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Steuervorteil beim Ehegattensplitting: Nutzen Sie die Kostenbremse

Steuervorteil Ehehegattensplitting: Ab wann greift die Steuererleichterung? Eine wenig romantische, dafür aber nützliche Frage. Der Steuervorteil Ehegattensplitting lässt sich nur dann nutzen, wenn das Paar auch standesamtlich getraut wird. Dabei gilt jedoch, dass das Ehegattensplitting nicht etwa erst ab dem Heiratsdatum seine steuerlichen Vorteile entfaltet, sondern für das gesamte Kalenderjahr gilt.

Heiratet also ein Paar noch bis zum 31. Dezember diesen Jahres standesamtlich, so greift der Steuervorteil beim Ehegattensplitting für das gesamte Jahr 2011. Es ist zwar alles andere als romantisch, doch neben dem Bund fürs Leben bringt eine Hochzeit auch steuerliche Vorteile mit sich, die Sie nutzen sollten. Bis zum 31.12.2011 haben Sie also noch Zeit, um sich mit Ihrem Partner abzusprechen und einen Termin beim Standesamt zu vereinbaren. Ihre Steuererklärung wird es Ihnen danken.

Ehegattensplitting: So wird die Steuerersparnis berechnet

Beim Ehegattensplitting wird das zu versteuernde Einkommen wird halbiert. Auf dieser Grundlage wird dann die Einkommenssteuer berechnet, die ans Finanzamt zu entrichten ist. Zur Berechnung wird der aktuell geltende Einkommenssteuertarif herangezogen. Dieser Betrag wird dann verdoppelt  und muss von beiden Ehepaaren gezahlt werden. Dies sehen Sie sofort hier anhand einer Beispielrechnung.

Beispielrechnung für Splittingverfahren

Die gemeinsamen Einkünfte eines Ehepaars betragen 80.000 €. Davon steuert Ehegatte A 20.000 € bei, während die restlichen 60.000 € von Ehegatte B verdient werden. Basierend auf dem Einkommenssteuertarif von 2010 beträgt die Einkommenssteuer für dieses Ehepaar 18.014 €.

Würde hingegen jeder Ehepartner sein eigenes Einkommen selbst versteuern, dann müssten 1.715 € mehr Einkommenssteuer mehr bezahlt werden:

  • Zu versteuerndes Einkommen von Ehegatte A: 20.000 € – entspricht einer Einkommenssteuer von 2.701 € in 2010.
  • Zu versteuerndes Einkommen von Ehegatte B: 60.000 € – entspricht einer Einkommenssteuer von 17.028 €.

Das bedeutet 2.701 € + 17.028 € = 19.279 € im Vergleich zu 18.014 € beim Splittingverfahren. Die Differenz beträgt 1.715 €, die ohne Splittingverfahren als Einkommenssteuer mehr entrichtet werden müssten.

Splittingverfahren – wer kann davon profitieren?

Das Splittingverfahren kann jedoch nicht nur von Ehepaaren genutzt werden, die alle Voraussetzungen zur gemeinsamen Veranlagung erfüllen. In den Genuss des Splittingverfahrens kommen außerdem:

  • Steuerpflichtige, deren Ehe in dem Kalenderjahr aufgelöst worden ist, in dem das Einkommen erzielt wurde. Voraussetzung ist hierbei jedoch, dass sowohl der Steuerpflichtige als auch der ehemalige Ehepartner alle Bedingungen erfüllen, die für eine gemeinsame Veranlagung erforderlich sind.
  • Verwitwete Steuerpflichtige für den Veranlagungszeitraum, der auf das Kalenderjahr folgt, in dem der Ehepartner verstorben ist. Hierbei gilt, dass alle Voraussetzungen für die gemeinsame Veranlagung zu dem Zeitpunkt erfüllt sein müssen, zu dem der Ehepartner gestorben ist.

Streng genommen handelt es sich beim Splittingverfahren nicht um einen Steuervorteil – stattdessen wird dadurch lediglich der Progressionsnachteil beseitigt, falls beide Ehepartner Einkommen in unterschiedlicher Höhe beziehen. Ehepaare mit identischem Gesamteinkommen unterliegen somit auch der gleichen Besteuerung.

GeVestor.de meint: Das Splittingverfahren ist häufig dann ein Steuervorteil bzw. wirkt sich dann steuersenkend aus, wenn innerhalb einer Ehe Einkommen in unterschiedlicher Höhe erzielt werden. Insbesondere in den Fällen, in denen ein Partner hohe Einkünfte erzielt und der andere Partner kein Einkommen erhält, lohnt sich das Splittingverfahren in der Regel.

14. Mai 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.