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Steuern und Großkonzerne: Wie es wirklich darum steht

Neben vielen anderen Diskussionen sorgt in der Politik auch das Steuer-Thema immer wieder für Aufregung.

Steuertricks bzw. Steuer-Vermeidung der Großkonzerne sind eine sehr emotionale Angelegenheit.

Daher sind auch die Diskussionen zu dieser Problematik zumeist emotional.

Und oftmals wird mit gefährlichem Halbwissen argumentiert, was die Diskussionen in dem Zusammenhang noch weniger objektiv werden lässt.

Das Unternehmen Security KAG hat eine Studie veröffentlicht, in der die Steuerlast nach Unternehmensgröße und nach Regionen unter die Lupe genommen wird.

Die Ergebnisse dieser Studie sind in Teilen nicht nur sehr erstaunlich, sondern bieten auch zukünftigen Diskussionen zum Thema Unternehmens-Besteuerung eine fundierte Grundlage.


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Steuersätze für Unternehmen sinken seit Jahren weltweit

Erste wichtige Erkenntnis der Studie der Security KAG ist, dass die Steuersätze für Unternehmen in den Jahren von 2005 bis 2015 weltweit gesunken sind.

Lag der globale Durchschnitts-Steuersatz im Jahr 2005 noch bei 27,5%, lag er im Jahr 2015 nur noch bei 23,87%.

Am geringsten ist der durchschnittliche Steuersatz für Unternehmen übrigens in Europa (20,12% im Jahr 2015). Am höchsten ist der durchschnittliche Steuersatz für Unternehmen in Nordamerika (33,25%).

Festzuhalten ist aber, dass „der durchschnittliche Steuersatz nichts über die Bemessungs-Grundlage der Steuer und damit nichts über die effektive Steuerbelastung aussagt“, schreiben die Autoren der Studie.

Weiterhin heißt es: „In Nordamerika ist der effektive Steuersatz beispielsweise wesentlich höher als die tatsächlich abgeführte Steuer, wohingegen in Europa die effektive Steuerbelastung über den durchschnittlichen Steuersätzen liegt.“

Das bedeutet: Unterm Strich liegt das tatsächliche Steuer-Aufkommen der Unternehmen in Europa und in Nordamerika wohl deutlich enger beisammen, als es die durchschnittlichen Steuersätze vermuten ließen.

Gesetzgebung muss sich ändern

Wenn es wirklich gewollt ist, dass Unternehmen (und v. a. Großkonzerne) mehr Steuern zahlen, muss sich die Gesetzgebung ändern.

Denn: Rechtlich gesehen ist den Unternehmen nichts vorzuwerfen, wenn sie die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Steuersätze in einzelnen Ländern zu ihren Gunsten nutzen.

Dazu passt auch eine Aussage der Autoren der Studie: Die sagen, dass den Konzernen zwar unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten etwas vorzuwerfen sei, unter rechtlichen und ökonomischen jedoch nicht.

Kleine Unternehmen zahlen mehr Steuern als große

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass kleine Unternehmen eine höhere Steuer-Quote haben als die Großkonzerne.

So kamen die sogenannten „Ultra Large Caps“ (Firmen mit einer Marktkapitalisierung von 50 Mrd. US-Dollar und mehr) im Jahr 2015 weltweit nur auf einen durchschnittlichen Steuersatz von 27,11%.

Dieser lag bei Small Caps (Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 5 Mrd. US-Dollar) bei 31,62%.

20. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.