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Stop-Loss: Was Sie über dieses wichtige Finanzinstrument wissen müssen

Stop-Loss heißt nichts anderes als einen Verlust zu stoppen. Oberstes Ziel einer Stop-Loss-Strategie ist es daher, die Verluste bei einem Aktieninvestment zu begrenzen.

Viele Anleger neigen dazu, Verluste laufen zu lassen und Gewinne zu schnell zur realisieren. Der Anleger sollte daher umdenken und mit Hilfe von Stopp-Loss-Kurse eine deutlich rentablere Strategie einschlagen.

Wie funktionieren Stop-Loss-Kurse genau?

Wenn Sie als Anleger sich beispielsweise entscheiden, ihr Kapital in die SAP-Aktien zu investieren, dann können Sie bereits beim Kauf einen Stopp-Kurs festlegen. Angenommen Sie kaufen die SAP-Aktie für 50 Euro pro Aktie.

Sie wollen aber auf keinen Fall mehr als 10% verlieren. Sie setzten daher ihren Stop-Loss-Kurs auf 45 Euro. Wenn die SAP-Aktie in der Folgezeit auf 45 Euro oder noch tiefer abrutscht, wird Ihre Position automatisch zum nächstverfügbaren Kurs bestens verkauft. In den meisten Fällen verlieren Sie dann nicht mehr als 10%.

Große Kursschwankungen erfordern ein Limit

Natürlich gibt es auch die Fälle, in denen eine Aktie innerhalb von Minuten 30% ihres Wertes verliert. Ihre SAP-Aktie würde dann nur noch 35 Euro kosten und deutlich unter dem Stopp-Kurs von 45 Euro notieren.

Für diesen Fall, sollten Sie Ihren Stoppkurs mit einem Limit ausstatten. Wenn das Limit für die SAP-Aktie bei 42 Euro liegt, wird die Stopp-Loss-Order erst ausgeführt, wenn der Kurs wieder auf 42 Euro gestiegen ist.


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Auf den richtigen Abstand achten

Jede Aktie unterliegt üblichen Schwankungen, die sich mit der Zeit in unterschiedlichen Kursen ausdrücken. Diese Schwankungen werden auch als Volatilität bezeichnet. Sie  sind normal und bieten keinen Anlass zur Sorge.

Mehr dazu: Volatilität: Definition der Standardabweichung

Sie dürfen daher Ihren Stop-Loss-Kurs nicht zur Nahe unter dem aktuellen Kursniveau platzieren. Sonst wird nämlich Ihre Position schneller verkauft als Ihnen lieb sein kann. Der Stoppkurs wird üblicherweise in einem Abstand von 10% – 20% zum aktuellen Kursniveau platziert.

Sichern Sie sich Ihre Gewinne

Stopp-Loss-Kurse dienen nicht nur der Verlustbegrenzung, sondern auch der Gewinnsicherung. Angenommen Ihre SAP Aktie steigt auf 60 Euro. Sie liegt dann 33% über Ihrem Stoppkurs.

Um zu verhindern, dass ihre Gewinne wieder dahin schmelzen, können Sie den Stoppkurs einfach nachziehen. Als neuen Stoppkurs können Sie 54 Euro festlegen. Dies liegt dann wieder 10% unter dem aktuellen Kursniveau. Wenn die Aktie auf ihren neuen Stoppkurs von 54 Euro fällt, erzielen Sie immerhin noch einen Gewinn von 8%.

Mehr dazu: Gewinnsicherung durch Einsatz von Stoppkursen

Automatisches Nachziehen durch Trailing-Stops

Um das Gewinne sichern für den Anleger noch bequemer zur machen, wird momentan von einigen Banken der Trailing-Stop neu eingeführt. Bei steigenden Kursen wird ihr Stoppkurs dabei automatisch nachgezogen.

Sie legen den gewünschten Abstand am Anfang z.B. auf 10% fest. Wenn die SAP Aktie von 50 Euro auf 80 steigt, liegt der neue Stoppkurs bei 72 Euro, ohne das sie dafür einen Finger krumm machen müssen. Wenn der Kurs auf 72 Euro fällt, wird Ihre Position automatisch verkauft und Sie erzielen einen stolzen Gewinn von 44%.

Halbwertszeit von Stoppkursen

Ein einmal festgelegter Stoppkurs gilt nicht ewig. Bestimmte Stoppkurse verlieren Ihre Gültigkeit sogar bereits nach 90 Tagen. Andere werden am Jahresende von den Banken automatisch gelöscht.

Sie müssen daher genau hinsehen, wie ihr Finanzdienstleister die Halbwertszeit definiert hat. Notfalls müssen Sie die Stoppkurse nach Verfall wieder erneuern, um dauerhaft geschützt zu sein.

Die eigene Psychologie überlisten

Anleger haben die Tendenz, sich mit ihren Investments übermäßig zur identifizieren. Das ist gefährlich, denn Probleme werden so verschleppt und nicht gelöst. Wenn die Aktie eines Anlegers stark fällt, möchte er sie nicht mit einem großen Verlust verkaufen. Er entscheidet sich daher, die Verluste auszusitzen.

Das ist fatal, denn so besteht das Risiko, dass seine Aktie weiter fällt. Auch bindet er sein Kapital dadurch dauerhaft an ein schlechtes Investment statt es in eine neue und bessere Aktie zu investieren.

15. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.