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Strategischer Konsum: Einkauf nach Plan

Es tut sich etwas in den Köpfen der Menschen. Immer mehr Deutsche legen Wert auf fair gehandelte und ökologisch hergestellte Produkte. Dies zeigt sich in deren Kaufverhalten. Strategischer Konsum bedeutet demnach, bewusst einen Lebensstil zu pflegen, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert.

Strategischer Konsum ist ein Aspekt verantwortlichen Handelns, welcher immer mehr Menschen dazu bewegt, jene Produkte beim Einkauf zu bevorzugen, die ökologisch und sozial verträglich produziert und vermarktet sind. Mit diesem Trend können Bürger unternehmerisch verantwortliches Verhalten unterstützen bzw. dieses sogar erzwingen.

Der Trend der Zeit: Von der Billigwaren-Revolution zum strategischen Konsum

Mit dem Aufkommen von Aldi, Netto, Lidl und Co. verbreitete sich in Deutschland ein regelrechter Billig-Boom. Die Jagd nach dem ultimativen Schnäppchen wurde zum Volkssport. Mit dem nachhaltigen Konsum jedoch ändert sich die Lage in den deutschen Geschäften. Einigen Marktstudien zufolge folgte bereits im Jahr 2009 ein Drittel der deutschen Konsumenten diesem veränderten Kaufverhalten.

Gab es früher in Reformhäusern vereinzelt Regale mit einigen wenigen Fairtrade-Produkten für die sogenannten „Ökos“, dann kann man nun von einem regelrechten Bio-Boom sogar in den Supermarktketten unseres Landes sprechen. So fanden auch Bio-Bananen ihren Weg ins Sortiment von Aldi und anderen Discountern, ebenso wie zum Beispiel Bio-Fertigpizzen oder Bio-Weine.

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Bio-Chic ist in und lecker – Das Mantra des strategischen Konsums

Strategischer Konsum heißt nicht, sich selbst hin und wieder eigennützig etwas Gutes zu tun, wenn man sich statt für das abgepackte Stück Schweinefleisch aus dem Discounter für das Produkt des Metzgers seines Vertrauens entscheidet oder im Bio-Laden nebenan einkauft. Strategischer Konsum bedeutet, beim Einkauf gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Immer mehr Verbrauchern ist die Herkunft solcher Produkte auch preislich immer mehr wert, wobei der Lifestyle-Aspekt des bewussten Konsums, im Gegensatz zu früheren Ökologiebewegungen, ebenfalls eine große Rolle spielt. Allen voran gelten Singles und Familien als Trendsetter des Bio-Booms.

Die Strategie: Das A und O des strategischen Konsums

Allerdings geht der strategische Konsum weit über das bewusste Einkaufen hinaus. Während sich immer noch viele Menschen mit dem Bio-Siegel auf den Discounter-Produkten zufriedengeben, geht der strategische Konsument noch einen Schritt weiter: Er gestaltet den Markt. Denn strategisch handeln heißt planvoll handeln.

So bedeutet strategischer Konsum nicht nur, gezielt nach ökologisch hergestellten Produkten zu suchen, sondern sich vor dem Einkauf auch über eben diese zu informieren. Mit dem gezielten Erwerb von Lebens- oder Reinigungsmitteln, die ihren Status als Bio-Produkte auch wirklich verdient haben, zwingt der strategische Konsument ganze Branchen zum Umdenken.

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Aber auch bei der Auswahl der eigenen Hausbank, der Wahl des Stromanbieters, dem Kauf elektronischer Geräte und der Kleidung kann man gezielt nach ökologischer Nischenware Ausschau halten.

2. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.