. Damit sind Barren aber auch im Einkauf günstiger.

Hier streiten sich also Kosten und Steuern, sodass die besten Investitionsentscheidungen von der Investmenthöhe abhängen.

Dann halten Sie die Investments für einen Zeitraum von mehr als einem Jahr, um keine Einkommen- oder Abgeltungssteuer zahlen zu müssen. In aller Regel gelten frühere Steuerregelungen weiter, sodass Sie nicht befürchten müssen, dass die nächsten Steuerreformen im Nachhinein diese Vorteile wieder vom Tisch nehmen.

Allerdings empfiehlt es sich, möglichst schnelle Entscheidungen zu treffen, da der Finanzbedarf des Staates aus unserer Sicht immer größer wird.

Dabei wird stets befürchtet, der Staat könne Gold konfiszieren. Dies ist theoretisch möglich, wenn das staatliche Interesse auf dem Spiel steht. Deshalb steht auch hier in Frage, weitere Goldformen im Depot aufzunehmen.

Wer ausschließlich auf physisches Gold setzt, benötigt dafür zusätzlich Safes oder ähnliche Aufbewahrungsorte. Dann ließe sich das Risiko staatlicher Konfiszierungsmaßnahmen streuen.

Alternativ dazu kaufen Sie am besten Fonds, die gold- oder silberhinterlegt sind. Dabei haben Sie einen Auslieferungsungsanspruch. Derzeit ist strittig, welche Fonds wie besteuert werden sollen.

Ein faktisch tatsächlich besicherter Fonds wie der ZKB Gold von der Zürcher Kantonalbank soll nach dem Fiskus-Willen der Abgeltungssteuer unterliegen. Der Steuerberater kann bei der Suche nach dem besten Fonds ebenfalls behilflich sein.

Wer Zertifikate kauft, muss mit der Abgeltungssteuer kalkulieren. Hier unterliegen sämtliche Gewinne der fast 30 prozentigen Versteuerung.

Indes: Wer die Wertpapiere möglichst lange hält, wird über den beschriebenen Zins- und Zinseszinseffekt den Staat mit ins Boot holen und die an sich zu zahlenden Steuern zinsfrei in das Edelmetall investieren.

Folge: Sie können im Laufe der Jahre von Steuervergünstigungen in Höhe von ungefähr 13%-Punkten ausgehen. Sie zahlen dann nur 15% bis 16% Steuern.

Aktienanlagen aus steuerlicher Sicht empfehlenswert

Aus steuerlicher Sicht empfiehlt es sich daher, in Aktien anzulegen. Aktien bringen langfristig eine Rendite von mehr als 7%. Hier einige Daten zu den Aktienmärkten der vergangenen Jahrzehnte:

Weltweit haben Aktien der entwickelten Länder (im Westen mit ausgesprochen stabilen Aktienbörsen) nach öffentlich zugängliche Untersuchen, wie sie beispielsweise Gerd Kommer zusammengefasst hat (u. a. in „Die Buy-and-hold-Bibel) höchste Renditen erwirtschaftet.

Über alle Jahrzehnte seit dem Jahr 1900 bis zum Ende des Untersuchungszeitraums 2008 haben diese weltweiten Aktienanlagen eine Nettorendite nach Inflation in Höhe von 5,2% geschafft. Dabei gibt es lediglich zwei Jahrzehnte, in denen die Titel eine Minusrendite erwirtschaftet haben.

Dies war von 1910 mit dem ersten Weltkrieg sowie im Krisenjahrzehnt ab 2000 mit 3,6% jährlich bzw. –4,9%.

Für Investoren heißt dies, dass bei jährlichen Inflationsraten von 2,5% eine Bruttorendite von 7,7% unterstellt werden kann. Die Musterrechnung dazu: Wenn Sie darauf fiktiv 30% gezahlt hätten, wären 2,6%-Punkte fällig gewesen.

Die 2,6%-Punkte auf 5,2% Realrendite entsprechen immer noch einer Steuerquote in Höhe von 50%. Allerdings bleiben danach immer noch 2,6% als Nettorendite nach Steuern und Inflation und damit ein Ertrag, wie er nach keiner anderen Geldanlage dauerhaft erzielbar ist.

Wenn Sie die Steuern optimieren und solche Aktien längerfristig halten, dann reduziert sich die Steuer durch den angesprochenen Zins- und Zinseszinseffekt auf einen Wert von  ungefähr 15% bis 16% und damit um 13%-Punkte. Das wiederum würde bedeuten, dass die Steuerlast bei langfristigen Aktienanlagen zu einer Nettorendite von etwa 3,8% führen würde – nach Inflation und nach Steuern.

Verschiedene Aktien-Bereiche im Vergleich

Dabei haben unterschiedliche Bereiche verschiedene Renditen erbracht, die für Ihre Entscheidung maßgeblich sein werden. Deshalb ein kurzer Überblick:

Wachstumsaktien von Großunternehmen haben in den USA – als Vorbildmarkt – in den vergangenen gut 80 Jahren immerhin eine Rendite von 5,2% gebracht: auch nach Inflationsrate.

Wachstumsaktien von Kleinunternehmen haben am selben Markt immerhin 5,7% netto gebracht. Noch bessere Renditen ließen sch mit Substanzwertaktien erzielen, die sowohl für Groß- als auch Kleinunternehmen gemessen wurden.

Die „großen“ Aktien haben eine Rendite von 8,2% nach Inflationsrate gebracht. Die kleineren Titel brachten eine Nettorendite in Höhe von 10,5% nach Abzug der Preisinflationsrate. Das bedeutet:

Bis zu 10,5% würden bei einer 30 prozentigen Steuer ein Nettoergebnis von 7,2% jährlich erbringen. Dabei würden Sie mit der steueroptimierten Strategie, Aktien möglichst lange zu halten, sogar noch weit darüberhinausgehende Renditen erwirtschaften. 1,3%-Punkte bessere Ergebnisse bringen eine Nettorendite nach Inflation und Steuern in Höhe von 8,5%.

Das entspricht einer Performance von mehr als 126% nach zehn Jahren. Das heißt: Eine Aktieninvestition von 50.000 € würde – nach Inflation und damit bei voller Kaufkraft – ein Endvermögen von 113.049 bringen.

Daraus lässt sich wiederum nach erneuter Anlage nach Steuern und Inflation eine Rendite von ungefähr 10.000 € und damit fast 1000 € Rente monatlich organisieren.

Demgegenüber haben selbst die besten Anleihen in den vergangenen Jahrzehnten eine Rendite von lediglich 2,6% nach Inflation. Da die Bruttorendite bei 5,6% lag, entfiele darauf eine Steuer in Höhe von etwa 2%. Netto bleibt demnach auch im Langfristvergleich bei Anleihen fast nichts übrig.

Auch zum Goldpreis existieren Langfristdaten. Hier beträgt die Rendite von 1927 bis 2008 in einer 82-Jahres-Studie immerhin 1,6% nach Inflation.

Diese dürfte aktuell bei ungefähr 2% järhlich liegen. Wichtig ist dabei jedoch, dass Sie die Investition dann entsprechend über Jahre halten. Dann ist Gold wie oben beschrieben steuerfrei. 2% Vermögenszuwachs nach allen Abgaben und Inflationsraten sind eine stattliche Rendite.

Fazit: Immobilien oder Aktien zu empfehlen

Wer steueroptimiert investieren möchte, hat im wesentlichen zwei Möglichkeiten: Immobilien, die Sie selbst nutzen sowie Aktien. Immobilien mit Selbstnutzung bringen Steuererleichterungen durch die gesparte Miete – die Sie nicht versteuern müssen.

Aktien – und Edelmetalle – können Sie bei hohen Renditen lange halten. Damit investiert der Staat über die aufgeschobene Steuer die Geldanlage mit.

Meiden Sie hingegen Anleihen. Diese werden in den kommenden Jahren wertloser – und die Rendite sind nach Inflation sowie Steuern viel zu gering. Je schneller Sie Ihre Entscheidungen treffen, desto sicherer sind die hier aufgezeigten Steuerersparnisse.

Der Staat kann seine Steuergesetzgebung jederzeit ändern. In der Regel geschieht dies zumindest nicht rückwirkend. Beim nächsten Schritt dürfte allerdings die Abgeltungssteuer erhöht werden.

17. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.