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TecDAX: Zusammensetzung des technischen Index

Seit 2003 gibt es in Deutschland den Aktienindex TecDAX. Die Zusammensetzung basiert dabei auf ähnlichen Regeln wie die des deutschen Leitindex DAX.

Zur Aufnahme berechtigt sind hier jedoch nur Unternehmen aus dem Hochtechnologie-Bereich, die vor allem in den jungen Branchen der Elektronik, Informations- und Biotechnik tätig sind.

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TecDAX: Kriterien der Zusammensetzung

Da der TecDAX mit Hilfe der Kurse aus dem Handelssystem Xetra der Deutschen Börse berechnet wird, müssen sämtliche Aktien der teilnehmenden Unternehmen auf Xetra gelistet werden.

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Außerdem müssen die Aktien des Unternehmens im so genannten Prime Standard gelistet werden. Dieser ist ein Teilbereich der Frankfurter Wertpapierbörse mit sehr hohen Transparenzstandards, die zur Aufnahme erfüllt werden müssen.


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Zu diesen Auflagen gehören beispielsweise die Veröffentlichung eines Unternehmenskalenders und regelmäßige Quartalsberichte, die mindestens im ersten und dritten Quartal in deutscher und englischer Sprache ausgegeben werden müssen.

Aufnahme durch Marktkapitalisierung bestimmt

30 der 35 größten Technologiewerte in Deutschland sind im TecDAX gelistet. Die Größe der Unternehmen bestimmt sich dabei sowohl aus dem Orderbuchumsatz als auch auf Basis der Marktkapitalisierung.

Die Ranglisten werden dabei quartalsweise aktualisiert, was Änderungen in der Zusammensetzung des TexDAX zur Folge haben kann.

Der Kurs des Index wird, ähnlich wie beim DAX, nicht zu gleichen Teilen aus den Kursen der 30 enthaltenen Unternehmen berechnet. Vielmehr spielt auch hier die Marktkapitalisierung eine Rolle.

Je größer diese ist, desto mehr Einfluss hat der Börsenkurs eines Unternehmens auf den Index.

TecDAX: Zusammensetzung aus Groß und Klein

Aktuell größtes Unternehmen im TecDAX ist somit der IT-Dienstleister Wirecard, dicht gefolgt vom Biotechnik-Konzern Qiagen und dem Telekommunikationsanbieter freenet, die jeweils für rund 10% des Indexkurses verantwortlich sind.

Die kleinsten Mitglieder des TexDAX, die Online-Plattform Xing und die Netzwerkfirma Euromicron, werden hingegen jeweils nur zu 0,5% in die Berechnung des Kurses einbezogen.

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Der Vorgänger: Nemax 50

Vorgänger des 2003 eingeführten TecDAX war übrigens der Nemax 50, der auf das Börsensegment des „Neuen Marktes“ zugreifen sollte. Dieser Markt war der Versuch, die Erfolgsgeschichte des amerikanischen NASDAQ auch in Deutschland zu etablieren.

Bis zur Jahrtausendwende konnten die hier gelisteten Unternehmen ein rasantes Wachstum vorweisen, bevor die Dotcom-Blase im Jahre 2000 zum Platzen gebracht wurde. Zahlreiche Unternehmen mussten in der Folge Insolvenz anmelden.

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Nach zahlreichen Betrugsversuchen und Skandalen, die schlussendlich zu einem Verfall der Kurse führten, schloss die Deutsche Börse das Segment des „Neuen Marktes“ und führte mit dem TecDAX einen neuen – noch nicht in Verruf geratenen – Index ein.

5. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.