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Stop-Limit Opening-Only-Order: Frühstart an der Börse

Die Opening-Only-Order – auch Market-on-Opening genannt – ermöglicht es Ihnen, zum Eröffnungskurs des Börsentages ein Wertpapier zu handeln.

Hierfür gibt es verschiedene strategische Ansätze. Beispielsweise wurden im Laufe des Vorabends Unternehmenszahlen veröffentlicht und nun möchte man auf eine bestimmte Richtung des Kursverlaufs spekulieren.

Um von der angenommen Kursentwicklung zu profitieren, setzen Händler eine Opening-Only-Order ein, die nur zur Markteröffnung gilt und bei Nichtausführung umgehend storniert wird.

Mehr dazu: Was bedeutet Market on Open?

Stop-Limit Opening-Only-Order – der Zusammenhang

Ein Stop-Limit setzt man stets dann ein, wenn ein Kauf- oder Verkaufsauftrag ab einem fest bestimmten Kurs im Markt platziert werden soll.

Die Stop-Limit Opening-Only-Order verbindet diese Eigenschaft dann mit dem frühen Zeitpunkt des Handelstages (Stichwort Eröffnungskurs).


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Ein Beispiel: Angenommen Sie möchten die Aktie der Commerzbank kaufen. Der aktuelle Kurs liegt bei 1,50 Euro. Sie gehen von einem steigenden Kurs aus und wählt ein Stop-Buy-Limit bei einem Kurs von 1,52 Euro.

Mehr dazu: Stop Sell und Stop Buy Limit Order: So geht es

Sobald sich der Kurs der Aktie nun zum Eröffnungskurs auf oder über 1,52 Euro bewegt, wird die Order im Handel platziert. Worauf zu achten ist: Die Order wird „market“ platziert, was bedeutet, dass der nächste festgestellte Kurs zur Ausführung relevant ist.

Da es sich allerdings um eine Stop-Limit Opening-Only-Order handelt, ist der relevante Kurs, der durch das Stop-Buy-Limit angegeben wurde, ausschließlich der Eröffnungskurs. Sollte dieser nun nicht auf oder über 1,52 Euro notieren, so wird diese Order storniert.

Das Risiko dieses Ordertyps

Generell ist bei dieser Orderart zu beachten, dass man hierfür einen sehr liquiden Wert wählt, bei dem sekündlich die Kursfeststellung erfolgt. Dadurch sind große Kurssprünge innerhalb von kürzester Zeit unwahrscheinlicher, als bei illiquiden Werten.

Die Gefahr besteht unter anderem darin, dass die Order bei dem Beispiel von 1,52 Euro zum Eröffnungskurs ausgelöst wird, der nächste Umsatz aber bei 1,55 Euro stattfindet.

Dadurch, dass die Order „market“ platziert worden ist, kauft man nicht zum Eröffnungskurs von 1,52 Euro sondern zum nächsten Kurs 1,55 Euro.

Das Stop-Loss-Limit bei der Opening-Only-Order

Das Stop-Loss-Limit ist das Gegenstück zur Stop-Buy-Order. Angenommen man ist nun im Besitz der Commerzbank-Aktien und will sich gegen fallende Kurse absichern.

Hierzu überlegt sich der Händler vor Börsenbeginn eine Schwelle, unter der er die Aktien zum Verkauf in den Markt geben möchte – beispielsweise bei 1,45 Euro.

Nun wird die Verkaufsorder ausgelöst, sobald der Eröffnungskurs der Commerzbank bei 1,45 Euro oder darunter notiert. In diesem Falle wird die Order ebenfalls „market“ eingestellt und dann zum nächsten festgestellten Kurs verkauft.

Der Unterschied zwischen der Limit- und der Stop-Limit-Order

Eine Limit-Order spezifiziert einen bestimmten Kurs. Die Order darf nur zu diesem oder zu einem für den Investor günstigeren Preis ausgeführt werden.

Bei der Stop-Order – oder konkret auch bei der Stop-Limit Opening-Only-Order – wird lediglich bestimmt, ab welcher Schwelle die Order ausgelöst wird.

Der Kurs, der letztendlich für diese Order zugrunde gelegt wird, kann hierbei im Gegensatz zu der einfachen Limit-Order erheblich abweichen und für böse Überraschungen sorgen.

21. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.