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Stillhaltergeschäfte! Für wen? Wie viel Gewinn?

Der Begriff “Stillhalter” bedeutet nichts anderes als: “Verkäufer von Call- oder Put-Optionen, ohne diese zu besitzen”.

Der Stillhalter verkauft Optionen an der Terminbörse.

Dafür erhält er den Preis der Option als Prämie. Er muss für das Geschäft allerdings eine Margin hinterlegen, die je nach Risiko unterschiedlich hoch ausfallen kann.

Der Stillhalter ist in der Verpflichtung, dem Optionsinhaber bei Ausübung bzw. am Laufzeitende das entsprechende Underlying der verkauften Option zu einem bestimmten Preis zu liefern (Call) bzw. zu einem bestimmten Preis abzukaufen (Put).

Der bestimmte Preis ist dabei der Strikepreis bzw. auch Basispreis genannt, der der veräußerten Option zugrunde liegt.

Ein Stillhalter in Call-Optionen hat theoretisch ein unbegrenztes Verlustrisiko!

Besitzt ein Stillhalter allerdings die Aktien, die er am Laufzeitende liefern muss (Call) bzw. hat der Stillhalter eine Gegenposition aufgebaut, dann ist das Stillhaltergeschäft gedeckt.

Je nach Strikepreis fällt dann keine oder nur eine geringe Margin an, weil die möglichen Verluste begrenzt sind.


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Wofür brauche ich das?

Stillhaltergeschäfte werden in der Regel nur von Institutionellen und Profis getätigt. Dabei werden in Phasen von Seitwärtsmärkten Stillhalterprämien eingenommen, um die Performance aufzubessern.

Stillhaltergeschäfte in Puts werden von Institutionellen auch genutzt, um sich Aktienpreise in der Zukunft zu sichern bzw. Aktien billiger einzukaufen.

Beispiel:

Verkauf 1 Kontrakt (Kontraktgröße 100)

Put Siemens Strike 66 Laufzeit Dez 2012

Rahmendaten (per Schlusskurs 07.03.2012) :

Put-Kurs:  3,84

Aktienkurs: 73,00

Der Anleger verkauft 1 Kontrakt der o.g. Put-Optionen zu einem Kurs von 3,84. Er nimmt eine Prämie von 384,00 Euro / Kontrakt ein und muss eine Margin von etwa 320,00 Euro zur Deckung eventueller Verluste bereithalten. Damit wird er Stillhalter in Put-Optionen.

Szenario 1: Siemenskurs zum Laufzeitende 75,00

Rechnung: Da der Kurs oberhalb von 66,00 Euro liegt, ist der Put wertlos geworden. Der Stillhalter kann also die Prämie behalten und nichts passiert weiter. Er macht einen Gewinn von +120% bezogen auf die eingesetzte Margin.

Szenario 2: Siemenskurs zum Laufzeitende 64,00

Rechnung: Der Stillhalter wird angedient. Das bedeutet, er muss vom Put-Inhaber 100 Siemens-Aktien für 66,00 Euro/Stück abkaufen. Da der Kurs am Markt aber nur 64,00 Euro beträgt, macht er einen Verlust von 2,00 Euro x 100 = -200,00 Euro.

Die eingenommene Prämie von 384,00 Euro ist aber dagegenzusetzen, so dass sich ein Ertrag von 184,00 Euro oder +57,5% bezogen auf die eingesetzte Margin ergibt.

Szenario 3: Siemenskurs zum Laufzeitende 56,00

In diesem Fall wird der Stillhalter ebenfalls wie unter 2. Beschrieben angedient. Da der Aktienkurs am Markt aber 10,00 Euro niedriger notiert, macht der Stillhalter einen Verlust von 1.000,00 Euro minus 384,00 Prämie, also Minus 616,00 Euro.

Das entspricht einem Verlust von -192% bezogen auf die eingesetzte Margin!

In letzterem Fall kann der Anleger allerdings auch die Aktien behalten und auf steigende Kurse warten.

Fazit:

In allen 3 Fällen hat der Stillhalter sich Siemens-Aktien für einen Kurs von 73,00 – 3,84 = 69,16 Euro gesichert! Er hat somit Aktien günstiger erworben. Bei einem zu Beginn feststehenden Kurs von 73,00 Euro für eine Siemens-Aktie kein schlechtes Geschäft.

Allerdings bleibt ihm bei steigenden Siemenskursen vor Laufzeitende nur die eingenommene Prämie, egal wie stark der Kurs ansteigt!

ACHTUNG: Stillhaltergeschäfte sind hoch risikoreich und nur von Profis und sehr erfahrenen Anlegern auszuführen!

8. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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