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Über die Einordnung einer Immobilie entscheidet das örtliche Denkmalschutzamt. Die Entscheidung richtet sich in den einzelnen Bundesländern nach den entsprechenden landesrechtlichen Denkmalschutzvorschriften. Diese können je nach Bundesland unterschiedlich sein, stimmen aber in den wichtigsten Grundzügen überein.

Baudenkmal: Die Definition

Der Begriff „Baudenkmal“ umfasst alle Arten von Gebäuden. Es ist völlig unerheblich, ob es sich beispielsweise um ein Industriegeäude oder ein Wohnhaus handelt. Entscheidend für die Eigenschaft eines Gebäudes als Baudenkmal ist in erster Linie das öffentliche Erhaltungsinteresse. Die Erhaltung des betreffenden Gebäudes muss im Interesse der Allgemeinheit liegen.

Beispiel: Sie erwerben ein Gebäude aus dem vergangenen Jahrhundert. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes Typenwerk. Als solches gehört es zu den wenigen noch erhaltenen Bauwerken einer bestimmten Stilrichtung.

Unterliegt Ihr Gebäude nur dem Ensembleschutz, so sind lediglich die Baumaßnahmen steuerlich begünstigt, die zum Erhalt des äußeren Erscheinungsbilds notwendig sind. Als Ensemble werden folgende Gebäude bezeichnet: Ein Gebäude oder Gebäudeteil erfüllt für sich allein nicht die Voraussetzungen für ein Baudenkmal.

Aber als Teil einer Gebäudegruppe, eines Straßenzugs oder sogar eines gesamten Altsstadtbereichs ist das Äußere des Gebäudes im Rahmen des Ensembleschutzes schützenswert. Hierbei ist also die Gebäudegruppe oder Gesamtanlage als Einheit geschützt.

Beispiel: Die Fassaden oder Dächer benachbarter Häuser sind unter Denkmalschutz gestellt. Außerdem müssen Sie noch Folgendes unterscheiden: Handelt es sich bei dem Gebäude um ein Einzelbaudenkmal oder nur um ein geschütztes Bau- Von Bundesland zu Bundesland wird unterschiedlich geregelt, wenn ein Baudenkmal als schützenswertes Baudenkmal anerkannt ist.

In einigen Bundesländern, wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen ist die Eintragung in eine Denkmalliste erforderlich. Nur wenn diese Eintragung erfolgt ist, handelt es sich auch um ein anerkanntes Baudenkmal. Ohne diese Eintragung wird das Gebäude auch dann nicht als Denkmal behandelt, wenn die sonstigen Voraussetzungen eindeutig erfüllt sind.

„Immobilien-Berater“-Tipp: Vor Ort erkundigen

Erkundigen Sie sich beim örtlich zuständigen Denkmalschutzamt, welche Regelung vor Ort gilt. Die Kontaktadresse erfahren Sie im Rathaus Ihrer Stadt/Gemeinde.

In anderen Bundesländern wiederum, wie beispielsweise in Niedersachsen, ist ein Gebäude aufgrund der gesetzlichen Regelungen als Baudenkmal anzuerkennen, weil es eben die gesetzlichen Voraussetzungen als Baudenkmal erfüllt.

Zwar werden diese Gebäude auch in eine Denkmalliste eingetragen, aber diese Listen sind nicht bindend und somit nicht Voraussetzung für die Anerkennung als Baudenkmal. Für die optimale Inanspruchnahme der steuerlichen Vergünstigungen unterscheiden Sie am besten die folgenden drei Nutzungsarten: Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude, das Sie Erwerben Sie ein denkmalgeschütztes Gebäude, und vermieten Sie es, so erzielen Sie damit Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Entsprechend können Sie auch die erhöhten Absetzungen für Baudenkmäler steuerlich geltend machen. Diese betragen bis zu 10% jährlich der Ihnen entstandenen Herstellungskosten.

Wichtig: Für die schlichten Anschaffungskosten gilt immer nur die normale lineare Abschreibung von 2 beziehungsweise 2,5% jährlich.

Ihre Abschreibungsmöglichkeiten bei Investitionen in ein Denkmalschutzobjekt

Kostenartselbstgenutzter Wohnraumvermieteter Wohnraum
Anschaffungskostenentfälltnach 1994 fertig gestellt. 2% im Jahr
Herstellungskosten10% der Kosten jährlich im 1.-10. Jahr10% der Kosten jährlich im 1.-10. Jahr
Enthaltungsaufwand10% der Kosten jährlich im 1.-10. JahrVerteilung der Kosten wahlweise auf 2-5 Jahre

 

25. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.