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Stufenzinsanleihe: Erklärung des Modells

Die Auswahl an Anleihe-Modellen ist groß. Das Grundprinzip ist stets dasselbe: Der Käufer gewährt dem Emittenten ein meist langfristiges Darlehen und wird dafür entlohnt.

Bei Standardanleihen erhält der Anleger jährlich einen Zinssatz auf den Nennwert der Anleihe und zum Ende der Laufzeit das volle Darlehen zurück. Der Jahreszins bleibt hierbei über die gesamte Strecke gleich.

Der Zinsverlauf unterscheidet die Stufenzinsanleihe von der herkömmlichen Anleihe.

Stufenzinsanleihe: Zinsen ändern sich jährlich

Bei den meisten Stufenanleihen steigt der Zins jährlich an. Der Jahreszins wird bereits bei Ausstellung festgelegt. Man spricht hierbei auch von einer Zinstreppe.

Somit hat der Anleger die Möglichkeit, mit jedem Jahr mehr Gewinn einzustreichen, was einen Anreiz darstellt, die Stufenanleihe bis zum Ende der Laufzeit zu halten.

Die Zinstreppe muss jedoch nicht zwangsläufig nach oben führen. Der jährliche Zinsfuß kann auch mit fortschreitender Laufzeit abnehmen. Man spricht daher je nach Zinsverlauf von einer „Step-up-“ beziehungsweise „Step-down-Anleihe“.


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Stufenzinsanleihe: Erklärung am Beispiel Bundesschatzbrief

Bundesschatzbriefe wurden von 1969 bis 2013 vom Bund ausgegeben. Es handelte sich hierbei um Stufenanleihen für private Anleger, die nicht in den Börsenhandel gegeben wurden.

Es gab 2 Modelle: So war es möglich, sich den steigenden Zinssatz mit Ende jedes Jahres auszahlen zu lassen, oder gesammelt mit dem Nennwert zum Ende der Laufzeit. Diese betrug 6 oder 7 Jahre.

Da Bundesschatzbriefe nicht an der Börse notiert wurden, entfiel ein Kursrisiko. Ab diesem Jahr werden die Bundesschatzbriefe aus Kostengründen nicht mehr aufgelegt.

Mehr zum Thema: Bundesschatzbriefe – Definition einer Anlageform

Das Emittenten-Risiko

Zwar unterliegt die Stufenzinsanleihe keinem Kursrisiko – wie etwa Aktien – ein Unsicherheitsfaktor besteht dennoch. Die Erklärung dafür ist das sogenannte Emittenten-Risiko.

Bei der Stufenzinsanleihe handelt es sich um eine Inhaberschuldverschreibung. Wird der Aussteller zahlungsunfähig, gefährdet dies das Darlehen, welches der Anleger dem Emittenten gewährt hat.

Ist die Stufenzinsanleihe sehr renditestark, liegt dies oftmals an einem vergleichsweise hohen Emittenten-Risiko. Daher sollte der Aussteller einer Anleihe vorab ausführlich überprüft werden.

Erscheint der Emittent verlässlich, kann die Stufenanleihe eine gute Wahl für Kapitalanleger mit geringer Risikobereitschaft sein.

Weitere Anleihe-Modelle

Neben den Standard- und Stufenanleihen kursieren noch zahlreiche weitere Modelle. Nicht immer geht die Rendite hierbei auf die Verzinsung zurück.

Mehr zum Thema: Anleihen im Überblick

Bei Nullkuponanleihen etwa richtet sich der Gewinn nach der Differenz von Ausgabe- und Rückzahlungskurs am Ende der Laufzeit.

Nicht immer wird der Nennwert am Ende dieser Zeit zurückgezahlt. Tilgungsanleihen zahlen ihren Nennwert nicht auf einen Schlag, sondern in Raten über einen bestimmten Zeitraum zurück.

Konsolbonds beispielsweise zahlen den Nennwert nicht zurück, der Gewinn des Anlegers entstammt ausschließlich aus den Zinsen.

25. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.