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Steuern und Börse: Steuererklärung für Rentner und Günstigerprüfung

An dieser Stelle habe ich in der Vergangenheit bei passender Gelegenheit immer einmal wieder über das Thema Steuern berichtet.

Nun ist es wieder soweit: Ich möchte Ihnen in dieser kleinen Beitrags-Reihe 3 Steuertipps mit auf den Weg geben.

Steuererklärung lohnt sich ggf. auch für Rentner und Pensionäre

Hier im 1. Teil geht es darum, wann bzw. unter welchen Umständen sich Steuererklärungen für Rentner und Pensionäre lohnen.

Viele Menschen im Ruhestand denken, sie seien gar nicht zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet, da die Renten-Einnahmen bei Weitem nicht mehr dem (ehemaligen) Arbeits-Einkommen entsprechen.

Aber hier ist Vorsicht geboten!

Die Finanzverwaltung erhält durch Meldungen der Rentenversicherungsträger einen genauen Einblick in die Höhe Ihrer Renten-Einnahmen.


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Denken Sie an die Börsengewinne

Darüber hinaus können Kapital-Erträge, die Sie z. B. durch erfolgreiche Empfehlungen aus meinen Börsendiensten erzielen konnten, Ihr Einkommen zusätzlich erhöhen.

Die Folge: Sie kommen schnell über die steuerlichen Freibeträge und müssen Steuern zahlen.

Die Renten-Einnahmen werden seit 2005 mit einem immer höheren Anteil der Steuer unterworfen.

Begann z. B. im Jahr 2015 die Renten-Phase, so werden von den Renten-Einnahmen 70% besteuert.

Die restlichen 30% bleiben steuerfrei. Dieser Prozentsatz wird dann für den Rest des Lebens festgeschrieben.

Unter Umständen können noch betriebliche Renten das Einkommen zusätzlich erhöhen.

Für Ihre Börsengeschäfte und andere Geldanlagen gilt: Die Kapitalerträge werden seit 2009 pauschal mit 25% (zuzügl. Solidaritäts-Zuschlag und ggf. Kirchensteuer) besteuert.

Die Depot-Banken ziehen den Steuer-Anteil (die „Abgeltungsteuer“) direkt ab und leiten dieses Geld an das Finanzamt weiter.

Daher müssen diese Erträge in der Steuererklärung nicht unbedingt angegeben werden.

Günstigerprüfung kann für Sie attraktiv sein

Allerdings kann es sich auch lohnen, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben und eine sogenannte „Günstigerprüfung“ zu beantragen.

Sollte Ihr persönlicher Steuersatz unter 25% liegen, so wird dieser niedrigere Steuersatz auch auf Ihre Kapitalerträge angewendet.

Zu viel gezahlte Steuer (Einbehalt durch die Banken) wird dann an Sie zurückerstattet. Aus diesen Gründen ist es ratsam, Ihre persönliche Einkunfts-Situation zu prüfen.

Haben Sie daher keine Angst vor der Aufforderung des Finanzamts, eine Steuererklärung abzugeben!

Vielleicht winkt sogar eine Steuer-Erstattung von zu viel gezahlter Kapitalertragsteuer. Dieses Geld können Sie anschließend wieder an der Börse reinvestieren.

27. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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