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Steuersatz der Einkommensteuer: So wird er berechnet

Der Steuersatz der Einkommensteuer gibt an, wie viele Steuern für das zu versteuernde Einkommen gezahlt werden müssen. Nach dem Gerechtigkeitsprinzip werden Geringverdiener nicht so stark belastet wie Normalverdiener.

Solche Unternehmer, die sehr hohe Gewinne erzielen, zahlen dementsprechend auch einen höheren prozentualen Steuerbetrag. Daher sind die Einkommenstarife in mehrere Tarifzonen aufgeteilt.

Steuersatz der Einkommensteuer: Die Tarifzonen

  1. Tarifzone 1 – Die Nullzone: Bei einem jährlich zu versteuerndem Einkommen von 0 € bis 8.130 € müssen keine Steuern gezahlt werden. Für verheiratete Paare verdoppelt sich dieser Freibetrag auf 16.260 € wegen des Ehegattensplittings.
  2. Tarifzone 2 – Erste Progressionszone oder auch Steilzone: Bei einem zu versteuernden Einkommen von 8.130 € bis 13.469 € steigt der Steuersatz sehr schnell an. Im Eingangsbereich der Tarifzone 2 gilt ein Grenzsteuersatz von 14%. Anschließend steigt der Steuersatz bis zu einem zu versteuerndem Einkommen von 13.469 € linear auf 24% an. Bei verheirateten Paaren liegt der Einkommensgrenzwert bei 26.938 €. Für Verheiratete ist die Tarifzone 2 also wesentlich günstiger als für alleinstehende Personen.
  3. Tarifzone 3 – Zweite Progressionszone: Bei einem zu versteuernden Einkommen von 13.470 € bis 52.88 € für Ledige bzw. 26.940 € bis 105.762 € für Verheiratete gibt es einen gleichmäßigen Anstieg auf bis zu 42%. Hier ist die Steigung jedoch nicht so steil wie in der Tarifzone 2. Auch hier haben Verheiratete einen Steuervorteil.
  4. Tarifzone 4 – Erste Proportionalzone: Bei einem zu versteuernden Einkommen von 52.882 € bis zu 250.730 € für Ledige beziehungsweise 105.762 € bis 501.460 € für Verheiratete bleibt der Grenzsteuersatz konstant bei 42%.
  5. Tarifzone 5 – Zweite Proportionalzone: Bei einem zu versteuernden Einkommen ab 250.731 € beträgt der Steuersatz für Ledige 45%. Für verheiratete Paare liegt gilt die zweite Proportionalzone ab einem zu versteuerndem Einkommen von 501.462 €.

Berechnung des Durchschnittsteuersatzes

Wenn man sich die Frage stellt, wie hoch der Steuersatz des gesamten zu versteuernden Einkommens ist, dann benötigt man den Durchschnittssteuersatz. Diesen nennt man auch den effektiven Steuersatz.

Er ist als das Verhältnis zwischen dem Steuerbetrag und dem zu versteuernden Einkommen definiert. Um den eigenen effektiven Steuersatz zu berechnen, muss lediglich der Steuerbetrag durch das zu versteuernde Einkommen geteilt werden.

Der effektive Steuersatz ist für die Beurteilung einer Mehr- oder Minderbelastung des gesamten Einkommens notwendig. Denn bei steigendem Einkommen nähert er sich dem Spitzensteuersatz von 45% immer mehr an.

Fazit: Insgesamt kann es sich sehr schwer gestalten, immer zu wissen, zu welcher Tarifzone man gehört und wie hoch der eigene Einkommensteuersatz eigentlich ist. Jedoch fällt immer wieder auf, dass verheiratete Paare einen großen steuerlichen Vorteil gegenüber Alleinstehenden haben.

7. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.