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Steuerprogression: So berechnen Sie sie

In Deutschland gilt bei der Einkommensteuer die so genannte Progression, d.h. bei höheren Einkommen steigt auch der Steuersatz. Die Spanne reicht vom Einstiegssteuersatz von 14% nach Überschreiten des Grundfreibetrages von 8.130 € bis zum Spitzensteuersatz von 42% für Einkommen über 52.700 € bzw. einen Steuersatz von 45% für Einkommen über 250.000 €.

Damit stellt der Staat eine ausgleichende Wirkung zwischen den unterschiedlichen Einkommensgruppen her. Wer mehr verdient, muss auch mehr zum Gemeinwesen beitragen. Die Steuern lassen sich exakt mit der Steuerprogression berechnen.

Steuerprogression berechnen – die lineare Progression

Mit der Einheit ging Deutschland sogar noch einen Schritt weiter und führte die lineare Steuerprogression ein. Zuvor beruhte die Höhe der Progression auf einer potenzialen Berechnungsweise, die bei steigenden Zahlen immer niedrigere Zuwächse brachte.

Mit der linearen Progression steigen die Steuersätze gleichbleibend an. Aber auch dabei wird die Verhältnismäßigkeit beachtet. Wenn der Niedrigbereich der Einkommen verlassen wird, erfolgt eine Verringerung des Anstiegs.

Steuerprogression berechnen – Grundtarif und Splittingtarif

Bei Alleinstehenden und Ehegatten, die getrennt veranlagt werden, gilt der so genannte Grundtarif. Dabei bleiben alle Einnahmen unter 8.562 € steuerfrei. Einkommensteuer wird nur auf die Einkünfte erhoben, die diesen Betrag überschreiten.

Bei gemeinsam veranlagten Ehegatten und Verwitweten im Folgejahr des Todesjahrs ihres Ehegatten wird der Splittingtarif angewendet. Die Einkünfte beider Partner werden zusammengerechnet und um den doppelten Grundfreibetrag entlastet.

Als Berechnungsgrundlage beider Tarife dient die Einkommensteuertabelle. Mit Hilfe dieser Angaben können die Steuerpflichtigen die Einkommensteuer und die Steuerprogression berechnen.

Steuerprogression berechnen – die Wirkung von Grenzsteuersätzen

Grenzsteuersätze bezeichnen die Punkte in der Progression, an denen der Steuersatz ansteigt. Es gibt fixe Punkte wie den Übergang von Tarifzone 2 in Tarifzone 3. Dieser liegt bei einer Einkommenshöhen von 14.500 €.

Ab diesem Punkt verlangsamt sich der Anstieg der Steuersätze. Auch das Überschreiten des Grundfreibetrages oder das Erreichen des Spitzensteuersatzes gelten als Grenzsteuersätze.

Steuerprogression berechnen – „individuelle“ Grenzsteuersätzen

Aber es gibt auch „persönliche“ Grenzsteuersätze“ bei der Steuerprogression berechnen. Wer z.B. einen Nebenjob übernehmen will, der viel Aufwand verlangt, wird zuvor einen Blick einen Blick in die Steuertabelle werfen.

Denn ein Honorarjob von beispielsweise 3.000 € für einen Angestellten, der 40.000 € verdient, verwandelt sich durch den Sprung in der Steuertabelle in einen 2.000-Euro-Job, da ca. 1.000 € mehr Steuern fällig werden.

In vielen Fällen ist den Steuerpflichtigen dann die Freizeit lieber als viel Mühe zu einem Verdienst, der im Verhältnis zum Aufwand und der steuerlich reduzierten Vergütung dann weniger lukrativ erscheint.

18. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.