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Tagesgeldkonto – Augen auf bei Lockvogelangeboten

Auch wenn ein Tagesgeldkonto als Anlage mit den derzeit niedrigen Zinsen nicht attraktiv ist, das Geld ist jederzeit verfügbar. Damit eignet sich ein Tagesgeldkonto sozusagen als Parkplatz bis eine geeignete Anlageform gefunden ist. Doch auch hier sollte man auf die Konditionen achten.

Tagesgeldkonto: flexible Anlage als Zwischenlösung

Der zentrale Vorteil eines Tagesgeldkontos im Vergleich zum Festgeld: Als Anleger kann man jederzeit Zugriff auf sein Geld. Außerdem ist die Mindesteinlagesumme niedriger. Während es beim Festgeld zum Beispiel mindestens 2.500 oder 5.000 € sind, kann man auf ein Tagesgeldkonto einen beliebigen Betrag einzahlen.

Dafür sind die Zinsen zwischen 0,5% und 1% niedriger und sie passen sich dem aktuellen Marktzins an. Sie liegen aber höher als beim Sparbuch. Deshalb ist für eine flexible, zeitlich überschaubare Anlage das Tagesgeldkonto die bessere Alternative, auch im Vergleich zum Girokonto.

Doch wie sieht es mit der Rendite aus? Trotz unterschiedlicher Angebote liegt der Bundesdurchschnitt für 5.000 €  bei gerade mal 0,5%. Noch Anfang 2009 waren es 3,6%. Seitdem ging es mit den Zinsen stets bergab. Deshalb drängt sich der Eindruck auf, dass eine Tagesgeldanlage ein Minusgeschäft ist. Der Gedanke: Die Zinsen werden von der Inflation eingeholt.


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Trotz magerer Zinsen über Inflationsniveau

Das aber trifft trotz historisch niedriger Zinsen nicht zu. Lag die deutsche Inflationsrate Ende letzten Jahres schon bei nur 0,2%, so ist sie aktuell auf minus 0,4% gesunken. Die niedrigen Ölpreise haben dazu beigetragen. Dennoch, bei realer Betrachtung ist dies nur ein Trostpflaster. Und damit entsteht kein nennenswerter Vermögenszuwachs.

Eine Vorgehensweise, die vielfach genutzt wird, ist eine Art Sparfuchs-Strategie. Dabei sucht man sich im Internet die aktuell besten Angebote aus. Direktbanken wie die ING Diba etwa locken Neukunden mit 1,25% Zinsen. Und die Audi-Bank bietet gar 1,4%.

Doch weil Lockangebote für Neukunden meist nur für kurze Zeit gelten, ist man gezwungen, in regelmäßigen Abständen die Bank zu wechseln und neuere Angebote wahrzunehmen.

Sonderangebote mit kleinen Haken

Wer solche Angebote vergleicht, sollte vor allem auf Folgendes achten: Lockangebote mit Sonderzinsen gelten oft nur für kleinere Einlagesummen. Doch auch wenn das Angebot zur gewünschten Summe passt, so sollte ein Sonderzins nicht auf nur 3 Monate begrenzt sein.

Vorsicht ist auch bei sogenannten Zinstreppen geboten. Diese Zinstreppen sind oft nicht sofort ersichtlich. Bei genauem Hinsehen jedoch zeigt sich, dass ein attraktiver Zins nur auf Teilbeträge gezahlt wird. Bezieht sich ein Angebot nicht auf die Gesamtsumme, geht die Übersichtlichkeit einer Tagesgeldkonto-Anlage verloren.

Abgesehen davon sollte ein Tagesgeldkonto möglichst keine Nebenkosten verursachen. Sie sind eigentlich kostenlos.

Aktien oder Unternehmensanleihen als Alternative

Angesichts der mageren Zinsen stellt sich natürlich die Frage nach Alternativen. Aktien beispielsweise bieten attraktivere Renditen. Doch im Bereich der Firmenbeteiligungen lohnt sich auch ein Blick auf Unternehmensanleihen. Anleger benötigen lediglich ein Wertpapierdepot und einen Mix an Anleihen. Dabei erweisen sich die kurzfristigeren Papiere als vergleichsweise stabil.

3. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.