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Tagesgeld – Nominalzins weniger aussagekräftig als Effektivzins

Anbieter von Tagesgeldkonten gibt es heutzutage reichlich. Kein Wunder also, dass um potentielle Anleger von Tagesgeld mit hohen Nominalzinsen geworben wird.

Doch zum einen sind die Zinssätze in den letzten Jahren allgemein eher gering und (fest-)verzinsliche Geldanlagen gelten generell als weniger attraktiv.

Zum anderen stellt sich die Frage, ob beim Tagesgeld ein vermeintlich hoher Nominalzins auch wirklich viel Rendite bringt.

Mehr zum Thema: Wie die EZB den Nominalzins auf Spar-Guthaben beeinflusst

Nominalzins beim Tagesgeld – Aussagekraft fraglich

Beim Tagesgeld ist ein hoher Nominalzins per se natürlich vorteilhafter als ein niedriger. Um zu wissen, wie profitabel ein Tagesgeldkonto aber tatsächlich ist, ist der Nominalzins jedoch weniger geeignet.

Deutlich aussagekräftiger ist hier der Effektivzins. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie hoch die Rendite am Ende tatsächlich ausfällt.


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Mehr zum Thema: Was bedeutet die Effektivverzinsung einer Investition?

Denn zwischen Nominalzins und Effektivzins liegt fast immer ein Unterschied. Dies liegt daran, dass sich der Nominalzins nur auf den Nominalwert der Geldanlage bezieht.

In diesem Fall ist das die Summe, die sich am Anfang auf dem Tagesgeldkonto befindet. In der Regel wird der Nominalzins dabei auf ein Jahr, also per annum (p.a.), bezogen.

Im Vergleich zum Nominalzins ist der Effektivzins umfassender. Er bezieht sich nicht nur auf den Nominalwert und den Zeitraum des Nominalzinses, sondern berücksichtigt anfallende Kosten und Gebühren sowie Zinseszinsen etc.

Vereinfacht könnte man auch sagen, der Nominalzins gibt den Zinssatz in der Theorie, der Effektivzins gibt den Zinssatz in der Praxis an.

Hohe Rendite dank Zinseszinseffekt

Bei einem Tagesgeldkonto ist der Effektivzins für den Anleger nicht nur interessanter als der Nominalzins, weil er durch Kosten anfallende Verluste berücksichtigt.

Er ist vor allem deshalb aufschlussreicher, weil er auch den Zinseszinseffekt berücksichtigt. Und der kann beim Tagesgeld mit gleichem Nominalzins einen deutlichen Unterschied machen.

Entscheidend ist diesbezüglich, wie oft die Zinsen ausbezahlt werden. Dabei gilt: je öfter desto besser.

Denn durch die ausbezahlten Zinsen vergrößert sich die Summe auf dem Tagesgeldkonto, so dass die nächste Zinszahlung höher ausfällt. Der Zinseszinseffekt wird umso rentabler, je öfter Zinsen auf das Tagesgeldkonto ausbezahlt werden.

Grundsätzlich gilt, dass der Effektivzins (ungeachtet der anfallenden Kosten) umso höher wird, je höher der Zinseszinseffekt ausfällt.

Effektivzins als Entscheidungshilfe beim Tagesgeldkonto

Bei Tagesgeldkonten fällt der Effektivzins aufgrund des Zinseszinseffektes allgemein höher aus als der Nominalzins. Für den Anleger von Tagesgeld ist der Nominalzins also weniger aussagekräftig als der Effektivzins.

Bei der Wahl eines Anbieters eines Tagesgeldkontos sollte daher nicht nur ein erster Blick auf den Nominalzins, sondern immer ein zweiter Blick auf den Effektivzins geworfen werden. So lässt sich besser erkennen, welcher Anbieter tatsächlich attraktiv ist und eine höhere Rendite bringt.

Mehr zum Thema: Tagesgeldkonto: Hohe Zinsen, täglicher Zugriff

28. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.