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Südkorea: Zu Unrecht als „Schwellenland“ abgetan

Unter den zahlreichen Schwellenländern habe ich eine Region herausgefiltert, die sich aktuell ebenfalls in einem atemberaubenden Tempo entwickelt: Praktisch abseits des medialen Interesses wächst vor den Toren Chinas Südkorea zu einer führenden Wirtschaftsmacht heran. Das macht das Land auch für Anleger sehr interessant.

Südkorea ist auf dem Sprung zum Industrieland

Zwar wurde im vergangenen Jahr „nur“ ein Wirtschaftswachstum von 2% erreicht, doch nach 2,3% in diesem Jahr, wird davon ausgegangen, dass Südkorea 2014 wieder die 4 vor dem Komma stehen hat.

Zeitgleich könnte sich auch der Status des Landes bei vielen Investoren ändern. Der amerikanische Index-Anbieter Morgan Stanley Capital International (kurz MSCI) überlegt, Südkorea im kommenden Jahr auf die Liste der entwickelten Länder hoch zu stufen. Aus Sicht des „Geldanlage-Beraters“ ein überfälliger Schritt, der neue Gelder anzieht.

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Bereits Platz 15 der größten Volkswirtschaften

Dank einer konsequenten Reformpolitik und Fokussierung auf eine exportorientierte Industrie konnte sich das Land innerhalb von 30 Jahren zu einer führenden Wirtschaftsnation aufschwingen. Inzwischen belegt das Land mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1,1 Mrd. US-$ Platz 15 der größten Volkswirtschaften und Platz 7 der größten Exportnationen.

Südkorea kam sowohl glimpflich durch die „Asien-Krise“ 1997/1998 als auch durch die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Sie sehen, dass Südkorea anhand dieser Daten den Status „Schwellenland“ getrost ablegen darf. Neben den starken Zahlen zur Wirtschaftskraft fehlen auch andere typische Schwellenland-Merkmale.

Die Inflationsrate ist niedrig (2,2%) und der Armuts-Anteil verhältnismäßig gering. Zudem wird die Arbeitslosigkeitsrate mit lediglich 2,9% angegeben – ein im weltweiten Vergleich kaum vorhandener Spitzenwert.

Günstige Einstiegschance

In der aktuellen Phase bietet sich wieder ein günstiger Einstieg in den koreanischen Aktienmarkt an. Nachdem es erneut zu Auseinandersetzungen mit Nordkorea gekommen war, ging die Börse in Seoul in die Knie. Dieser Rücksetzer wird jedoch nicht von Dauer sein.

Südkorea-Fonds als renditestarke Depotbeimischung

Als Anlage in Südkorea bietet sich ein breit gestreuter Fonds an. So reduzieren Sie das Risiko im Vergleich zu Einzelaktien zumindest etwas. Gut geschlagen hat sich beispielsweise der Baring Korea Trust. Der Gewinnzuwachs beträgt in den letzten zehn Jahren beeindruckende +185%.

Mit Samsung (9,9% des Fondsvermögens) und Hyundai (8,19) liegen aktuell die Anlageschwerpunkte bei den größten Unternehmen Südkoreas. Danach folgen SK Hynix (6,3%) und Shinhan Financial GP (3,9%). Bei den Branchen dominieren aktuell die Technologie-Branche (24,4%) und die Konsumgüter (21,8%). Danach folgen Industrie (12,3%) und Finanzdienstleistungen (11,2%).

Wichtig: Aufgrund der höheren Risiken sollte ein Südkorea-Fonds lediglich als renditestarke Depotbeimischung zum Einsatz kommen. Setzen Sie den Schwerpunkt Ihrer Aktien-Anlagen weiterhin auf die etablierten Aktienmärkte in Europa und den USA.

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3. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.