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Steuern sparen mit einem Minderjährigendepot

Beim Vermögensaufbau gilt die Devise: Je früher Sie damit beginnen, desto besser. Daher ist es bei Kindern sinnvoll, direkt nach der Geburt anzufangen.

Dies können Sie natürlich auf Ihrem eigenen Depot tun, doch ein eigenes Depot für das Kind bietet klare Vorteile.

Immer mehr Banken bieten mittlerweile diese sogenannten Minderjährigendepots an. Eine sinnvolle Sache. Hier wird Ihr Kind als Depotinhaber geführt, darf vor seiner Volljährigkeit selbst aber keine Wertpapiergeschäfte tätigen.

Steuerliche Vorteile eines Minderjährigendepots

Der große Vorteil eines Minderjährigendepots liegt darin, dass der Nachwuchs das Geld später nicht bzw. nur im begrenzten Umfang mit dem Finanzamt teilen muss. Ihm /Ihr steht ein eigener Sparer-Pauschbetrag von 801 € pro Jahr zu.

Außerdem Falls Ihr Kind keine weiteren oder nur sehr geringe Einkünfte erzielt, bleiben alle Einkünfte steuerfrei, solange sie unter dem Grundfreibetrag von derzeit 8.004 € liegen. Der Grundfreibetrag steht jedem Steuerpflichtigen zu, auch Kindern.

Unabhängig davon haben die Eltern weiterhin Anrecht auf den Kinderfreibetrag. Unterm macht dies insgesamt 8.805 € Kapitaleinkünfte, die Ihr Kind steuerfrei vereinnahmen kann.

Wie und wo Sie ein Minderjährigendepot einrichten können

Die meisten Banken und Direktbanken bieten Ihnen die Einrichtung eines Minderjährigendepots an. In Auch bei Fondsdiscountern ist die Einrichtung eines Minderjährigendepots möglich.

Bei der Depoteröffnung müssen sich beide Erziehungsberechtigten sowie der Minderjährige ausweisen und ihre Unterschrift abgeben.

Dies geschieht entweder in der Filiale der Bank oder bei der Post, wenn es sich um eine Direktbank handelt. Zusammen mit den Kontoeröffnungsunterlagen, die Sie von der Bank erhalten haben, werden die Unterlagen zur Identitätsfeststellung an die Bank geschickt.

Wenige Tage später erhalten Sie die zur Depotführung notwendigen Daten per Post zugeschickt.

Weitere Tipps zum Vermögensaufbau für Kinder

  • Beginnen Sie so früh wie möglich damit, für die auf Ihre Kinder oder Enkelkinder zukommenden finanziellen Belastungen vorzusorgen. Dann können Sie auch mit geringen monatlichen Beiträgen im Laufe der Zeit eine stolze Summe ansparen.
  • Sparpläne haben gegenüber einer Einmalinvestition den Vorteil, dass Sie damit dem Timingproblem entgehen. Sie sind nicht darauf angewiesen, einen günstigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen, sondern profitieren automatisch vom Cost-Average-Effekt.
  • Bei Anlagezeiträumen von mehr als 10 Jahren ist es sinnvoll zunächst das gesamte Kapital in den Aktienmarkt anzulegen. Dafür bieten sich Fonds- oder ETF-Sparpläne an.
  • Verteilen Sie Ihre Sparbeträge auf mehrere Fonds oder ETFs. Lassen Sie sich bei der Fondsauswahl nicht von einer kurzfristig guten Performance blenden. Viel wichtiger ist die langfristige Kontinuität der Fonds.
  • Direktbanken und Fondsdiscounter bieten Ihnen gegenüber Filialbanken den Vorteil, dass Sie Fonds mit reduziertem bzw. ganz ohne Ausgabeaufschlag handeln können. Auf lange Sicht macht sich dies in einer deutlich höheren Rendite bemerkbar.
  • Denken Sie daran, ein bis zwei Jahre vor Erreichen des Auszahlungszeitpunkts das angesammelte Kapital schrittweise in Anlagen mit höherer Sicherheit wie Rentenfonds oder Tagesgeld umzuschichten. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Sie ein möglicher Einbruch des Aktienmarktes kurz vor Erreichen des Sparziels zurückwirft.

31. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.