MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Immobilie als Vorsorge: Diese Urteile helfen Ihnen

Wenn Sie eine Immobilie als Vorsorge erwerben, müssen Sie langfristig Haus oder Wohnung mit hoher Sicherheit umbauen – das Alter fordert seinen Tribut. Neue und/oder wichtige Urteile helfen Ihnen.

Nutzen Sie die Chancen, denn: die Abgaben und Steuern werden in den kommenden Jahren mit hoher Sicherheit steigen.

Der Treppenlift – ein Klassiker

Es fängt an mit dem Klassiker Treppenlift. Die Hilfe zur Überwindung der Stockwerke sind teuer, bis dato jedoch wollte sich der Staat an den Kosten nicht immer beteiligen. Für eine Vorsorge-Immobilie jedoch sind solche Investitionen unabdingbar.

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hilft. Hiernach können Sie auch die Kosten für einen so genannten Schräglift im Garten beteiligen, nachdem eine Klägerin mit starker Gehbehinderung die Auseinandersetzung gewonnen hat.

Wenn Sie sich mit dem lieben Nachbarn streiten, fällt dies in den Bereich der so genannten „Zivilprozesse“. Sind die Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang zumindest ebenso hoch wie die Verlustrisiken, dürfen Sie die Kosten des gesamten Prozesses als außergewöhnliche Belastung abziehen, so der Bundesfinanzhof.

Fertighäuser: Sanierung außergewöhnlich „belastend“

Auch bei Fertighäusern hilft die Justiz mit einem Urteil (so das Finanzgericht Niedersachsen sowie der Bundesfinanzhof). Im entschiedenen Fall ging es um die Sanierung einer Außenfassade wegen besonderer toxischer Bedenken (Formaldehyd sowie PCB). Diese Kosten stellen ebenfalls eine außergewöhnliche Belastung dar und sind demnach der Höhe nach nicht begrenzt.

Auch den Umbau nach einem Schlaganfall können Immobilienbesitzer künftig steuerwirksam angeben. Hierbei wird nicht nur der übliche Pauschbetrag angerechnet, sondern nach dem Willen des Bundesfinanzhofs die gesamten Kosten des behinderten gerechten Umbaus.

Dabei werden Wert- und Gebrauchtssteigerungen nicht als kostensenkend angerechnet. Erhöhen Sie also durch einen Umbau gleichzeitig den Immobilienwert, könnten Sie die Kosten trotzdem sofort als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

Achtung aber: wer mit einer Immobilie nicht am kommunalen Abwassernetz hängt, weil dieses schwer zu erreichen ist, kann die Kosten für eine Kleinkläranlage nicht geltend machen. So entschied das Finanzgericht Münster. Die Urteile zeigen vor allem:

  • Oft können Immobilieneigentümer mehr geltend machen als sie laut jeweils aktueller Rechtslage dürfen. Es lohnt sich, pfiffige Steueranwälte aufzusuchen und sich zumindest beraten zu lassen.
  • Es lohnt sich vor allem bei größeren Projekten, die Steuerwirksamkeit prüfen zu lassen. Denn: 20.000 Euro Kosten etwa können durch Steuererleichterungen schnell auf 15.000 Euro oder weniger sinken. Die Nettorendite aber ist der entscheidende Faktor auch für die dauerhafte Vorsorge in einer selbst genutzten Immobilie. Hier müssen Sie einfach die gesparte Miete den Kosten gegenüberstellen.

Daher lohnt es sich in vielen Fällen, selbst genutzte Immobilien für die Vorsorge zu kaufen.

16. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.