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Stochastik-Indikator: Handeln mit Hilfe der Statistik

Kaufen, verkaufen oder halten? Diese Frage ist für Anleger an den Börsenmärkten vermögenswichtig.

Und der Stochastik-Indikator soll dabei helfen, das Vermögen zu schonen oder im Bestfall sogar zu mehren.

Stochastik in Formeln gegossen

Den Stochastik-Indikator hat der US-Amerikaner George C. Lane erfunden. Er war beim jahrelangen Beobachten von Börsenkursen auf mindestens eine Auffälligkeit gestoßen: Während einer Aufwärtsbewegung lagen die Schlusskurse näher an den Höchstkursen desselben Tages.

Ging es mit den Kursen abwärts, beobachtete er eine analoge Tendenz auch im unteren Bereich: Die Schlusskurse lagen näher an den Tagestiefs. Das mag ziemlich banal klingen.

In die Form eines Indikators gegossen allerdings soll diese Einsicht dabei helfen, die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen.

Der (Slow-) Stochastik-Indikator

Um dieses Beobachtungsergebnis also nutzbar zu machen kreierte Lane eine Rechenformel, deren Ergebnis zwei Linien sind, die zwischen 0 und 100 schwanken.

Kreuzen sich die Linien und befindet sich der Indikator in einem Extrembereich unten oder oben, so signalisiert der Indikator, dass ein Kauf oder Verkauf von Wertpapieren sinnvoll wäre.


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Die langsame Form des Stochastik-Indikators

Da es in Zeiten, in denen die Aktienkurse sich wenig bewegen, bei dem ursprünglichen Stochastik-Indikator zu vielen Signalen kommen kann, also zu vielen Aufforderungen, Wertpapiere entweder zu kaufen oder zu verkaufen, hat man dem Stochastik-Indikator eine zweite Version an die Seite gestellt.

Denn wer in bewegungsarmen Zeiten gemäß des Indikators rege handelt, läuft Gefahr, an den entstehenden Gebühren zu ersticken, die man für den Handel an die ausführenden Banken berappen muss.

Der Stochastic-Slow oder der langsame Stochastik-Indikator soll für dieses Problem Abhilfe schaffen. Der langsame Stochastik-Indikator ist sozusagen eine verbesserte Version des ursprünglichen Indikators.

Stochastik-Index ist ein Oszillator

Die Stochastik-Indikatoren gehören zur Gruppe der Oszillatoren. Deren Merkmal ist es, um einen Nullpunkt herum zu schwingen.

Mehr zum Thema: Die Stochastik als Indikator nutzen

Sie bewegen sich also zwischen einer oberen und unteren horizontalen Grenze. Fallen sie über oder unter einen bestimmten Wert, so geben sie das Signal zum Handeln.

Funktionsweise des Stochastik-Oszillators

Der Stochastik-Oszillator besteht im Wesentlichen also aus zwei Linien.

Kaufsignale kommen vom Stochastik-Oszillator bei einem Schnitt der einen Linie durch die andere von unten nach oben.

Verkaufssignale generiert der Indikator umgekehrt.

Wie bei anderen Oszillatoren auch soll der Stochastik-Indikator angeben, wenn zwei Situationen eintreten:

Ein überkaufter oder ein überverkaufter Markt. In einem überkauften Markt ist es wahrscheinlich, dass die Kurse in Zukunft fallen werden.

In einem überverkauften Markt werden die Kurse irgendwann wieder steigen.

Der Stochastik-Indikator soll den Zeitpunkt angeben, wann ein Anleger in der einen oder anderen Richtung gegensteuern soll.

Stochastik-Index: Kein Stein der Weisen!

Wie alle anderen Analyseinstrumente ist auch der Stochastik-Indikator nicht der Stein der Weisen.

Wer seine Börsengeschäfte nur mit seiner Hilfe tätigen will, wird nach den Gesetzen der Statistik und Wahrscheinlichkeit scheitern.

Daher ist es ratsam, andere Analyseinstrumente für seine Handelsentscheidungen hinzuzuziehen.

25. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.