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Steuern sparen: Sachspenden helfen dabei

Was wäre unser Sozialstaat ohne die Mithilfe tatkräftiger Bürger?!

Ob Flüchtlingshilfe, Vereinsspende oder Unterstützung wohltätiger Projekte: Müsste sich allein die öffentliche Hand darum kümmern, würde wohl nicht viel geschehen.

Gut, dass es da Menschen gibt, die helfen! Womöglich gehören auch Sie dazu.

Dann sollten Sie alle Möglichkeiten nutzen, aus Ihrer Hilfsbereitsschaft auch selbst einen Vorteil zu ziehen.

In diesem Beitrag geht es um Sachspenden. Wussten Sie, dass Sie diese – ebenso wie Geldspenden – von der Steuer absetzen können?

Die Absetzbarkeit ist allerdings an bestimmte Voraussetzungen gebunden:

Voraussetzung 1: Empfänger ist als gemeinnützig oder wohltätig anerkannt

Einfach so Kleidung, Essen oder Möbel direkt – etwa an Flüchtlinge – zu spenden nützt Ihnen steuerlich nichts.

Vielmehr muss der Empfänger als gemeinnützig oder wohltätig anerkannt sein. Das sind die meisten Vereine, aber auch viele Stiftungen und Wohltätigkeits-Organisationen.


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Die 1. Regel lautet also: Spenden Sie nicht direkt, sondern stets über den Umweg einer Organisation, die vom Finanzamt als gemeinnützig bzw. wohltätig anerkannt ist!

Dadurch haben Sie noch einen weiteren Vorteil: Sie wissen, dass Ihre Sachspende auch da ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird, und nicht etwa dem Empfänger nur als Tausch- oder Handelsgut dient.

Voraussetzung 2: Spendenbescheinigung nach offizieller Vorlage

Ohne Spendenbescheinigung läuft bei Sachspenden nichts. Sie muss den Vorgaben der Finanzverwaltung entsprechen.

Das heißt: Die Organisation oder der Verein, der sie ausstellt, kann zwar ruhig das eigene Logo in den Kopf des betreffenden Vordrucks einfügen. Im Wortlaut muss der Rest aber deckungsgleich mit diesen Vorgaben sein.

Nicht jeder Schatzmeister oder Kassier ist im Besitz einer entsprechenden Vorlage. Falls Sie die offizielle Version suchen: Die Finanzverwaltung stellt sie zum Download auf ihrer Website zur Verfügung.

Offiziell heißt sie „Bestätigung über Sachzuwendung / steuerbegünstigte Einrichtung / Verein“. Sie finden sie unter diesem Link.

Voraussetzung 3: Angegebener Wert muss realistisch sein

Angenommen, Sie verschenken einen alten Pullover, den Sie schon seit mindestens 15 Jahren nicht mehr getragen haben. Wird in der Spendenbescheinigung ein Wert von 100 € angegeben, können Sie sicher sein:

Das Finanzamt erkennt diese Sachzuwendung garantiert nicht als steuermindernd an. Es verlangt einen realistischen Wert und keine fiktiven Mondpreise.

Wie finden Sie den Wert heraus?

Wenn Ihnen eine Rechnung jüngeren Datums vorliegt, dann heften Sie diese einfach an die „Bestätigung über Sachzuwendungen“ an bzw. bitten Sie den Schatzmeister oder Kassier, das zu tun!

Aber auch ohne Rechnung bzw. bei gebrauchten Gütern können Sie einen realistischen Wert angeben, in etwa so:

Das betreffende Objekt – z. B. ein Smartphone oder Tablet – ist immer noch bei einem Händler erhältlich?

Dann drucken Sie sein Angebot aus oder machen Sie ein Foto von der Ware, auf dem auch der Preis abgebildet ist. Das dürfte das Finanzamt akzeptieren.

Ansonsten lohnt sich oft eine Internet-Recherche, etwa bei Ebay. Gerade bei gebrauchten Gegenständen ist das praktisch.

Geben Sie den Namen bzw. die gängigste Bezeichnung im Suchfeld ein. Filtern Sie dann gezielt die beendeten Auktionen heraus, indem Sie in der Navigations-Leiste links unter „nur … anzeigen“ das entsprechende Häkchen setzen.

Drucken Sie 1 oder 2 Beispiele aus. Auch das akzeptieren die Finanzämter in aller Regel als Beleg für den wahren Wert der Sachspende.

Fazit

Sie sehen: Gutes zu tun, hilft nicht nur den Bedürftigen. Auch Sie selbst können von Ihrer Spendenbereitschaft profitieren – und eine entsprechende Steuererstattung erhalten.

Und das ist doch auch eine schöne Zusatz-Motivation dafür, sich großzügig zu zeigen.

11. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.