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Stufenzinsanleihe – Sicherheit hat ihren Preis

Stufenzinsanleihen sind eine besondere Form verzinslicher Wertpapiere. Wie bei gewöhnlichen Anleihen auch bekommt der Anleger in eine Stufenzinsanleihe einen beim Kauf der Anleihe für die Laufzeit festgelegten Zinssatz.

Ist dieser Zinssatz bei normalen Anleihen über die Laufzeit konstant, ändert er sich jedoch bei Stufenzinsanleihen.

In der Regel geschieht das jährlich. Bei einigen Stufenzinsanleihen steigt der Zinssatz jedes Jahr, bei anderen verringert sich der Zinssatz jährlich. Stufenzinsanleihen sind also in der Rendite gestuft – und die Treppe kann aufwärts oder abwärts gehen.

Stufenzinsanleihe: Kalkulatorische Sicherheit

Weil die Zinssätze, ob ansteigend oder abnehmend – von Vornherein feststehen, haben beide Seiten, der Herausgeber und der Anleger bei Stufenzinsanleihen eine planerische, also kalkulatorische Sicherheit.

Mehr zum Thema: Stufenzinsanleihe Bewertung: Die passende Anleihe finden


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Zudem gelten diese speziellen Anleihen auch deswegen als sicher, weil man am Ende der Laufzeit neben den vereinbarten Zinsen natürlich auch wieder das eingesetzte Kapital, also den Nominalwert der Anleihe, zurückbekommt.

Risiko der Pleite des Emittenten

Stufenzinsanleihen werden oft von Landesbanken herausgeben. In der Regel ist die Insolvenz einer Landesbank eher unwahrscheinlich.

Die Finanzkrise ab 2008 hat für viele Anleger und Kapitalmarktakteure aber wieder in Erinnerung gerufen, dass auch Landesbanken und selbst ganze Staaten von einer Pleite bedroht sein können.

Im Hinblick auf die Sicherheit von Stufenzinsanleihen muss man also sagen: Ganz auszuschließen ist  nie, dass man das Geld am Ende auch wirklich wieder zurückbekommt.

Kündigung und Verkauf einer Stufenzinsanleihe

Zudem gibt es bei Stufenzinsanleihen manche Verträge, die ein Kündigungsrecht seitens der Banken vorsehen. Solche Verträge einzugehen sollte man sich gerade bei Stufenzinsanleihen gut überlegen.

Denn in der Regel erfolgt eine Kündigung dann, wenn es für die Bank lukrativ erscheint und Sie mit den steigenden Renditen gerechnet hatten. Zwar bekommen Sie dann natürlich auch Ihr eingesetztes Kapital zurück, also den Nominalwert der Anleihe.

Mehr zum Thema: Stufenzinsanleihe: Wenn die Kündigung der Bank droht

 

Da Stufenzinsanleihen in der Regel aber über den Zeitraum von mehreren Jahren gehen, schmälert sich dann die Rendite, mit der Sie bei Abschluss des Vertrages kalkuliert hatten.

Alternativen zu Stufenzinsanleihen prüfen

Daher sollte man, bevor man in Stufenzinsanleihen investiert, auch mögliche Alternativen bedenken – vor allem, wenn die Bank ein Kündigungsrecht der Anleihe in den Vertrag geschrieben hat.

Denn im Falle einer Kündigung wäre es möglicherweise besser gewesen, von Anfang an sein Geld in renditesichererer Weise anzulegen, als sich auf Renditen gefreut zu haben, die sich mit der Kündigung dann als Luftschlösser erweisen.

Kursverluste beim Verkauf

Andererseits sollte man, wenn man in Stufenzinsanleihen sein Geld investiert, auch einen langen Atem haben. Denn bei einem vorzeitigen Verkauf dieser Anleihen findet man Käufer oft nur, wenn man Kursabschläge in Kauf nimmt.

10. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.