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Stufenzinsanleihe Besteuerung – diese Steuern fallen an

Bei einer Stufenzinsanleihe steigt oder fällt der Zins in regelmäßigen Abständen. Das wird vorher vereinbart. Daher kommt der Begriff „Stufe“.

Es geht um Anleihen, deren Zinssatz an festgemachten Zeitpunkten (üblicherweise jährlich) steigt oder fällt. Dadurch steht von Beginn an fest, welche Zinsen über die Laufzeit verdient werden können.

Die Zinssätze werden bereits bei der Emission der Anlage festgelegt. Eine Anleihe mit steigenden Zinsen nennt sich „Step-Up-Anleihe“. Fallen die Zinsen dagegen, verwendet man den Begriff „Step-Down-Anleihe“.

Sicheres Investment

Stufenzinsanleihen sind geeignet für Investoren, die kein großes Risiko eingehen wollen. Sie kennen zu Beginn der Kapitalanlage genau die jährlichen Zinsen und erhalten am Ende der Laufzeit 100% des Investments wieder.

Dazu gibt es auch kein Kursrisiko wie bei Aktien oder anderen Anleihen. Man kann die Sicherheit dieser Anlage durchaus mit einem Bundesschatzbrief vergleichen.


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Stufenzinsanleihe: Besteuerung

Der erwirtschaftete Gewinn aus Stufenzinsanleihen (auch aus Gleitzinsanleihen) gilt beim privaten Anleger zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen. Im Einkommensteuergesetz (EstG) ist dies unter §20 Abs. 1 Nr. 7 nachzulesen.

Man kann vor der Steuer aber Werbungskosten (wie beispielsweise Schuldzinsen für einen Wertpapierkredit) abziehen. Was hieraus übrig bleibt, wird in der Anlage KAP in Zeile 6 der Steuererklärung eingefügt.

Wurden von den Zinsen bereits Zinsabschlagssteuer und Solidaritätszuschlag bezahlt, muss man diese Beträge auf einer Steuerbescheinigung hinzufügen. Fehlt die Bescheinigung, geht das Finanzamt davon aus, dass diese Abgaben noch zu tätigen sind.

Kapitalertragssteuer

Nimmt man Zinsen ein, so gilt dafür die Kapitalertragssteuer. 25% der Einnahmen werden dabei an das Finanzamt abgeführt. Dazu kommen noch 5,5% der 25% als Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer.

Veräußert man die Anleihe vor Ablauf, muss man auch auf diesen Gewinn Steuern zahlen. Ein Zwischenverkauf wird zu den bereits eingenommenen Zinsen addiert und zählt ebenfalls als Einnahme aus Kapitalvermögen.

Jedoch ist nicht der gesamte Profit aus einer Zwischenveräußerung steuerpflichtig, sondern lediglich die besitzanteilige Emissionsrendite. Dabei handelt es sich um die vom Emittenten als sicher ausgegebene Rendite. Oft lässt sich das auch aus den Bedingungen der Anleihe berechnen.

Im Klartext heißt das: Als Verkäufer muss man nur die Rendite versteuern, die man anteilig für den Zeitraum bekommen hat, in dem die Anleihe sich im eigenen Depot befand.

Sichere Anlage mit einfacher Besteuerung

Die Stufenzinsanleihe-Besteuerung ist recht einfach, solange man die Anleihe nicht vor Ablauf verkauft. Lässt man sie bis zum Ende durchlaufen, zahlt man auf seine Zinseinnahmen 30% Kapitalertragssteuer.

Wird die Anleihe vorher veräußert, muss man dem Finanzamt genau aufschlüsseln, wie lange sie im Depot lag und welche Zinsen verdient wurden. Bei der Steuererklärung sollte man – sofern vorhanden – die Steuerbescheinigung über bereits gezahlte Abgaben auf jeden Fall beilegen.

Unterm Strich ist die Stufenzinsanleihe also ein extrem sicheres Investment mit überschaubarer Steuerstruktur.

7. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.