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Schützt nicht vor Nachzahlung: Steuerschätzung akzeptieren?

Wer keine Steuererklärung abgibt, sondern stattdessen eine Steuerschätzung vom Finanzamt vornehmen lässt, ist damit nicht automatisch aus dem Schneider. Ein Geschäftsführer hatte jahrelang keine Steuererklärung abgegeben und eine niedrige Steuerschätzung akzeptiert. Tatsächlich bezog er aber erhebliche Mehreinkünfte. Dazu das Finanzgericht München:

Keine Steuererklärung, Steuerschätzung – Steuerhinterziehung

Die Differenz zwischen der jeweiligen Steuerschätzung und seinen tatsächlichen Einkünften musste ihm aufgefallen sein. Da er zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet war, hätte der Geschäftsführer das von sich aus melden müssen. Da er eine solche Meldung aber unterlassen hatte, liegt eine Steuerhinterziehung vor.

28. November 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".