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Stop Limit Order: Bedeutung und Einsatz verständlich erklärt

Nicht nur Anfänger im Börsengeschäft sind mit den Orderzusätzen, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten eingesetzt werden können, teilweise überfordert.

Dabei sind diese Orderzusätze wichtige Bausteine, um einen Auftrag gezielt erteilen zu können und ein ordentliches Risikomanagement zu betreiben.

Die Stop-Limit-Order wird sehr häufig nicht, oder schlimmer noch, falsch verstanden, ein guter Grund, diesen Orderzusatz einmal etwas näher zu beleuchten.

Stop-Limit-Order als Erweiterung zum einfachen Stop

Einfache Stop-Orders geben eine Kursgrenze an, bei der eine Aktion, ein Kauf oder Verkauf, ausgeführt werden soll.

Der Stop-Loss als Orderart sollte hierbei wirklich jedem bekannt sein, da es eine elementare Funktion zur Absicherung gegen ausufernde Verluste ist. Einfach gesagt wird beim Unterschreiten einer gesetzten Kursmarke eine Verkaufsorder in den Markt gestellt.

Beim Stop-Buy verhält es sich genau andersherum. Hier wird beim Überschreiten einer gesetzten Kursmarke eine Kauforder in den Markt gegeben. Der Begriff ist etwas verwirrend, da nicht wirklich etwas gestoppt, sondern ein Kauf gestartet wird. Einige deutsche Broker sind daher dazu übergegangen, den Begriff „Start-Buy-Order“ zu verwenden.

In beiden Fälle wird jedoch eine unlimitierte Order in den Markt gestellt. Eine Stop-Limit-Order hingegen erteilt genauere Vorgaben für die Ausführung.

Stop-Limit bei Kauf und Verkauf möglich

Die einfache Stop-Order mit einem Limit zu versehen, ist sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf möglich. Allerdings sind die Auswirkungen hier sehr unterschiedlich. Während ein Stop-Buy-Limit in vielen Fällen sehr nützlich sein kann, ist ein Stop-Loss-Limit oder Stop-Sell-Limit durchaus mit Vorsicht zu genießen.

Darum schauen wir uns beide Fälle etwas näher an.

Stop-Limit beim Kauf: Stop-Buy-Limit-Order

Beim Eingeben einer Kauforder kann es durchaus sinnvoll sein, ein Stop-Buy-Limit zu verwenden. Wenn ich zum Beispiel erst beim Erreichen einer bestimmten charttechnischen Marke einen Wert kaufen, aber bei zu schnell ansteigenden Kursen nicht mehr als einen festgesetzten Betrag dafür bezahlen will.

Stop Limit Bedeutung Erklärung

In dem Beispielbild aus dem Gevestor Charttool lässt sich gut erkennen, dass bei der Marke von 43,00 € durch den Stop-Buy die Verkaufsorder ausgelöst wird. Wird aber die Marke von 45,00 €, das Limit, überschritten, wird die Order nicht weiter ausgeführt. So kann man vermieden, bei schnell steigenden Kursen überteuert einzusteigen.

Vorsicht beim Stop-Loss-Limit

Während das gut gewählte Setzen eines Stop-Loss eine der Grundlagen zur Absicherung eines Investments gegen hohe Verluste ist, ist das Stop-Loss-Limit mit Vorsicht zu genießen.

Der reine Stop-Loss löst beim Unterschreiten einer gesetzten Kursmarke eine Verkaufsorder aus. Mit einem Stop-Loss-Limit wird diese Verkaufsorder allerdings wieder beschränkt.

Fällt der Kurs also unter die Marke des Stop-Loss-Limits, wird kein Verkauf ausgeführt und etwaige Verluste würden weiterlaufen. Die Funktion des Stop-Loss selbst wird also durch das Limit wieder aufgehoben.

Wer allerdings mit Devisen im Forexhandel tätig ist oder Leerverkäufe auf Aktien tätigt, kann sich mit Hilfe dieser Order in einen Verkauf sehr gezielt „einstoppen“ lassen.

Stop-Limit-Orders sind hilfreich – wenn sie richtig eingesetzt werden

Sowohl die Stop-Buy-Limit-Order als auch die Stop-Loss-Limit-Order können sehr hilfreiche Instrumente sein, um dem Trader ein gutes Risikomanagement zu ermöglichen.

Gerade die Stop-Buy-Limit-Order ist auch für viele Privatanleger interessant, um ein zu „teures“ Einsteigen bei hochschnellenden Kursen zu vermeiden. Aufgrund der unterschiedlichen Namensgebung für dieses Instrument (Stop-Buy-Limit, Start-Buy-Limit) sollte man im Zweifelsfall einfach bei seinem Broker nachhaken und um eine exakte Erklärung bitten, um Missverständnisse zu vermeiden.

29. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.