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Tecdax versus Mdax – was die Unterschiede sind

Der Tecdax und der Mdax sind Börsenindices der Frankfurter Wertpapierbörse. Sie fassen verschiedene Aktienkurse in einem Wert zusammen.

Beide sollen die Entwicklung auf ihrem jeweiligen Teilmarkt dokumentieren und ein Stimmungsbild desselben wiedergeben.

Tecdax und Mdax – die Unterschiede sind die Marktsegmente

Der Tecdax bündelt die Kurse der 30 größten Technologieunternehmen im sogenannten Prime Standard unterhalb des Leitindex Dax.

Letzterer spiegelt die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Deutschen Börse wieder.

Als Prime Standard bezeichnet man ein gesetzlich reguliertes Börsensegment der Frankfurter Wertpapierbörse mit besonders hohen Transparenzstandards.

Die dort verzeichneten Unternehmen müssen unter anderem ihren Jahresabschluss nach internationalen Standards der Rechnungslegung machen und pro Jahr mindestens eine Analystenkonferenz abhalten.


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Der Tecdax entstand, nachdem die Dotcom-Blase geplatzt war

Der Tecdax existiert seit März 2003 und löste den Aktienindex Nemax 50 ab.

Mehr zum Thema: Tecdax neuer Markt

Die Deutsche Börse beschloss damals, den Markt für Technologiewerte umzustrukturieren. Nach zunächst spektakulären Kursgewinnen war die Dotcom-Blase geplatzt, und der sogenannte Neue Markt hatte verheerende Verluste erlitten.

Der Mdax bildet ebenfalls Unternehmenswerte im Prime Standard unterhalb des Dax ab.

Mehr zum Thema: Mdax führt Dax nach oben

Jedoch handelt es sich dabei um die 50 größten Unternehmen aus klassischen Industriebranchen – wie zum Beispiel das Ingenieursunternehmen Bilfinger und den Luft- und Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS. Der Mdax existiert seit Januar 1996.

Sowohl beim Tecdax als auch beim Mdax sind die Kriterien für deren Berechnung die Marktkapitalisierung im Streubesitz – also die Aktien, die sich nicht im Besitz des Unternehmens befinden – und der Börsenumsatz, das heißt die Anzahl oder der Gesamtwert der in einem bestimmten Zeitraum gehandelten Wertpapiere.

Tecdax und Mdax existieren als Kurs- und Performanceindex

Beide Indices gibt es als Kurs- und Performanceindex. Ein Kursindex beruht hauptsächlich auf dem Aktienkurs der miteinbezogenen Unternehmen.

Diesen bereinigt man nur um eventuelle Sonderzahlungen und Bezugsrechte. Letztere gewähren einem Aktionär das Recht, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien zu einem festgelegten Kurs zu erwerben – und zwar in der Anzahl, dass sein Anteil am Gesamtkapital gleich bleibt.

Einen Performanceindex berechnet man so, als ob man alle Einnahmen aus dem Aktienbesitz – wie zum Beispiel Dividenden – wieder in die Anteilsscheine investiert.

Halbjährliche Aktualisierung beider Indices

Sowohl die Zusammensetzung des Tecdax als auch die des Mdax aktualisiert die Deutsche Börse halbjährlich – und zwar jeweils im März und September.

Bei beiden Indices gibt es die sogenannten Fast-Exit- und Fast-Entry-Regeln.

Die Deutsche Börse kann dadurch ein Unternehmen außerhalb der Stichtage aus dem Tecdax ausschließen oder darin aufnehmen, wenn es nicht mehr zu den 45 größten oder neuerdings zu den 25 größten Unternehmen gehört.

Beim Mdax müssen Unternehmen entweder nicht mehr zu den 75 größten oder neuerdings zu den 40 umsatzstärksten Werten gehören, um außerhalb der gewöhnlichen Überprüfungstermine aus dem Index ausgeschlossen beziehungsweise darin aufgenommen zu werden.

25. April 2013

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Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.