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Südamerika: Aktien mit enormen Zuwächsen

Während an den Aktienmärkten Europas und der USA die Potenziale weitgehend ausgereizt scheinen, lohnt sich ein Blick auf Regionen, die sich aus einer Krisenphase emporarbeiten. Eine, die üblicherweise eher im Schatten steht, ist Südamerika. Aktien aus Brasilien, Chile, Peru oder Argentinien legen seit geraumer Zeit eine überraschende Entwicklung aufs Parkett.

Aktien in Südamerika im Höhenflug

Treten der S&P 500 oder der Dax nahezu auf der Stelle, liegen die Leitindizes der Länder satt im grünen Bereich. Trotz nach wie vor existenter Probleme und politischer Querelen in der Region setzen Investoren auf Erholung und nehmen den Aufschwung an den Börsen vorweg.

So legte der brasilianische Leitindex Bovespa auf Jahressicht um 22,23 % zu, der Peru BVL General Index um 16,86 %, der chilenische IGPA um 23,1 % und Argentiniens Merval gar um 50,4 %. Einige Papiere, die besonders zulegten, werden auch an der Stuttgarter Börse gehandelt.

Dort brachte es im selben Zeitraum der peruanische Minenbetreiber Volcan Compania Minera auf satte 268 %. Der argentinische Energielieferant und Pipelinebetreiber Transportadora de Gas del Sur (TGS) kam auf über 200 %. Der brasilianische Top-Finanzinvestor Bradespar verzeichnet ein Plus von 165 %. Und Vale aus Rio de Janeiro, das neben Rio Tinto und BHP Billiton zu den größten Bergbaukonzernen der Welt gehört, legte um 119 % zu.


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Daneben bescherte eine ganze Reihe weiterer Aktien aus Südamerika ihren Anlegern hohe zweistellige Zuwachsraten. Langfristig betrachtet zeigen die Papiere meist extreme Hoch- und Tiefphasen. Selbst Vale verzeichnet über die vergangenen zehn Jahre ein Minus von 41,5 %. Die Entwicklung ist teils den Rohstoffzyklen sowie Rohölpreisen geschuldet, mit Blick auf die jüngste Vergangenheit aber vor allem der Rezession in Brasilien und Argentinien.

Reformen müssen sich erst durchsetzen

Seit 2015 jedoch wird an den Börsen zwischen Panama und Patagonien wieder Samba, Salsa und Tango gespielt. Die Kurse erklimmen aus der Talsohle heraus neue Höhen. Und das obwohl die Unsicherheiten in Brasilien und Argentinien noch nicht ausgestanden sind. Die Märkte setzen offenbar auf die Durchsetzungskraft der wirtschaftlich orientierten Regierungen.

Brasiliens Präsident Michel Temer bleibt trotzt Korruptionsvorwürfen weiter im Amt. Nun will er den Stromversorger Eletrobras privatisieren und an die Börse bringen. Und in Argentinien führt Mauricio Macri seinen Reformkurs gegen massive Widerstände fort. Mit ihm hat das Land wieder deutlich an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen.

Der Unterschied: Macri hat noch eine längere Amtszeit vor sich. In Brasilien indes stehen nächstes Jahr Neuwahlen an. Hier ist alles offen, denn der Aufschwung aus der zuvor tiefen Rezession kam noch nicht in der breiten Bevölkerung an. Erst dieser Tage konnten die Konsumausgaben leicht zulegen.

Die größte Volkswirtschaft Südamerikas ist zwar langsam auf dem Weg der Besserung, doch das Tempo passt nicht zur stürmischen Entwicklung am Aktienmarkt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst dieses Jahr um 0,5 % gegenüber 2,7 % in Argentinien. Die Vorschusslorbeeren für Südamerikas Aktien sind vor allem hoffnungsgetrieben, weshalb mittelfristig mit einer Korrektur zu rechnen ist.

Aufholpotenzial trotz und wegen Trump

Wer die Turbulenzen zum Einstieg nutzen möchte, sollte also vorsichtig sein. Auch Argentinien hat noch einen weiten Weg zur nachhaltigen Besserung vor sich. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, und der Peso hat zum Dollar innerhalb eines Jahres rund 80 % an Wert verloren. Völlig konträr zum brasilianischen Real, der zur harten Währung Südamerikas geworden ist.

Dennoch: Die Region hat greifbare Aufholpotenziale wie kaum eine andere. Sie steht und fällt vor allem mit Brasilien – und seiner inneren Verfassung. Nach außen hin ist dessen Wirtschaft vergleichsweise stabil und selbst durch Donald Trumps Abschottungskurs kaum zu beeinflussen. Sie profitiert eher davon. So will sich etwa Mexiko nun verstärkt in Brasilien mit Getreide und Mais versorgen. Neue Mauern im Norden schaffen neue Allianzen im Süden.

Was Chile und Peru angeht: Die Länder sind zwar insgesamt in ruhigerem Fahrwasser, wobei Peru mit 3,8 % Wirtschaftwachstum vorne liegt. Doch in den Ländern sind die Aktienmärkte deutlich kleiner und volatiler – eben wegen der geringeren Transaktionsvolumina.

15. September 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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