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Steuersatz Rentner: Die wichtigsten Fakten

Viele Rentner in Deutschland wissen nicht, dass sie sich auch nach dem Eintritt in die Rente mit dem Finanzamt beschäftigen müssen, denn seit 2005 muss auch die Rente versteuert werden.

Seit dem Jahr 2005 wird die vorgelagerte Rentenbesteuerung auf eine nachgelagerte Besteuerung langsam umgestellt. Im Klartext heißt das, dass ein immer höherer Anteil der Renten versteuert werden muss. Wie hoch der zu versteuernde Anteil ist, richtet sich nach dem Eintrittsjahr in die Rente.

Der Steuersatz für Rentner ändert sich hier jährlich um 2%. Begonnen wurde mit einer Besteuerung von 50% für die Rente. Die gesamte Umstellung bis zu einer Besteuerung von 100% wird also 35 Jahre dauern.

Berechnung des Steuersatzes für Rentner

2005 wurde die Rente also mit 50% besteuert. Diese 50% liegen jedoch in den meisten Fällen unter dem steuerlichen Minimum, dem Grundfreibetrag, sodass die Renten oft vollkommen steuerfrei bleiben. Wenn die Zahlung der Rente im Jahr 2006 begonnen hat, müssen 52% der Rente versteuert werden. Im Jahre 2010 betrug der Steuersatz für Rentner 60%.

2020 müssen 80% der Rente versteuert werden und letztlich wird 2040 die Rente zu 100% versteuert. Das Ziel der Steuerumstellung soll sein, dass sowohl der Arbeitnehmer als auch der Rentner in gleichem Maße von der Neuregelung profitieren. Als Ausgleich zu der Steueranhebung bei der Auszahlung der Rente wird die Besteuerung des Einkommens verringert. Man muss also weniger in die Rentenkasse einzahlen.

Steuersatz für Rentner: Unter der Besteuerungsgrenze

Einige Rentner befürchten nun, dass sie ihre Rente besteuern müssen und von dem Finanzamt eine entsprechende Mitteilung erhalten. Man sollte sich deswegen jedoch keine Sorgen machen.

Denn auch, wenn das Finanzamt erstmals den Rentner dazu auffordert eine Steuererklärung einzureichen, dient das meist nur dazu, dass sich das Finanzamt einen Überblick über die Einkünfte des Rentners verschaffen kann.

Tatsächlich liegen die meisten Rentner unter der Besteuerungsgrenze und müssen ihre Rente daher gar nicht versteuern. Vorausgesetzt sie haben keine zusätzlichen Einkünfte. Meist liegt beispielsweise der so genannte Ertragsanteil der Rente – also die Summe, die die Berechnung des Steuersatzes für Rentner ergibt – unter der Besteuerungsgrenze.

Das Finanzamt verschickt zunächst einmal an die meisten Rentner eine Aufforderung eine Steuererklärung einzureichen. Für die Erstellung der Einkommensteuererklärung gibt es professionelle Hilfe. Sie kommt beispielsweise aus einem Lohnsteuerhilfeverein.

Insgesamt muss bei dem Steuersatz für Rentner einiges beachtet werden. Für die meisten Rentner ändert sich allerdings nichts, da sie unter der Besteuerungsgrenze liegen und ihre Rente deswegen nicht versteuern müssen.

6. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.