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TecDAX: Der Technologieexperte in der DAX-Familie

Beim TecDAX handelt es sich um einen deutschen Aktienindex, den es unter dieser Bezeichnung erst seit März 2003 gibt. Ausschließlich Unternehmen aus der Technologiebranche werden im TecDAX gelistet. Die in diesem Index zusammengefassten Werte rangieren in Bezug auf Marktkapitalisierung und Börsenumsatz unterhalb der Werte, die im DAX gelistet sind. Da die grundsätzliche Struktur des TecDAX vergleichbar mit dem Aufbau des DAX ist,sind auch im TecDAX genau 30 Unternehmen vertreten. Deren Zusammensetzung kann sich jedoch verändern, falls einzelne Werte nicht länger zu den Top 30 gehören.

TecDAX: Aufnahmekriterium Prime Standard

Nicht jeder Technologie-Konzern kann im TecDAX vertreten sein. Neben seiner Bedeutung bezüglich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz sind gewisse weitere Kriterien zu erfüllen. Grundvoraussetzung ist vor allem eine Zulassung zum sogenannten Prime Standard. Dabei handelt es sich um eine Art Transparenzstandard, welcher über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Ein wichtiges Merkmal des Prime Standard ist, dass die Erfüllung der erforderlichen Kriterien – beispielsweise Zwischenberichterstattung und weitere Publizitätspflichten – neben der deutschen auch in der englischen Sprache erfolgt. Mit der Einführung des Prime Standard im Jahr 2003 sollten auch vermehrt internationale Investoren angezogen werden. Heute müssen alle Unternehmen, die im DAX, MDAX, TecDAX und SDAX vertreten sind, zuvor die Zulassung zum Prime Standard erhalten haben.


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TecDAX: Aufnahme und Gewichtung von Technologieunternehmen

Erfüllt ein Unternehmen die Grundvoraussetzungen, muss es darüber hinaus zu den nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 30 größten Unternehmen im Technologiesektor zählen, welche nicht im DAX gelistet sind. Wie im DAX, so sind auch im TecDAX nicht alle Werte gleichmäßig gewichtet. Das bedeutet, dass es Aktien gibt, deren Kursveränderungen einen größeren Einfluss auf die gesamte Performance des Index haben als andere. Die Gewichtung erfolgt abhängig von Börsenumsatz und Marktkapitalisierung und folgt vergleichbaren Regeln wie die Berechnung der DAX-Werte. Wichtig ist dabei vor allem der Begriff Streubesitz. Es geht demnach nicht allein um die reine Marktkapitalisierung, sondern auch um die frei handelbaren Aktien. Bei der Berechnung der Gewichtung sind deshalb diejenigen Aktien zu vernachlässigen, die sich im Besitz des Unternehmens selbst oder im Besitz von Großaktionären befinden.

Veränderungen in der Zusammensetzung

Die Zusammensetzung der im TecDAX enthaltenen Werte wird bei Bedarf angepasst, um der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Unternehmen Rechnung zu tragen. Im Regelfall wird die Zusammensetzung halbjährlich geprüft und gegebenenfalls jeweils im März und September jedes Jahres verändert. Außerhalb dieser Termine können nur in Ausnahmefällen Veränderungen vorgenommen werden. Hierfür gibt es 2 mögliche Szenarien: Zum einen kann ein Wert außerplanmäßig aus dem TecDAX herausfallen, wenn es nach den erläuterten Kriterien nicht mehr zu den 45 wichtigsten Technologiewerten zählt. Zum anderen kann ein Wert außerplanmäßig in den TecDAX aufgenommen werden, wenn er sich diesen Kriterien entsprechend zu einem der 25 gewichtigsten Werte entwickelt. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass der Index stets ein möglichst genaues Abbild der Entwicklung des deutschen Technologiesektors darstellt.

11. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.