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TecDAX historisch – junger Index mit bewegter Vergangenheit

Beim TecDAX handelt es sich um einen deutschen Technologieindex, der in dieser Form und unter diesem Namen seit 2003 existiert.

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Doch die Wurzeln des Index liegen noch etwas weiter in der Vergangenheit.

Entsprungen ist der TecDAX nämlich aus dem sogenannten Neuen Markt und dem daraus resultierenden Index NEMAX50.

Die Einführung des TecDAX

Im März 2003 wurde der TecDAX eingeführt. Er ist ein Technologieindex, der die 30 wichtigsten Werte aus dieser Branche listet.

Wie bei anderen wichtigen deutschen Indizes wie dem DAX, MDAX oder SDAX, so gelten auch hier klare und strenge Grundvoraussetzungen für die Aufnahme in diesen Index.

So ist der sogenannte Prime Standard die wohl wichtigste Voraussetzung. Um diesen zu erlangen, muss ein Unternehmen strenge Auflagen befolgen, die vor allem auf eine höchstmögliche Transparenz abzielen.

Mehr zum Thema: Die Dividendenperlen aus dem TecDAX


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Für diese Forderung gibt es einen Grund: Der TecDAX wurde 2003 als Nachfolger des NEMAX50 eingeführt. Der NEMAX50 war ein Index, der auch aufgrund von intransparenten Machenschaften einen enormen Verfall erlebte.

NEMAX50 – der Vorgänger des TecDAX

Als deutsches Gegenstück zur amerikanischen Technologiebörse NASDAQ wurde 1997 ein neues Börsensegment eingeführt: der Neue Markt.

Darin wurden Werte aus der sogenannten Zukunftsbranche gelistet, beispielsweise Unternehmen aus Telekommunikation, Informations- oder Biotechnik.

Diesem Börsensegment entsprang 1999 der NEMAX50, der die 50 wichtigsten Werte des Neuen Markts beinhaltete.

Zu dieser Zeit setzte eine große Welle der Euphorie ein und die Kurse der entsprechenden Werte stiegen rasant an. Daraus entstand die sogenannte Dotcom-Blase.

Mehr zum Thema: Wirtschaftskrisen: Die Dotcom-Blase

Um diese Entwicklung einmal mit Zahlen zu veranschaulichen: Der NEMAX50 wurde zum 31.12.1997 auf 1.000 Punkte zurückgerechnet. Bereits im März 2000 erreichte er seinen historischen Höchststand von rund 9.666 Punkten.

Mitunter trugen auch kriminelle Machenschaften seitens der gelisteten Unternehmen dazu bei, dass immer mehr Kurse abrutschten.

Innerhalb von rund 2 1/2 Jahren verlor der NEMAX50 etwa 96% seines Wertes und erreichte im Oktober 2002 die Marke von 318 Punkten.

Als Reaktion wurde dieses Börsensegment im Juni 2003 geschlossen und als Nachfolger des NEMAX50 der TecDAX installiert.

TecDAX – historische Entwicklung seit seiner Einführung

Als der TecDAX 2003 startete, bestand er größtenteils aus Werten, die bereits im NEMAX50 vertreten waren. Dementsprechend war es kein leichtes Erbe, das der TecDAX anzutreten hatte.

Doch diese Herausforderung konnte gemeistert werden. Seinen Tiefststand hatte er mit rund 327 Punkten kurz nach Einführung im März 2003.

Im Jahr 2007 erreichte der TecDAX sein bisheriges Allzeithoch von knapp 1.059 Punkten, bevor er von der weltweiten Finanzkrise erfasst wurde.

Mehr zum Thema: Wirtschaftskrisen: Die Immobilien-Blase und Finanzkrise

2009 notierte er zeitweise nur noch knapp oberhalb der 400-Punkte-Marke. Seitdem konnte er sich jedoch wieder erholen und liegt heute – Anfang März 2013 – schon wieder bei mehr als 900 Punkten.

11. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.