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Tagesanleihe: Zinssatz orientiert sich am EONIA

Auf dem Finanzmarkt gibt es verschiedene Anlagemöglichkeiten.

Als besonders sicher gelten dabei Anleihen, darunter auch die Bundesanleihe der Bundesrepublik Deutschland.

Eine weitere Möglichkeit für Privatanleger stellt in diesem Zusammenhang die sogenannte Tagesanleihe dar, die die Bundesanleihe (auch Bundeswertpapier) mit den Vorzügen eines Tagesgeldkontos verbindet.

Bundesanleihe und Tagesgeldkonto: Die Kombination macht’s

Mit Bundesanleihe und Tagesgeldkonto werden verschiedene Aspekte beider Anlagevarianten kombiniert.

Wie bei einem Tagesgeldkonto kann man das Geld, das man im Rahmen der Tagesanleihe anlegt, jederzeit abheben.

Dies ist ein Vorteil gegenüber einer normalen Anleihe, schließlich wird dabei das Geld über einen bestimmten Zeitraum angelegt, in dem nicht darauf zugegriffen werden kann.

Überweisungen sind allerdings nicht im Rahmen der Tagesanleihe möglich.

Mehr zum Thema: SEPA-Überweisung: Tipp für Sparfüchse

Das angelegte Geld dient – wie auch bei der Bundesanleihe – der Finanzierung von Defiziten im Bundeshaushalt.


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Es handelt sich also auch um eine öffentliche Anleihe. Der Zinssatz bestimmt sich dabei anhand des EONIA (engl. Euro OverNight Index Average).

Tagesanleihe: Zinssatz für Interbankengeschäfte

EONIA ist die Abkürzung für den Durchschnittszinssatz für Übernachtkredite (auch Overnight-Kredite genannt) auf dem Interbankengeldmarkt.

Es handelt sich deswegen um einen durchschnittlichen Zinssatz, weil dieser anhand der einzelnen Tagesgeld-Zinssätze verschiedener repräsentativer Kreditinstitute ermittelt wird. Diese rund 50 Kreditinstitute bzw. Banken stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum.

Insofern bezweckt die Ermittlung dieses Zinssatzes die Verknüpfung der einzelnen Geldmärkte im Euro-Raum. Ziel ist dabei ein einheitlicher Geldmarkt der Eurozone.

Dazu reichen alle beteiligten Banken die durchschnittlichen Zinssätze ihrer bis dato getätigten unbesicherten Tagesgeldausleihungen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ein.

Berechnung anhand der act/360-Methode

Die Berechnung des Zinssatzes erfolgt seit dem 4. Januar 1999 anhand der sogenannten act/360-Methode, die auch „Französische Zinsmethode“ genannt wird.

Insofern wird der Zinssatz ermittelt, indem man die Summe der jeweiligen Zinstage des Jahres durch die Tage eines Basisjahres dieser Zinsmethoden – nämlich 360 Tage – dividiert.

Bei der „Englischen Zinsmethode“ beträgt die Anzahl der Tage dagegen 365 Tage.

Allerdings fließen seit dem 3. September 2007 die 15 niedrigsten und höchsten Zinssatzwerte nicht mehr in die Berechnung mit ein. Lediglich aus den übrigen Werten wird der durchschnittliche Zinssatz berechnet und bis zur dritten Nachkommastelle dargestellt.

Mehr zum Thema: Interbankensatz: Wie funktioniert er und welche Bedeutung hat er?

Der Zinssatz der EONIA wird, um die Verzinsung der Tagesanleihe zu ermitteln, nun noch in der Regel mit dem Wert 0,925 multipliziert.

Dabei gibt es jedoch auch Ausnahmen.

Fällt der EONIA unter die Marke von 2,00%, so werden vom EONIA noch 0,15% abgezogen. Bei einem EONIA von 0,15% oder weniger  beträgt die Verzinsung sogar 0%.

Erfolgt im Gegensatz dazu eine Notierung über einem Wert von 6,00%, so werden ihm 0,45% abgezogen.

Insgesamt wirken sich die Ausnahmen also wie folgt auf den Zinssatz der Tagesgeldanleihe aus:

EONIA < 2,00%: (EONIA – 0,15%) * 0,925 = Zinssatz der Tagesgeldanleihe

EONIA ≤ 0,15%: EONIA = 0% = Zinssatz der Tagesgeldanleihe

EONIA > 6,00%: (EONIA – 0,45%) * 0,925 = Zinssatz der Tagesgeldanleihe

14. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.