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Streitthema Nebenkostenabrechnung: Alles Wissenswerte auf einem Blick

Die Nebenkostenabrechnung ist das Streitthema Nummer Eins zwischen Vermieter und Mieter. Viele Mieter ärgern sich über die hohen Nachzahlungen in der Nebenkostenabrechnung. Vermieter und Mieter sollten daher genau wissen, welche Rechte der Mieter in Sachen Nebenkostenabrechnung hat. Immobilien & Vermietung – unser Tipp des Tages.

Nebenkostenabrechnung: Die Fristen

Der Mieter hat das Recht, die Unterlagen zur Nebenkostenabrechnung ausgiebig zu prüfen. Hat der Vermieter dem Mieter eine Nebenkostenabrechnung zugesandt, hat der Mieter bis zu vier Wochen zur Prüfung der Nebenkostenabrechnung Zeit.

Bezweifelt der Mieter die Höhe einzelner Kostenpositionen in der Nebenkostenabrechnung, hat der Mieter das Recht auf Einsicht in die zu Grunde liegenden Unterlagen, Belege und Rechnungen der Nebenkostenabrechnung.

Der Mieter kann sogar die Zusendung von Fotokopien der Unterlagen fordern, soweit er bereit ist 0,25 Euro pro Kopie zu zahlen. Solange ein Vermieter den Anspruch des Mieters auf Zusendung von Fotokopien nicht erfüllt, ist die Nebenkostenabrechnung nicht fällig. Der Mieter muss nicht bezahlen.


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Der Mieter muss spätestens zwölf Monate, nachdem er eine Nebenkostenabrechnung erhalten hat, seine Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung geltend machen. Danach sind Einwände ausgeschlossen.

Nebenkostenabrechnung: Der Mieter soll sie verstehen können

Der Mieter hat das Recht auf eine nachvollziehbare und übersichtliche Nebenkostenabrechnung.

Folgende Daten müssen gehören daher in die Nebenkostenabrechnung: die Angabe des Abrechnungszeitraumes, die Zusammenstellung der Gesamtkosten, der Verteilerschlüssel (Berechnung nach Wohnungsgröße bzw. Anzahl der Wohnungsnutzer) und die Verrechnung der einzelnen Kosten mit den Vorauszahlungen.

Liegt dem Mieter keine ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung vor, so muss er die Nachforderung nicht bezahlen.

Nebenkostenabrechnung: Nachträgliche Korrektur unmöglich

Ändert der Vermieter nachträglich die Nebenkostenabrechnung, ist diese nicht zulässig.

Hat der Mieter die Nebenkostenabrechnung erst einmal akzeptiert, sind nach gängiger Rechtsprechung keine Nachträge mehr möglich.

Vergisst der Vermieter eine Rechnung oder hat er sich verrechnet, kann er die Nebenkostenabrechnung im nachhinein nicht mehr korrigieren.

Nebenkostenabrechnung: Mieter können ihre Vorauszahlungen zurückfordern

Ein Mieter hat das Recht, die Rückzahlung aller monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen zu verlangen, wenn der Vermieter sich weigert, über Betriebskosten und Vorauszahlungen abzurechnen.

Ein Mieter hat sogar das Recht, nach Beendigung des Mietverhältnisses alle bisher geleisteten Vorauszahlungen zurückfordern, wenn der Vermieter während des Mietverhältnisses keine Nebenkostenabrechnung erstellt hat.

Allerdings müssen die unstreitig entstandenen Nebenkosten berücksichtigt werden.

9. August 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.