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Stop-Loss gehört zum Aktienmarkt dazu

Es geht nicht nur um die Auswahl. Ob Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere – das Vermögen will gemanagt werden, und zwar aktiv. Erst dann führt die gewählte Anlagestrategie zum Erfolg. Um das Vermögen zu verwalten, sind Stop-Loss Limits eine gute Wahl.

Stop-Loss: Verkaufslimits nach Risiko setzen

Anleger können diese Stop-Loss Limits setzen, damit das Wertpapier bei der Unterschreitung einer Kursschwelle ohne weitere Anweisung zum Kauf freigegeben wird. Diese Verbindliche Verkaufskurse ermöglichen Ihnen als Anleger, bei fallenden Märkten automatisch (!) rechtzeitig auszusteigen und so Gewinne zu realisieren oder Verluste zu begrenzen.

Als Faustregel gilt hierbei:

  • Bei sehr sicheren Anlagen wie Anleihen sollte der Verkaufskurs bis zu 10% unterhalb des Einstiegskurses liegen.
  • Aktien, Aktienfonds, Zertifikate auf Aktien oder Rohstoffe: Zwischen 15% und 25%.
  • Hebel-Zertifikate, Optionsscheine: Bis 40%.

Wie groß der Abstand tatsächlich gewählt wird, hängt natürlich auch von den jeweiligen persönlichen Rahmenbedingungen eines jeden Investors ab.

Der Experte rät: Passen Sie die Verkaufskurse bei einer positiven Entwicklung des Wertpapierkurses von Zeit zu Zeit an. Dies sollten Sie jedoch nur bei größeren Veränderungen machen.

Gerade bei Verwendung von limitierten Ordern kann eine Anpassung der Verkaufskurse mit Kosten verbunden sein. Diese sind bei den verschiedenen Banken und Brokern unterschiedlich.


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Ziehen Sie nur bei einer nachhaltig positiven Entwicklung, die bei konservativen Papieren mindestens 10% und bei spekulativeren Positionen – etwa Aktien – mindestens 20% beträgt, Ihren Stop-Kurs nach.

Stop-Loss-Kurse: Es gibt 2 Möglichkeiten

Wie so oft, stehen Anleger auch beim Stop-Loss vor zwei unterschiedlichen Möglichkeiten.

Zum einen können Sie bei Ihrer Depotbank eine direkte Verkaufsorder geben. Oft ist diese Orderaufgabe gebührenfrei, Kosten fallen erst bei der tatsächlichen Ausführung an. Erkundigen Sie sich jedoch in jedem Fall bei Ihrer Depotbank über die möglichen Kosten. Achten Sie dabei darauf, dass Sie für den Bestand des Stop-Loss-Limits das größtmögliche Zeitintervall wählen.

Bei der anderen Möglichkeit können Anwender mentale Verkaufskurse nutzen. Hierbei setzen Sie für sich selbst ein Limit fest, bei dem Sie in jedem Fall verkaufen. Mit dieser Taktik sparen Sie unter Umständen Gebühren und können gleichzeitig die Kurse flexibler anpassen, ohne dass zusätzliche Aufwendungen anfallen.

Warum Sie Stop-Loss bei Optionsscheinen genau überwachen sollten

So bewirkt ein Stop-Loss-Auftrag, dass Ihnen bei Optionsscheinen, die auf Ihren ausdrücklichen Wunsch oder aufgrund der geringen Stückzahl zum Kassakurs abgewickelt werden, erst der Kurs des nach Durchbrechen des Limits folgenden Tages berechnet wird.

Dies kann aufgrund der großen Schwankungsbreite der Optionsscheinkurse bei entsprechender Marktlage dazu führen, dass der erzielte Verkaufspreis durchaus um 10, 20 oder gar 30% unterhalb der von Ihnen vorgegebenen Stop-Loss-Marke liegt.

Gleiches gilt, wenn es beispielsweise über Nacht einen großen Kursrutsch gibt. Somit tragen alle Stop-Loss Orders ein gewisses „Restrisiko“, auch deutlich tiefere Verkaufskurse zu realisieren. Je weniger Umsatz stattfindet, desto größer können die entsprechenden Kurssprünge sein.

Extremes Beispiel für die Unwirksamkeit von Stop-Loss-Orders

Am 15.01.2015 sorgte die Schweizer Nationalbank für einen erdrutschartigen Rückgang des EUR/CHF Kurses. Nach der völlig überraschenden Aussage, die Kursuntergrenze von 1,20 Euro/CHF aufzugeben sackte der Kurs innerhalb von Sekunden auf unter 0,85 ab. Viele Marktteilnehmer beklagten anschließend, dass ihre Stop-Loss Verkauforders erst zu deutlich niedrigeren Kursen als vorgegeben ausgeführt worden seien. Tatsächlich gab es wirklich aber einen extrem großen Kurssprung, der praktisch alle vorliegenden limitieren Verkaufsorders ins Leere laufen ließ.

Die Wahl der Börse ist wichtig

Achten Sie immer darauf, auf welchen Marktplatz sich Ihre Stop-Loss Marken beziehen. Oft ist es möglich, diese Orders bei Optionsscheinen direkt im Handel mit den jeweiligen Emittenten zu platzieren. Auch wenn an den Börsen kein aktueller Kurs festgestellt wurde, werden Ihre Limite dabei berücksichtig, weil die jeweiligen Emittenten stets marktgerechte Geld-Briefkurse stellen, die ebenfalls für die Wirksamkeit der Limit-Orders berücksichtigt werden.

Bei Aktien wählen Sie am besten immer den Börsenplatz, an dem die meisten Umsätze getätigt werden.

Stop-Loss mental: Darauf müssen Sie achten

Zwei Dinge sollten Sie beachten, falls Sie sich für die nicht-automatisierte Möglichkeit des mentalen Stop-Losses entscheiden: Zum einen reagiert der Computer einer Bank beim Ausführen der Order sofort, wenn eine Verkaufsschwelle erreicht oder unterschritten wurde. Gerade wenn es steil nach unten geht, können Sie durch eine verzögerte Reaktion wertvolle Zeit verlieren.

Zum anderen laufen Sie Gefahr, Ihre Strategie nicht anzuwenden, indem Sie die festgelegten Verkaufskurse am Ende doch nicht ausüben. Mentale Stop-Loss-Verkäufe erfordern daher sehr viel Selbstdisziplin. Viele Anleger haben durch nicht ausgeführte mentale Stop-Loss Kurse viel Geld verloren. Typischer Weise werden diese nämlich nicht tatsächlich ausgeführt, sondern stattdessen nur „mental“ weiter nach unten angepasst.



27. Juli 2015

Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.